Los Cataratas del Iguazu
October 4 in Argentina ⋅ ☁️ 18 °C
275 einzelne Kaskaden auf einer Fallfront mit 2,7 km Gesamtbreite - klingt ziemlich groß und die Iguazu-Wasserfälle zählen damit zu den größten und bekanntesten Wasserfällen der Welt!
Zur Zeit unseres Besuches sind pro Sekunde ca. 4300m³ Wasser, und damit etwa 3x soviel wie im Jahresmittel, die 60-80m hohen Kaskaden hinunter gestürzt. Ein unglaubliches Schauspiel!
Zwar war aufgrund des hohen Wasserstandes der Weg zur spektakulären Garganta del Diablo gesperrt aber wir haben auch so genug gesehen 💪
Für 3 Tage sind wir dazu von Salta aus in den Nordöstlichsten Zipfel Argentiniens - nach Puerto Iguazu - geflogen und hatten echt Massel mit dem Wetter. Die angesagten schweren Regenfälle blieben zum Glück aus und wir haben sogar einige Stunden Sonne erwischt.
Einen kleinen Eindruck, was das Wetter bzw. El Niño hier so veranstaltet, haben wir bei einem mehrstündigen Sturm bekommen, der für einige Überflutungen und entwurzelte Bäume sorgte.
Apropos Bäume. Iguazu liegt in der grünsten Region Argentiniens - Misiones - und damit mitten im Urwald, der sich ab hier mehrere tausend Kilometer nach Norden streckt. Die Flora und Fauna ist beeindruckend - alles grün, alles Dschungel - und es leben 50% aller Spezies Argentiniens in diesem Gebiet. Es kreucht und fleucht rundum von allerlei bunten Vögeln, Schmetterlingen, Nasenbären, Echsen, Affen und mit etwas Glück bekommt man auch Pumas, Jaguare, Kaimane und Tapire zu sehen. Die Wälder sind neben den Wegen undurchdringlich. Bananen, Papayas und was weiß ich sonst noch wachsen einfach so mittendrin.
Neben den Wasserfällen haben wir uns noch ein Tierheim im Urwald, den Jardin de los Colibries und auch die nicht ganz so spektakuläre Stadt Puerto Iguazu angesehen. Tatkräftige Unterstützung hatten wir dabei von Nelson - einem nebenbei für Uber-fahrenden Polizisten - der uns zuverlässig durch die Gegend kutschierte und mit dem wir viel Spaß hatten.
Naja - und so war die Zeit schnell um und außer dem sehr leckeren Fisch (Surubi und Pacu) gibt's dann gar nicht soviel mehr zu berichten.
Außer, ja außer der klitzekleinen Kleinigkeit... das Blaubär weiterhin außer Betrieb ist. Das neue Steuergerät kam in Rekordzeit von 5 Tagen in Salta an und Guillermo von der Werkstatt hat es auch umgehend zum Programmieren in das 360km entfernte Tucuman gebracht und gestern eingebaut. Nur dummerweise ist der Fehler wieder da, der Turbo läuft weiterhin nicht und das Steuergerät ist nun wieder in Tucuman für einen neuen Programmierversuch.
Mittlerweile geht uns die ganze Aktion gewaltig auf den Zeiger...aber nützt ja nix.
Vorwärts immer!
Rückwärts nimmer 💪Read more
Salinas Grandes und noch mehr bunte Steine
September 27 in Argentina ⋅ ☀️ 17 °C
Während unser Steuergerät noch auf seiner wahrscheinlich größten Reise unterwegs ist verbringen wir weitere Tage der Wartezeit in den bunten Bergen.
Und ganz ehrlich - es tut auch gut, einfach mal eine Weile in einer Gegend zu sein und bissl rumzuhängen. Vielleicht hatte ja olle Blaubär so seinen eigenen Plan für unsere Reise gehabt 🤔
Aktueller Standort ist nun Tilcara, ein kleines, beschauliches Städtchen auf 2500m Höhe inmitten der bunten Berge. Hier haben wir eine geräumige Ferienwohnung bezogen und lassen es uns einfach gut gehen.
Nur rund 70km von Tilcara entfernt liegt der mit ca. 200km² Fläche größte Salzsee von Argentinien - die Salinas Grandes - und der stand natürlich auch auf unserer Anguck-Liste.
Zur Salinas Grandes gelangt man über die s.g. Cuesta de Lipan - eine wunderbare Panoramastraße, die über einen 4180m hohen Pass führt.
War eine tolle Fahrt und unser neuer Mietwagen macht sich wirklich gut.
Der Salzsee wird industriell zur Salzgewinnung genutzt und von daher ist nur ein ganz kleiner Teil für die zahlreichen Touristen zugänglich, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, alberne Fotos zu machen 😉
Das haben wir natürlich auch gemacht und uns aber auch etwas mehr Zeit gelassen, um die ungewöhnliche Landschaft zu genießen.
Gestern haben wir die Pucará von Tilcara und den botanischen Garten besucht. Die Pucará ist eine große präkolumbische Siedlung auf einem etwa 70 m hohen Hügel am Río Grande. Die ältesten Siedlungsspuren reichen ins 13. Jahrhundert zurück; unter den Inka wurde der Ort im 14. Jahrhundert stark erweitert. Heute sind rund 600 rekonstruierte bzw. erhaltene Anlagen zu sehen. Die Pucara ist zwar wohl nicht ganz originalgetreu rekonstruiert aber das tut der Sache keinerlei Abbruch und ohne die Hinweise hätten wir das ja auch gar nicht gemerkt 😉
Nachmittags hatten wir dann sogar lieben Besuch. Gertraud&Birgit haben ihren Bremach wieder flott bekommen und auf dem Weg nach Bolivien einen Stop bei uns eingelegt. War ein sehr lustiger Nachmittag mit den Beiden und als Highlight gab's eine schöne Wanderung zur Garganta del Diablo ...und eine mindestens genauso aufregende Rückfahrt über üble Schotterpisten incl. Sackgassen.
