• Nordkorea und Korean BBQ

    28. april, Sydkorea

    Es war wieder ein Tag, an dem wir gut beschäftigt waren. Mit „wir“ meine ich Coleman und mich. Für uns ging es heute um 9 Uhr Richtung Nordkorea zur DMZ. Es fühlte sich schon ernst an – sowohl bei der Einfahrt als auch beim Verlassen wurden wir von Soldaten kontrolliert.
    Unser Tourguide Julie war wirklich gut und mit Leidenschaft dabei. Zuerst gingen wir zum Observatorium und hörten uns ihren interessanten Vortrag an, bevor es weiter zu den Ferngläsern ging. Es war extrem spannend, dort nach Menschen zu suchen – wir haben tatsächlich auch welche entdeckt, die aussahen, als würden sie gerade arbeiten. Dabei haben wir uns immer wieder dabei erwischt, wie wir heimlich unerlaubt Fotos machten.
    Zurück im Bus konnten wir noch mit einer nordkoreanischen Flüchtigen sprechen. Ihre Geschichte war beeindruckend. Der letzte Punkt der DMZ-Tour war die Begehung eines nordkoreanischen Angriffstunnels – 73 Meter tief, gebaut mit dem Ziel, Seoul einzunehmen.
    Außerdem wird nordkoreanischer Won aus dem Land geschmuggelt und an Touristen verkauft. Ich habe mir einen Schein gekauft.
    Danach ging es zurück, und Coleman und ich sind noch auf einen Markt gegangen, um etwas zu essen und nach Klamotten zu schauen. Anschließend bin ich noch 10 km meine Seoul-Route am Fluss entlang gelaufen.
    Am Abend haben wir zu dritt mit Charles, auch aus Kanada, Korean BBQ gegessen. Eigentlich brät man das Fleisch selbst am Tisch, aber wir sahen wohl etwas hilflos aus – uns wurde direkt geholfen. War aber richtig gut.
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