• Städtetour

    October 20 in Austria ⛅ 13 °C

    Der Tag war um einiges ereignisreicher. Am Morgen wusste ich noch nicht, dass ich einen startenden Black Hawk und Einschusslöcher von einer AK sehen würde.

    Ich entschied mich für die große Stadtrunde und fuhr erst einmal mitten ins Zentrum zum Stephansdom am Stephansplatz. Es war dasselbe Erlebnis wie in Prag: Egal, welche Straße man wählte, am Ende landete man immer wieder vor prächtigen Gebäuden.

    Als ich zufällig in Richtung Hofburg ging, traf ich plötzlich auf bewaffnete Soldaten und Menschenmassen. Es war der Tag des Bundesheeres. Und tatsächlich wurde ich gerade einmal zwei Minuten, nachdem ich angekommen war, aufgefordert, zurückzutreten. Der Black Hawk, den ich gerade bestaunte, wollte die Veranstaltung nämlich wieder verlassen – und zwar auf dem Luftweg.

    Die Aufforderung, die Mütze abzunehmen, war durchaus berechtigt. Ich hatte mir im Hostel vorher noch das Gesicht mit Vaseline eingecremt. Das sorgte dafür, dass ich mich ein wenig wie geteert und gefedert fühlte, nachdem der Black Hawk einmal ordentlich durchgepustet hatte.

    Anschließend schlug ich mich ein wenig durch das Regierungsviertel und landete schließlich beim letzten Ziel meines Tages: der Judengasse. Dort begann 2020 der Terroranschlag von Wien, bei dem ein österreichischer Attentäter mit einer AK vier Menschen erschoss. Ich sah mir den Tatort und die noch erhaltenen Einschusslöcher an, bevor ich mich in die Bahn setzte und zurück zum Hostel fuhr.

    Der Tag endete noch sehr gesellig in unserer Gemeinschaftsküche – mit alkoholfreiem Bier, Sushi und Spekulatius. Mein anschließender Lauf lief dementsprechend nicht ganz so gut. Wer rechnet auch damit, dass diese Kombination auf den Magen schlägt …
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