..ansonsten gab's noch bissl rumbummeln in Tilcara und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen 😉Read more
Bunte Berge bei Humahuaca
September 24 in Argentina ⋅ ☀️ 15 °C
Die Region Humahuaca in Jujuy gilt als eine der schönsten Landschaften von Argentinien und für uns war es ein weiteres Hauptziel. In weiten Teilen liegt das Land auf über 3000m Höhe und ist geprägt von gewaltigen, bunt gefärbten Bergketten bis auf knapp 6000m. In den grünen Tälern wird Landwirtschaft und Weinanbau betrieben und in den Ortschaften dominieren die typischen Lehmziegel-Bauten.
Wir waren für ein paar Tage im Ort Humahuaca und haben dort in einem einfachen Hostal gewohnt. Das sind eher traditionelle Unterkünfte ohne Schnickschnack, dafür mit Charme und Authentizität.
Humahuaca deshalb, weil es von dort nur ca. 25km Schotterpiste bis zum Aussichtspunkt auf die Berge der 14 Farben sind. Der Aussichtspunkt auf diese einzigartige Bergkette liegt auf 4350m und selbst bei einem kleinen Spaziergang sind wir dort oben schon kräftig außer Puste gekommen. Aber es hat sich sowas von gelohnt 💪
Wir haben den Ausflug trotz dem abklingenden Erkältungs-Dings gut überstanden nur unser zweiter Mietwagen hat wieder ein Weh-Wehchen. Die stinknormalen Straßenreifen leiden ja auf diesen Schotterpisten unglaublich und so kam ich nun auch in den Genuß des Besuchs einer örtlichen Gomeria. Da wird nicht groß rumgelabert. Wagenheber drunter, Rad ab, Loch im Wasserbad gefunden und markiert, Reifen runter, Flicken innen drauf, Reifen wieder drauf, Rad dran, Radschrauben mit Schlagschrauber bis zur Schmerzgrenze angeknallt und fertig. Wuchtmaschine und Drehmomentschlüssel braucht hier keiner wirklich. Das hält auch so und nach 15min und umgerechnet 6€ war die Angelegenheit erledigt. So einfach geht's und der Silberpfeil fuhr wieder...
Als große Neuigkeit gibt es den Versand des Steuergeräts mit DHL-Express zu vermelden!
Nach einigen haarsträubenden Hin- und Hers hier vor Ort mit "Geht_so und Geht_so_gar_nicht" und "an diese oder jene Adresse" haben es unsere Helden Klaus und vor allem Erik geregelt gekriegt.
Vielen lieben Dank Euch Beiden nochmals und ausdrücklich! 👍👍👍
Nun ruhen alle Hoffnungen auf DHL und wir rechnen noch mit ca. 2 Wochen bis Blaubär wieder fit ist.
Zum Thema Pakete... Was für uns selbstverständlich ist - nämlich einfach und unbegrenzt internationale Pakete zu empfangen - das ist in Argentinien scharf reglementiert und auf max. 5 Sendungen pro Jahr und Person beschränkt.
Ja und was es sonst noch so gab - gibt's wie immer in den Bildern zu sehen 😊Read more
Mein kleiner grüner Kaktus...
September 20 in Argentina ⋅ ☁️ 23 °C
...den nennt man hier Cardon 🎶
Wobei man über das "klein" nochmal reden müsste...
Bevor es ein paar Bemerkungen zu den letzten Tagen gibt - habt erstmal vielen lieben Dank für die guten Wünsche zur Genesung und eure Kommentare 🙏
Wir bemühen uns natürlich stets, den (steigenden) Anforderungen gerecht zu werden 😎
Nachdem wir uns am Mittwoch in Salta von Blaubär verabschiedet haben, sind wir schnurstracks zu Hertz gedackelt (bzw. ge-Uber-t), haben dort einen schnittigen Silberpfeil namens Fiat Cronos gemietet und uns auf den Weg nach Cachi gemacht.
Dieses weithin bekannte Ziel auf ca. 2500m Höhe hatten wir schon letztes Jahr auf dem Schirm und die rund 180km Anreise haben sich zweifellos gelohnt.
Wir wurden bei strahlendem Sonnenschein mit unzähligen Kakteen, roten Felsen und den weiß bezuckerten Gipfeln der Nevada de Cachi belohnt. Die Strecke nach Cachi führt über einen 3457m hohen Pass und schon nach den ersten Kilometern kam dann auch das erste Mal auf dieser Reise das ersehnte Unterwegs-Gefühl auf.
Blaubär wird es uns nachsehen...
...und wenn man dann so im goldenen Abendlicht auf der über 15km schnurgerade verlaufenden Recta del Tin Tin auf die nächste Bergkette mit schneebedeckten Sechstausendern zu rollt - dann ist alles gut - und wir haben die 5 Tage sehr genossen.
Es war landschaftlich einfach nur schön und auch die Quartiere haben unsere Erwartungen sogar deutlich übertroffen.
Gesundheitlich war die zeitlich entspannte angelegte Aktion dergestalt hilfreich, dass ich am Donnerstag mit diesem Erkältungs-/Grippe-Ding lang gelegen habe und jetzt wieder nahezu fit bin. Dummerweise hat es am Sonntag nun Manu gestreckt 😕
Wir arbeiten an dem Problem, jedenfalls kamen die Ruhe und ein bisschen mehr Komfort uns gut zupass.
Damit es uns nun nicht zu langweilig wird hat sich auf der heutigen Rückreise nach Salta (auf der schon besagten Recta del Tin Tin) ein von rechts heranschießender, mittelgroßer Greifvogel unseren dahin brausenden Silberpfeil als Fahrstuhl in die ewigen Jagdgründe ausgesucht. Rumms und Scherbel und schon war das Plastegitter vor dem Kühler im Eimer und El Greifvogel fuhr dann auch bis zur Rückgabe bei Hertz in seiner eher misslichen Lage mit. Inwieweit er oder seine Familie sich nun an der uns seitens Hertz auferlegten Zahlung von 250€ beteiligen wird ist noch nicht abschließend geklärt 😉
Irgendwas ist ja immer...
