• Bush-Camp ohne Namen nirdendwo

    Apr 14–15 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Nacht war erstaunlich gut. Zusätzlich zum schnellen einschlafen, bin ich auch nur 2x wach geworden. Vom Schnarchen der Nachbarn neben mir. Ich muss auch sagen, dass die physische Nähe zu meinem Nebenmann mit 30cm links und 70cm rechts näher war als in manch einem Shared Kingsize oder Queensize Bed. Aber bei jedem Aufwachen waren aufgrund des ausbrennenden Feuers die Sterne besser und besser zu sehen. Ein Trostpflaster. Wieder 5min vor Wakeup Call um 5:10 aufgewacht. Schlafsäcke einrollen umziehen und Fruhstücken. Das ist heut aber besonders schwer gefallen, da es die letzte Stunde im Schlafsack wirklich forstig wurde und es draußen noch frostiger war.
    Naja aufbrauch um 6:15 zur Wanderung. Fahrzeit 20min, dort hat Jonas erstmal die Wasservorräte für einen ganzen Tag umgeworfen. Es gab aber zum Glück dort einen Wasserspender. Nach Klogang ging die 4h Wanderung los zum Kings Canyon. Zuerst gings 500 Treppen nach oben und auch hier merkte man wieder wie sich die Spreu von Weizen trennt. Wohin einige nach oben zugelaufen sind, haben andere jede Stufe langsam und gleichmäßig erklummen. Ja...oben angekommen hat man dann gemerkt wer tot und wers nich war. Die Wanderung an sich war super easy. Bissl hoch und runter, Klippen, Das Australische Jodeln und ein Spiel, bei dem der Karaoke singen muss, der am Ende ne Wäscheklammer am Körper hat haben diese Wanderung zum wahrscheinlich schönesten Trip dieser Reise gemacht. Die Stimmung war super, während die andere Untergruppe viele, sehr viele Fotoshoutings gemacht haben, hat meinr Gruppe viel gequatscht, Blödsinn gemacht und einfach die Stundem genossen.
    Am Ende gabs dann noch einen kleinen Sprint zum Bus, weil keiner den Klip am Ende haben wollte. Dort angekommen gabs Früchte und wir machten uns wirklich allerbestens gelaunt zurück zum Camp.
    Dort war dann mehr Pausenzeit. Manche ham geduscht, manche waren Bier trinken, andere im Pool, und ich wolltr eigentlich hier weiterschreiben aber dann wurde ich zu Kartenspielen eingeladen - da sagt man docu nicht nein. Bis zum Mittagessen wurde gespielt, dann gabs Bacon/Egg Wraps.
    Danach hieß es wieder packen. Erst persönlich, dann den Rest. Und wer hat den Hänger beladen....richtig - Die Deutschen😂
    Dann gings auch schon wieder los. 3h durchs Outback. Gute Laune aber auch viel Müdigkeit waren mit dabei. Nächster Stopp: Aussichtsplattform Schwesterstein des Urulu.
    Weiter gings zum Feuerholz sammeln. Diesmal mehr und viel. Also alle Mann und Frau in den Busch zum Sammeln. Manche Leute rissen sogar Bäume aus...(Foto). Phoebe hat sich noch den Spaß gemacht, ne Fakeschlange aus dem Busch zu ziehen und auf die Mädels zu werfen. Herrlich gelacht.
    Am Ende alles verladen, festgezurrt und da wir noch Zeit hatten gings in Pub/Roadhouse. Es gab für mich GingerBeer. Für andere härtere Sachen. Gequatscht, das erste Mal nen sprechenden Papagei gesehen und einfach Entspannt. Es ging dann weiter zum Bush-Camp mit dem Lied das Phoebe passend dazu ausgesucht hat: Highway to Hell. Noch den alten Aussteigen, Tor aufmachen und dann Wegfahren Gag gebracht. Dort angekommen genau das was ich erwartet hab. Nix. Ein Schiffscontainer für unsere Rucksäcke und das wars. Wir (diesmal auch die Jungs der Schottinen/Irinen) haben den Trailer und vor allem das Holz entladen, dann wurde uns die Toilette gezeigt. Eine offenes Blechgestell über einem Loch. Da hab ich schon schlimmer gehaust. Anyway nur kleines Geschäft dort und in den Busch.
    Während Phoebe superleckere Bolognese gekocht hat habem die andern nochmal versucht mit uns Werwolf zu spielen. An sich ja kein Stress, wenns normal abläuft. Wenn aber 22 Leute spielen, 7 gleichzeitig reden und 50% der Gespräche von wichtig auf privat oder lachen wechseln wirds irgendwann unübersichtlich und wir (Gruppe) sind dann zumindest geistig ausgestiegen. Es gab Essen und einem letzten wunderbaren Sonnenuntergang. Dann noch mehr Spiel, Spaß und Tanz. Von Makarena über Australische und Irische Klassiker war alles dabei. Karaoke wurds ez ned, aber Phoebe meinte am Ende nur, dass sie noch nie hier im Bushcamp am Ende des Tages Stimmprobleme aufgrund Singem/Tanzen hatte. Und es hat aich wirklich super viel Spaß gemacht. Wie Klassenfahrt nur entspannter weil alle 18+ sind. Dann noch Spiele am Lagerfeuer gespielt die mal besser mal weniger gut waren bis wir gegen 10 dann langsam Richtung Bett gingen. Und eines muss ich sagen: Bei meinem Abendlichen Bush-Wee hab ich in kompletter Dunkelheit gestanden. Ich hab zeit Lebens noch nie so einen Sternenhimmel gesehen. So viele, helle Sterne und vor allem die komplette Milchstraße war zu sehen. Wahnsinn. Dieses Bild wird sich für immer einprägen - Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung. Nächster "Ort" ~ 150km entfernt.
    Zurück In meinen Schlafsack und extra warm eingepackt, in weiser Voraussicht. Und to be honest: Ich wollte gar nicht einschlafen. Der Blick in die Sterne war so schön. Sternschnuppen on mas und das Lagerfeuer im Hintergrund. Ich will nicht mit Pathos anfangen - aber das wird ein Moment sein im Leben, an den ich mich immer erinnern werde. Allen anschein nach bin ich dann trotzdem eingeschlafen, was ganz gut war - die Schlafposition war auch wieder seeehr bequem. Aber dazu morgen mehr.
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