• El Tatio und Valle de la Luna

    Oct 31 – Nov 1 in Chile 🌬 8 °C

    Nu hammers endlich gebacken gegrichd 🙂💪🙂

    Schon zu Beginn unserer Planungen für die Südamerika-Reise standen das Tal des Mondes (Valle de la Luna) und die El Tatio - Geysire ganz oben auf unserer Wunschliste. Und nun waren wir dort und unsere Erwartungen wurden mal wieder übertroffen.

    Das Valle de la Luna liegt nur wenige Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt und man fährt mit dem eigenen Fahrzeug hinein. Laut Webseite war es zwar geschlossen aber es hatte dennoch - zu unserer Freude - geöffnet. Überhaupt scheinen die Informationen auf den offiziellen Webseiten der Attraktionen recht weit von der Realität entfernt zu sein aber das scheint auch genauso wenig irgendjemand zu interessieren. Egal. Wir waren ja drin 😎

    Das Valle ist insgesamt ca. 11km lang und es gibt mehrere Aussichtspunkte und Wanderwege. Rundum rote Felsformationen, Steinsalz, Vulkane Sand und Wind. Ein ziemlich kräftiger Wind! Wir sind ein bisschen herum gewandert, haben wieder mal tausende Fotos (gefühlt) gemacht und sind komplett eingestiebt und glücklich von dannen gezogen.

    Abends sind wir noch ein Stück in Richtung El Tatio gefahren. Das Geysir-Feld liegt auf ca. 4300m Höhe und die beste Besuchszeit ist zum Sonnenaufgang. Von unserem mal wieder traumhaften Übernachtungsplatz mit 360 Grad Panorama waren es dann nur noch knapp 70km bis zum El Tatio.
    Kurz nach 4 Uhr klingelte dann auch schon der Wecker und kurz nach halb 5 war Startschuss für Blaubär und Möhre.
    Die Vorfreude auf die dampfenden Geysire wurde allerdings schon nach wenigen Minuten schwer getrübt.
    In unserer Naivität waren wir von 70km Anreise auf zumindest Straßen-ähnlichen Wegen ausgegangen. Aber Denkste - es war die beschiss### Strecke, die wir bisher gefahren sind. Tiefes Wellblech, riesige Löcher, Sand weggebrochene Fahrbahnränder - eine Katastrophe und m.E. eine Schande für den chilenischen Tourismus.
    Aber auch da - das ist einfach völlig Wurscht und wem das nicht gefällt, der lässt es eben bleiben. Punkt.

    Naja - nach rund 2 Stunden und zahlreichen Flüchen sind wir dann tatsächlich noch vor Sonnenaufgang im El Tatio angekommen. Dort war es schon angenehm warm mit -6 Grad (unterwegs waren -12 🙄), schnell noch die 27 € Eintritt abgedrückt (ja - billig ist das eher nicht) und rein ins Vergnügen.

    Und das Schauspiel ist wirklich beeindruckend. Die Sonne verwandelt die graue, kalte Landschaft in ein Farb-Spektakel mit weißen Rauchsäulen vor blauem Himmel, goldig schimmernden Grasbüscheln und schneebedeckten Bergen. Überall zischt, blubbert und dampft es. Es riecht nach Schwefel und der Dampf nimmt einem den Atem. Egal - es ist einfach wunderbar!
    Erfreulicherweise wärmt uns die Sonne auch recht schnell wieder auf und lässt so nach und nach die Dampfwolken verschwinden.
    Gegen 10 Uhr ist dann kaum noch etwas zu sehen und dementsprechend verschwinden auch die Besucher. Schlußendlich stapfen wir ganz allein über das Geysir-Feld, wobei in der Höhe jeder Schritt schwerfällt.

    Wir frühstücken noch gemütlich im Blaubär und machen uns auf den Weg nach Calama.
    Nunmehr bei strahlenden Sonnenschein genießen wir die Vulkan-Kulisse auf "hervorragenden" Sand- und Wellblechpisten, durchfahren rotbraune Schluchten und landen schließlich in der riesigen, windigen Wüstenebene um Calama. In Calama regnet es nie, es ist einer der trockensten Orte der Welt und dennoch finden wir an einem kleinen Flusslauf ein lauschiges Plätzchen für die Nacht.
    Read more