Aktuell sind wir mit dem nächsten Hertz-Silberpfeil in San Salvador de Jujuy angekommen und wollen die nächsten Tagen die bunten Felsen und ggf. die Salinas Grandes besuchen. Insofern die Rüsselpest es uns erlaubt...Read more

Traveler
Wunderschöne Bilder ☺️ hallöchen die Landschaft ist so beeindruckend genießt den Anblick 😊 und 🌞 und auch Sch.nee der blanke Wahnsinn 👍🍀seid lieb gegrüßt
Villa San Lorenzo und Salta
September 12 in Argentina ⋅ ☁️ 8 °C
Irgendwie sind schon wieder 10 Tage rum, die wir weiterhin in Villa San Lorenzo und Salta zugebracht haben 🙄
Blaubär ist weiterhin krank. Und ich mittlerweile auch.
Blaubär hat Steuergerät und ich eine saftige Erkältung. Letzteres hat etwas mit dem teils nochmal sowas von nasskalten Sauwetter und unpassender Kleidung meinerseits zu tun. Manu war da (natürlich) viel schlauer 😉
In der Zusammenfassung gab es als Highlights eine kalte aber schöne Wanderung mit unseren neuen Stellplatz-Freundinnen Birgit&Gertraud in der Quebrada de San Lorenzo (Quebrada=Schlucht) und den Besuch des
Fiesta del Milagro (Fest des Wunders) in Salta.
Das ist eines der bedeutendsten religiösen Feste Argentiniens und findet jedes Jahr im September statt. Mittelpunkt ist die Verehrung des Señor y la Virgen del Milagro, mit Prozessionen durch die Stadt und zehntausenden Gläubigen. Der Höhepunkt ist die große Prozession am 15. September, bei der die Figuren von Jungfrau und Jesus durch die Stadt getragen werden. Im Vorfeld pilgern Zug-Tausende Peregrinos (Pilger) aus allen möglichen Landesteilen nach Salta.
Der Ursprung der Fiesta del Milagro liegt im Jahr 1692: Am 13. September erschütterten schwere Erdbeben Salta und die nahegelegene Stadt Esteco. In der Kathedrale fand man die zuvor wenig beachtete Marienstatue – später Virgen del Milagro genannt – am Boden vor dem Christusbild, offenbar unbeschädigt; daraufhin wurden der Señor del Milagro und die Jungfrau in einer Bußprozession durch die Stadt getragen. Als die Erdstöße am 15./16. September aufhörten, sahen die Gläubigen darin ein Wunder und gelobten dem Herrn und der Jungfrau ihre Treue – daraus entwickelte sich die jährliche Fiesta del Milagro, die über mehrere Tage gefeiert wird.
Desweiteren gab es natürlich weitere Bemühungen um Blaubär, die schlußendlich darin gipfelten, dass das suspekte Steuergerät nach Tucuman zur Reparatur geschickt wurde, mit etwas Glück Ende nächster Woche zurück kommt und alsbald der Genesungsprozess von El Blaubär in Gang kommt...Read more
Zäher Start in Salta...
September 6 in Argentina ⋅ ☁️ 6 °C
Nun sind wir seit 5 Tagen in Salta, 3 davon schon unfreiwillig und ein Ende ist noch nicht abzusehen...
Aber erstmal der Reihe nach. Nach dem 2 1/2 Stunden Flug von Buenos Aires empfing uns Salta mit Nieselregen und äußerst "erfrischenden" 3 Grad. Immerhin Plus...
Zum Glück funktionierte die Werksstandsheizung und so war die erste Nacht im Blaubär auch erträglich. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß 😊
Am nächsten Tag habe ich dann gleich die zweite (in D reparierte und mitgeschleppte) Standheizung eingebaut und erfreulicherweise funktioniert diese nun sehr elegant.
Die Wiederinbetriebnahme der Trinkwasseranlage hat dann auch etwas länger gedauert, da einige Leitungen stark verschimmelt waren.
Aber auch da hatte ich Ersatz mitgeschleppt und nun haben wir wieder sauberes Trinkwasser.
Als kleines Schmankerl hatte sich der Solarladeregler irgendwie verkaspert und wollte nicht mehr mit mir reden. Die Software-mäßige Rücksetzung aller Module incl. Stromlos machen usw. hat gedauert aber nun sind die lieben Kleinen alle wieder brav und laden unsere Batterie mit der argentinischen Sonne.
Wetter ist auch gut, nur am Wochenende scheint es nochmal kühler zu werden.
So und nun zum El problema principal...
Das Turboproblem von April ist immer noch nicht gelöst. Es hat nix geholfen, säckeweise Ersatzteile im Ladedruckbereich mitzuschleppen und stundenlang zu Schrauben.
Selbst mit der tatkräftigen Remote-Unterstützung von Jörg mit original Mercedes-Unterlagen sind wir noch nicht zur Lösung gekommen.
Danke Jörg!
Der Turbo läuft einfach nicht richtig und so wird jede Steigung zum Problem. In dem Zustand brauchen wir bei den geplanten Zielen im Bereich von 3000 bis 5000 Höhenmetern gar nicht erst losfahren.
Gerade hocke ich mal wieder bei Mercedes beim mittelmäßigen Automatenkaffee und hoffe, hier findet sich nun eine Lösung.
Das ganze Theater drückt natürlich auf die Stimmung. Aber wir haben auch nette Kontakte auf dem Camping und auch schöne Erlebnisse in Salta gehabt - siehe Fotos...
Anni fühlt sich jedenfalls in ihrer neuen Heimat auf Zeit offensichtlich sehr wohl, ist gut beschäftigt mit ihrem Pferde-Praktikum und hat auch schon neue Freunde gefunden. Alles schick 😊
So. Und nun folgt der nächste Automatenkaffee und Daumendrücken...
