• Kultur, laufen und schmutzige Wäsche

    April 26 in South Korea ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute stand Kultur auf der Liste. Zuerst der Kaiserpalast Geunjeongjeon, bei dem ich sogar noch eine kleine Zeremonie mitbekam. Danach ging es ins Bukchon Hanok Village beziehungsweise in die Altstadt. Diese empfand ich im Vergleich zum Kaiserpalastkomplex als ziemlich unspektakulär.
    Leider habe ich heute ein riesiges Ereignis verpasst, an dem ich viel Freude gehabt hätte: den Seoul-Halbmarathon. Während meiner Reise schaue ich eigentlich immer mal wieder nach Laufwettkämpfen, aber diesen habe ich übersehen – zum Vorteil der 21.000 anderen Läufer.
    Ich musste heute wieder waschen und machte mich über die Insadong Culture Street, in der sich viel um Kunst dreht, auf den Weg Richtung Hotel. Nach einem kurzen Päuschen entschied ich mich, noch eine Runde laufen zu gehen – und das wurde mein absolutes Highlight.
    Ein Franzose aus Busan hatte mir einen Kanal in der Innenstadt empfohlen. Es war zwar ziemlich voll, aber dort waren auch viele andere Läufer, an die ich mich teilweise ein wenig drangehängt habe. Der Sonnenuntergang dort war einfach wunderschön, und ich liebe es, wenn es langsam dunkel wird und die Stadt anfängt zu leuchten – mit Neonreklame und Lichtern überall.
    Laufen ist einfach eine Droge. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie viele Endorphine dabei ausgeschüttet werden. Ich denke immer öfter darüber nach, mir auf dieser Reise ein Paar Laufschuhe als kleinen Luxus zu gönnen.
    Nach dem Laufen ging es unter die Dusche und danach gab es ein deftiges Abendessen. Zum Abschluss setzte ich mich noch zu zwei Jungs, und wir verbrachten den Abend gemeinsam. Cole aus Kanada hat uns viel über seine Heimat erzählt.
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