Update:
Laut Diagnose Mercedes hat das Motor-Steuergerät einen an der Klatsche. Jetzt wird's mal richtig spannend. Das braucht Niemand...Read more
Buenos Aires, die 2.
September 5 in Argentina ⋅ ☀️ 10 °C
Sooo...hier nun der zweite und vorerst letzte Teil aus Buenos Aires. Wir fliegen ja kurz vor Weihnachten von hier aus zurück nach D - aber daran denken wir jetzt mal noch nicht 😁
Dann ist es sicher auch schön warm hier - gestern war es mit sehr windigen 12 Grad dann doch eher kalt... und die 4 Grad heute früh verdrängen wir mal ganz schnell wieder...
Dass die Welt ein Dorf ist - hat sich am Freitag Abend mal wieder gezeigt. Stephan (alias Hamster) und Edelgart, die ich schon seit mehr als 20 Jahren von den Gespanntreffen am Iselsbergerhof kenne, sind auch gerade in Argentinien eingetroffen und warten nun auf ihr Auto zum Zwecke einer 6-monatigen Rundreise. Bei Steak und Wein gab's eine Menge zu erzählen 😊
Den viel Uber-Taxen und unseren Füßen sei Dank haben wir gestern dann noch ein weiteres Stück der Stadt in den Barrios Retiro und Palermo gesehen. Man kann zwar auch schnell und günstig mit der U-Bahn vorankommen, wir haben uns aber für die überirdische Variante mit mehr Möglichkeiten zum Rumgucken entschieden. Dazu kommt ein gewisser Erlebnisfaktor mit den verschiedenen Fahrzeugen, ihrem Zustand 😜 und den Fahrern 😎
Ja und wie ist das denn nun so in Buenos Aires?
Was wir nach den 3 Tagen sagen können ist, dass es uns allen gut gefallen hat. Die Stadt hat viele, abwechslungsreiche Gesichter und ist (zumindest) in den von uns besuchten Vierteln sehr grün mit vielen Parks und schönen Alleen. Viele historische Bauten wechseln sich in den Häuserzeilen mit eher sachlicher Architektur im Stil des kleinen Großblock-Baumeisters (falls das noch jemand kennt) ab. Dazu ist die Mischung aus monumentalen Bauten und gläsernen Wolkenkratzern auf jeden Fall sehenswert. Ansonsten ist eben eine südamerikanische Großstadt mit jeder Menge Cafés, Restaurants, Kiosken, Verkehr, Museen, ...
Trotz des ständigen Gewusels geht es mit einer gewissen Gelassenheit durch den Tag und wir sind mal wieder nur freundlichen Leuten begegnet.
Was uns dann doch etwas unangenehm aufgestoßen ist, ist die zunehmende Abzocke der Touristen - nunmehr nicht nur bei Eintrittspreisen sondern auch in den Restaurants. Touristen zahlen mittlerweile bei den Attraktionen durchaus den 3- bis 5-fachen Preis wie Einheimische und selbst im Café werden mitunter 30% Aufschlag verlangt. So schlug dann z.B. der Besuch des Cementerio de Recoleta mit 17€ pro Nase zu Buche, den japanischen Garten haben wir aufgrund der aufgerufenen 39€ für uns drei Hanseln nur durch den Zaun beäugt. Dann eben nicht...
Gestern Abend waren wir im Barrio Chino, was ein weiterer bunter Kontrast in dieser Stadt ist und für uns ein schöner Abschluss mit lecker japanischem Essen.
Und nun geht's ab nach Salta.
Wir freuen uns auf Paulina und Frank und natürlich unseren Blaubär 😊Read more
Zurück in Argentinien - Otro mundo en Buenos Aires
September 3 in Argentina ⋅ ☀️ 18 °C
Perla&Hector hatten es uns im April in Londres mit auf den Weg gegeben - Buenos Aires ist eine andere Welt als der "Rest" von Argentinien. Es otro mundo...
Aktuell leben in der argentinischen Hauptstadt reichlich 3 Mio Menschen und wenn man das Einzugsgebiet rund um die Metropole dazu nimmt, sind es ungefähr 15 Mio Menschen ...und damit ca. ein Drittel der gesamten Bevölkerung von Argentinien - auf weniger als einem Zehntel der Landesfläche.
Hier sitzt die Regierung und die großen Firmen, hier ist das Geld und das Einkommens- und Lebensniveau ist insgesamt ca. 5x so hoch wie im restlichen Argentinien. Es ist aber keineswegs eine heile Welt. Das soziale Gefälle ist sehr groß. Armut, Kriminalität und Drogen gehören genauso zu Buenos Aires und einige Barrios sollte man deshalb auch sehr großzügig umgehen.
Nach einem durchaus angenehmen Lufthansa-Flug verbringen wir nun 3 Tage hier und bemühen uns, irgendwie einen Eindruck von der Metropole am Rio de la Plata zu bekommen und ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Das man in der kurzen Zeit nur einen Mini-Bruchteil dieser riesigen Stadt erleben kann erschließt sich ja irgendwie von selbst...
Wir wohnen in einem schicken Apartemento im Stadtteil Recoleta und von dort aus haben wir einen guten Ausgangspunkt für unsere Touren.
Erfreulicherweise trägt die tägliche Spanisch - Paukerei mit Duolingo erste Früchte. Meist zaubern meine Spanisch-Konversationen ein belustigtes Lächeln bei den Gesprächspartnern hervor aber im Großen und Ganzen reicht es mittlerweile für die üblichen touristischen Belange aus.
Insgesamt kommen wir deutlich entspannter zurecht als beim letzten Mal. Es ist schon hilfreich, wenn man so ungefähr weiß, wie der Hase läuft 😉
Obwohl es hier ja gerade mal Frühling wird haben wir Buenos Aires als lebendige Stadt mit vielen freundlichen Leuten erlebt. Zumindest in den besseren Vierteln ist es auch deutlich sauberer und gepflegter als in Montevideo. Und preislich ist es auch etwas günstiger, was beileibe aber nicht mit billig zu verwechseln ist.
La Boca - das alte Viertel der Hafenarbeiter und die Wiege des argentinischen Tangos wirkt erst einmal wie eine Kulisse und das ist es schlußendlich zum Teil auch. Der Bereich im Caminito ist eine Mischung aus historischen Bauten und künstlerischen Inszenierungen des berühmten Sohnes von La Boca - Benito Quinquela Martin. Das tut der Sache aber keinerlei Abbruch - man geht da einfach rein und genießt die locker-schräge Atmosphäre 😜
..der Fußprint sollte zwar noch gar nicht raus aber nun ist das auch egal...passt scho 😜Read more
Ich glaub' - es geht schon wieder los...
August 24 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C
Es ist soweit. Die Zeit hier in D ist nur so davon gerannt und am 2.9. - das ist sozusagen Übermorgen - geht's wieder ab ✈️
Wir fliegen erstmal für 3 Tage nach Buenos Aires und dann weiter nach Salta, wo unser Blaubär schon sehnsüchtig auf uns wartet.
Im Gepäck haben wir ca. 23kg Ersatz- und Wartungsteile zur Steigerung von Blaubärs (und damit auch unseren) Wohlbefindens und so ganz "nebenbei" sind wir zu Dritt unterwegs.
Zumindest die erste Woche. Es hat sich ergeben, dass Anni bei Paulina und Frank in Salta ein Praktikum rund ums argentinische Pferdeleben machen wird und so für 3 1/2 Monate dort leben wird 💪 Wir sind alle gespannt 😊
Unsere Reisepläne für diese Runde sind zwar relativ weit gediehen aber können sich aufgrund der aktuellen klimatischen und politischen Randbedingungen genauso schnell wieder ändern.
Geplant ist jedenfalls der Norden von Argentinien mit seinen roten Felslandschaften, die Überquerung der Anden am Paso de Jama hin zur Atacama-Wüste und danach soll es über die Lagunenroute nach Bolivien gehen. Dort locken u.a. der größte Salzsee der Welt - der Salar de Uyuni - und ein klitzekleines Stück (für Südamerikanische Verhältnisse) weiter nördlich der Titicacasee. Von da dann nach Brasilien ins Pantanal (Jaguare gucken und so) und auf dem Rückweg nach Montevideo wollen wir noch die Iguazu-Wasserfälle besuchen.
Zurück nach D geht's dann kurz vor Weihnachten. 2026 😉
Ob und wie und wann sich unser Blaubär einschifft werden wir noch sehen.
So der Plan...
...und nun...Schaumerma 😜Read more

Die BiegerliesIs ja ein klitzekleines Programm mit viiiiel Spielraum 😅, gute Reise🤘

TravelerSchön, daß es wieder losgeht! Ich freu mich schon riesig auf eure Berichte!

TravelerWir wünschen euch einen guten Flug, eine tolle, interessante Reise und wir sind gespannt auf eure Berichte. LG Irene und Peter
Ferdsch - Mir sinn wiedor dorheeme 😊
Apr 13–16 in Brazil ⋅ ☁️ 17 °C
Das isser nu - der letzte Fußprint für diese Runde 🙄
Am Montag früh, 4:30 Uhr, hat der Wecker zum Aufbruch gepiepst, pünktlich halb 6 rollte das Taxi vor und von Salta ging es über Buenos Aires zum Zwischenstop nach Montevideo.
Aufgrund unserer leidlichen Erfahrung auf der Hinreise mit Verspätung und Zwangspause in Madrid usw. und natürlich auch, um die Reise etwas zu entspannen, hatten wir insgesamt mehr Umsteigezeit und noch eine Nacht in Montevideo eingeschoben.
Das war eine richtig gute Idee und hat bis Frankfurt am Main auch tadellos funktioniert.
Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt.
Streik bei der Lufthansa!
Tadaaa und Trööt 🥳
D.h. wieder Zwangspause, nur diesmal in Frankfurt und auf Kosten der Lufthansa natürlich.
Irgendwie hat die Reise so aufgehört wie sie angefangen hat.
Der letzte Flug von Frankfurt nach Berlin am Mittwoch Abend war annulliert und wir wurden auf einen Ersatzflug für Freitag früh umgebucht.
Also sind wir brav zum Lufthansa-Service gedackelt um das Was und Wie mit Hotel und Bla zu klären und dabei wurde uns dann von den Lufthansa-Mitarbeitern gleich und dringend ans Herz gelegt - doch lieber auf die Bahn auszuweichen. Haben wir auch gemacht und sind dann nun heute gegen Abend mit dem ICE in Dresden angekommen und von Anni abgeholt worden.
Der Ersatzflug wurde übrigens mittlerweile auch annulliert...
So. Nun sind wir also wieder da und eine der großen Fragen ist - Wie war's?
Ganz schwere Frage...und für ein umfassendes Resümee ist die Zeit noch gar nicht reif.
Es braucht Zeit, um die Menge der Erlebnisse zu verarbeiten und tlw. auch zu verstehen.
Es war auf jeden Fall
- aufregend und ermüdend,
- entspannt und anstrengend,
- überwältigend schön und erschreckend,
- lehrreich,
- berauschend und frustrierend.
Es war von Allem etwas dabei und in Summe ein wunderbares, schönes, tiefes und bleibendes Erlebnis für uns.
Wir sind sehr dankbar, dass wir es so erleben durften und konnten.
Und wir sind sehr dankbar für all die Unterstützung von unserer Familie und unseren Freunden zuhause. Beim Haus aufpassen, Briefkasten leeren, Post sortieren, Pflanzen gießen, Bäume schneiden usw. usf.
Danke Danke Danke 🙏
Danke auch euch Allen für euer Interesse an unserer Geschichte, das Mitfiebern, die Kommentare und Fragen 🙏
Noch ein bissl Statistik:
Wir waren 140 Tage unterwegs und haben in dieser Zeit knapp 40000km zurück gelegt. Davon ca. 13000km mit unserem Blaubär, ca. 1000km mit dem Mietwagen in Uruguay und den Rest mit Flugzeug und der Deutschen Bahn.
Und in 140 Tagen geht's wieder los.
Wir freuen uns drauf und ihr hoffentlich auch.
Hasta Luego 👋Read more

TravelerEine tolle Beschreibung hätte ich nicht besser formulieren können genau ist es bei uns auch. Himmel und Hölle so eng beieinander. Wir sind noch 2,5 Monate hier. Wissen noch nicht ob wir uns auf den Abschied freuen oder es bedauern werden. Aber heute war ein toller Tag. Das heißt heute Abend mit Kante und so. Wir sind sehr froh euch kennengelernt zu haben. Es ist eine echte Bereicherung. Liebe Grüße von Irene und Peter. Hasta pronto.
El gran final
Apr 3–13 in Argentina ⋅ ☀️ 28 °C
Nun ist es also soweit...
Blaubär steht rund 1700km weit weg von uns in seinem idyllischen Ferienlager bei Salta und wir sind mittlerweile zum Zwischenstop in Montevideo eingeflogen.
Da schwingt durchaus Wehmut mit aber wir freuen uns auch auf Zuhause, Familie und Freunde 😊
Und solange ist es ja bis zum Wiedersehen mit Blaubär nun auch wieder nicht...
Die letzten Tage sind für uns wie im Flug vorbei gezogen. Ostern war ja zwischendrin auch irgendwie und seit dem letzten Fußprint ist schon wieder soviel passiert...
Viel zu viel um das alles hier aufzuschreiben aber wie immer gibt's einen Eindruck zum Reinschnuppern...
Von Villa Union nach Salta sind es ca. 850km - immer schön auf der Ruta 40 nach Norden. Klingt erstmal nach wenig Abwechslung - ist aber genau das Gegenteil, da diese Strecke zu den schönsten Abschnitten der legendären Ruta 40 zählt.
So steht's zumindest im Reiseführer.
Und genauso ist es auch.
Wir haben (mal wieder) grandiose und grandiösere Bergwelten gesehen, sehr herzliche Begegnungen erlebt, standen nach Regen in den Bergen vor einer weggespülten Straße, sind durch Inka-Siedlungen gegangen, haben Geschichten über mystische Orte gehört, haben am Blaubär geschraubt, waren lecker Essen, haben das Museo de Arqueología de Alta Montaña in Salta mit den berühmten Kinder-Mumien besucht, haben Blaubär geschrubbt und auf die Standzeit im Ferienlager vorbereitet, waren lecker Essen ( ja - nicht nur einmal), und und und...
Was man eben so macht...Read more

TravelerAch Mensch Ihr zwei... badet die Wehmut und tanzt die Freude... oder andersherum.. die Bilder malen eine zauberhafte Zeit... dicken Drücker

TravelerDie Landschaft, Natur und Kultur scheint so klar und eindeutig. Es scheint alles so leicht, wenn auch gewaltig. Ich glaube schon, dass so etwas süchtig macht. Aber wir freuen uns auch auf euch wieder in den deutschen Landen. Leichtigkeit habt ihr ja gebunkert und damit wird es auch hier wieder schön…
Talampaya und Villa Unión (zum Zweiten)
Mar 29–Apr 1 in Argentina ⋅ ☀️ 30 °C
Die Felsen im Talampaya Nationalpark bestehen überwiegend aus Sandstein, der Eisen-Minerale enthält. Dieses eingeschlossene Eisen hat im Laufe von Millionen Jahren mit Sauerstoff reagiert und führt zu einer Rot-Färbung des Gesteins. Je nach Lichteinfall erscheint es deshalb blass bis leuchtend Rot.
Man könnte es bei dieser sachlichen Erklärung belassen und vielleicht noch lethargisch erwähnen, dass der Talampaya Nationalpark in der Region La Rioja liegt, eine der größten Sehenswürdigkeiten in Argentinien ist und die Felswände im zentralen Canyon bis ca. 150m hoch sind.
Oder.
Man fährt hin und hinein und bekommt den Mund nicht mehr zu vom Staunen.
Wir haben letztere Variante gewählt.
Um die 16 Uhr - Tour mit den besten Lichtverhältnissen zu bekommen haben wir sogar extra 3 Tage in Villa Union abgewartet. Da waren wir im Januar schonmal und sind auch diesmal wieder zu Candelaria&Emilio auf ihren schnuckeligen Campingplatz gefahren.
Schön war's wieder und mit ein paar kleinen Ausflügen, Lebensmittel-Einkäufen, Abhängen am Pool, Kochen, Wäsche waschen (lassen), Essen gehen, Rest-Routenplanung usw. ging die Zeit auch sehr schnell vorüber und irgendwie haben wir uns in Villa Union schon ein bisschen heimisch gefühlt.
Ja und am Mittwoch war es dann soweit. Nach regnerischer Nacht und ziemlich trübem Vormittag (mit entsprechendem Entsetzen meinerseits) erschien wie erhofft die Sonne pünktlich zum Spektakel der roten Felsen. In einer kleinen Gruppe von 10 Besuchern ging es bei sehr erträglichen 28 Grad mit einem Tourbus rein in den Canyon und wir konnten 2 Stunden lang dieses Naturwunder bestaunen.
Es war einfach nur schön und wir sind sehr glücklich über dieses Erlebnis.
...und als Krönung gab's am Abend noch einen klaren Vollmond zu besichtigen 😊Read more
Einfach immer geradeaus...
Mar 24–29 in Argentina ⋅ ☀️ 22 °C
Nach meiner/unserer naiven Vorstellung hätte dieser Fußprint aufgrund der nun absolvierten Pampa-Durchquerung "Durch das ganz große Nichts" heißen müssen...
Aber wie das mit den Vorstellungen - ohne eine wirkliche Ahnung von den Dingen - so ist... Die Pampa ist keineswegs eine menschenleere Ödfläche. Denkste!
Da gibt es neben Steppe und Buschland überraschend (für uns) viele Bäume, Flüsse, fruchtbares Land und demzufolge intensive Landwirtschaft und natürlich auch das bekannte Pampasgras. Und natürlich auch wieder Straßen, die endlos geradeaus führen. Aber das ist ja normal in Argentinien.
Wir haben es also nun geschafft und sind die 1700 km nach Norden gefahren. Für die manchmal endlos erscheinenden Strecken ohne wirkliche Abwechslung wurden wir mit einigen schönen Erlebnissen belohnt. Das steht dann wie immer in den Bildbeschreibungen.
Ansonsten befassen wir uns nun auch so langsam mit den Vorbereitungen für die Rückreise und gleichzeitig Vorbereitungen für die nächste Runde ab September. Was nehmen wir mit nach Hause? Was bringen wir dann wieder mit? Was ist zu tun um Blaubär auf die Standzeit vorzubereiten? Usw..usf....
Eine ziemlich blöde Überraschung gab es da noch mit dem erst vor 2 Monaten in Mendoza getauschten Rippenriemen. Der ist leider eingerissen und sehr wahrscheinlich hat dieses grandiose Meisterstück Mercedes in Coyhaique beim Wechsel der Lichtmaschine verzapft. Naja. Ist eben so. Haben ja einen Ersatzriemen dabei und dann wird eben in Salta mal wieder getauscht.
Ja und mit den Gedanken um die Rückreise werden auch die Themen in Deutschland wieder präsenter. Ob wir das nun wollen oder nicht...
Wie in D sind die Auswirkungen des Krieges im Iran sind nun auch in Südamerika angekommen. Die Preise für Benzin und Diesel sind nach oben gegangen - in Chile von 0,95€ auf 1,69€, in Argentinien von 1,25€ auf 1,59€. In Chile gab es vor der angekündigten Erhöhung Hamsterkäufe und mancherorts Diesel-Mangel. Auch die Preise für Lebensmittel bewegen sich weiter nach oben.
Warum die Steigerung der Sprit-Preise dennoch so weit unterhalb derer in D liegt...das Thema mache ich jetzt nicht auf...
Stattdessen genießen wir den lauen Sommerabend nach dem heute wieder mit 34 Grad sehr heißen Tag, kochen unsere Nudeln mit Tomatensoße, trinken dazu lecker Rotwein und freuen uns an uns und der Welt 😊Read more

TravelerHast ja bisher alle technischen Herausforderungen gemeistert. Das schaffst du auch noch. Warum ist in D so teuer. Ja das ist eine Geschichte. Eines kann unsere wie auch viele andere Regierung perfekt nämlich beim Bürger bedienen. Der Unterschied machen viele Steuerarten aus wie auch beim Strom, Gas auch Bier usw. Als Politiker sitzt man gern der Realität und ist gut versorgt. Ne SEHR GUT. So musste

Traveler
Ganz links zimlich mittig neben dem Haus oder was das sein mag. Das musste fix gesagt werden. Den großen Rest besuchen wir später. Aber schon mal ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 😇🤗
FindPenguins - Mission erfüllt 💪
Mar 15–23 in Argentina ⋅ 🌙 13 °C
Mittlerweile sind wir ca. 2000 km nach Norden genuckelt und haben heute Vormittag die Atlantik-Küste bei Balnearia El Condor zum letzten Mal auf dieser Reise verlassen.
Erwartungsgemäß hielt sich das reine Fahrerlebnis im dünn besiedelten Süden Patagoniens in Grenzen. Es geht im Wesentlichen geradeaus durch das große Nichts. Das Navi zeigt die nächste Kreuzung auch schonmal erst in 375 km und man fährt da eben so vor sich hin... denkt über Gott und die Welt nach oder zählt Guanakos, Nandus, LKWs und Pickups. Und Guanakos.
Aber rechts neben dem großen Nichts...
Da liegt die wunderschöne patagonische Küstenlandschaft mit ihren endlosen, breiten Stränden und schroffen Steilküsten. Geradezu majestätisch liegt sie da, geformt von der See und peitschenden Winden. Nein - Stürmen.
Es ist ungemein beeindruckend, diese Weite, Stille und Urgewalt zu erleben.
Ebenso wie die vielfältige Tierwelt.
Für Wal-Beobachtungen sind wir zwar ein paar Monate zu spät aber wir haben nun endlich und reichlich Pinguine gefunden (siehe Titel).
Dazu gab's noch ebenso reichlich Seelöwen und als Krönung des Ganzen noch das Spektakel der weltgrößten Papageienkolonie an den bekannten Papageienfelsen bei Balnearia El Condor.
Verwehrt blieb uns die Begegnung mit Pumas, die es in einigen Küstenabschnitten auch reichlich gibt. Aber das ist sehr wahrscheinlich auch sehr viel besser so.
Das Wetter hat insgesamt gepasst und besonders gut hat es uns im Nationalpark Monte Leon gefallen, der wunderschön und zum Glück für uns sehr wenig besucht ist.
Einem Tipp folgend haben wir uns von dem kleinen Städtchen Puerto San Julian überraschen lassen, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben.
In Puerto San Julian findet man u.a. den Nachbau der Victoria - dem einzigen Schiff der Magellan-Expedition, dass 1522 mit Gewürzen beladen von den Moluken zurückkehrte.
Auch als Erlebnis zählen wir die enormen Gezeitenhübe. Zwischen Ebbe und Flut liegen mitunter mehr als 8 (!) Meter Wasserstand.
Man erlebt die Küstenlandschaft so im endlosen Wandel und bei Ebbe kann man weit ins Meer hinauslaufen und die ansonsten vom Wasser verborgene Landschaft genießen.
In Ruhe.
So. Und ab jetzt geht es durch die Pampa schnurstracks nach Norden in Richtung Salta und damit wieder in den Sommer ☀️
Nächster Halt in 1700km...Read more

TravelerKurz vor dem Zubettgehen haben wir noch Euren Footprint mitbekommen. Ist wieder sehr interessant. Also dann weiter gute Fahrt und unsere Betrachtungen zu den Bildern kommen morgen. Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🙋♂️🙋♀️🫠

Traveler
CCR - Creedence Clearwater Revival - das ist Mucke aus den 70er. Ihr seid doch gar nicht so alt 👵. Qué pasó?

TravelerKeine Ahnung. Wir können mit den neumodischen Geräuschen eben wenig anfangen 🙄
Vamos al Norte
March 14 in Argentina ⋅ 🌬 14 °C
Ob wir es nun wollen oder nicht...langsam aber sehr sicher müssen wir uns auf den Rückweg, d.h. nach Norden machen...
Da wir uns auch die Atlantik-Küste Argentiniens ansehen wollen führt unsere Strecke nicht, wie die Meisten fahren, an den Anden entlang - sondern erstmal nach Osten.
Auf dem kürzesten Weg an die Küste würden uns allerdings weitere 120 km Schotterpiste blühen und darauf haben wir sowas von gar keine Lust 😜 ...und nehmen daher lieber einen Umweg von rund 200 km über Rio Gallegos in Kauf.
Nahe dieses, sagen wir mal sehr sachlichen, Städtchens gibt es zudem noch das rostige Wrack der Marjory Glen besichtigen.
Es handelt sich um ein stählernes Segelschiff, dass vor mehr als 100 Jahren mit Kohle beladen vor der Küste in Brand geriet und hier, um die Ladung zu retten, kontrolliert auf Grund gesetzt wurde.
Eine, wie ich finde, interessante Geschichte und gleichzeitig ist dieses Wrack auch unser südlichster Punkt auf dieser Reise. Ab hier geht es nur noch nach Norden.
Unser Endziel ist Salta - im Nordwesten Argentiniens. Dort werden wir unseren Blaubär bei Freunden abstellen und erstmal nach Hause fliegen.
Im September kommen wir dann wieder her und befassen uns mit dem Norden von Argentinien und Chile.
Bis Salta sind es noch so ungefähr 4500 km und auf der Strecke gibt es noch Einiges zu erleben.
Also los... Vamos 💪Read more

TravelerWau,das ist ja eine Strecke,ist da eine Zahl zuviel 😜,egal Heimat in Aussicht,,👋 und alle freuen sich auf euch 👍😊🍀 ganz liebe Grüße

TravelerDa habt ihr ja eurem Blaubär noch ein ganz schönes Arbeitspensum auferlegt! Dann gebt ihm mal eine Streicheleinheit von uns, damit er euch sicher gen Heimat bringt!!! Auch wenn es bei euch gar nicht so schnell sein soll, ihr "Rumtreiber " Aber bis September ist es ja gar nicht mehr lange. Wir freuen uns auf Euch und wünschen euch eine tolle Weiterreise! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🙋♂️🙋♀️
Mein eisiger Traum und Fehler 13
Mar 12–15 in Argentina ⋅ ☁️ 13 °C
Es ist mindestens 20 Jahre her...da hatte mein ehemaliger Chef von seiner Reise nach Südamerika und insbesondere mit großer Begeisterung auch von einem riesigen Gletscher berichtet. Die Fotos damals waren ehrlich gesagt nicht der Brüller aber seine Begeisterung ist irgendwie auf mich übergegangen...
Die Rede ist vom Perito Moreno Gletscher - DEM Gletscher in Südamerika. Wer mehr dazu wissen möchte - guggsdu da: https://de.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gle…
Selbiger Gletscher stand also nun seit Ewigkeiten auf meinem Zettel und so sind wir eben mal vom gleichnamigen Örtchen Perito Moreno noch die 700km dahin nach Süden gerodelt.
Da die Wettervorhersage genau einen einzigen Freitag inmitten einer Regenperiode noch als sonnig angepriesen hatte - sind wir das mal eben am Donnerstag davor abgefahren. Inklusive 73km miserabler Schotterpiste...
Die Fahrt auf der Ruta 40 nach Süden geht im Wesentlichen durch das große Nichts. Und dieses Nichts ist einfach so gewaltig und erhaben über wahrscheinlich alle Sorgen dieser Welt.
Für uns 700km Steppe mit ca. 1000 Guanakos am Straßenrand... Herrlich 😊
Kurz vor dem Gletscher haben wir in einer recht frischen Nacht bei ca. 3 Grad (immerhin Plus) gestanden und waren dann schon am zeitigen Vormittag vor Ort.
Frisch war die Nacht vor allem deshalb, da unsere Standheizung nix mehr tut. Fehler 13...war ihre letzte Meldung, bevor sie in die ewigen Jagdgründe aufstieg. Nach stundenlanger Bastelei und Hin- und Her mit dem Lieferanten steht nun fest, dass der Lüfter defekt ist und sich das Thema Heizen damit erledigt hat. Besonders Manu ist von dieser Entwicklung extrem "begeistert".
Zum Thema warum und wieso... Die Heizung hatte ich vor unserer Abreise extra neu (!) gekauft und damit das 8 Jahre alte Vorgängermodell ersetzt. Im guten Glauben, damit die Zuverlässigkeit erhöht zu haben... Dumm gelaufen und wiedermal zeigt sich, dass das neumodische Gelumpe einfach nix mehr taugt...
So. Genug gebärmelt und zurück zum Gletscher...
Es war für uns mal wieder (ja) spektakulär schön und dieser Eiskoloss ist einfach grandios.
Auf den Bildern kann man die Dimension nicht wirklich darstellen. Die Kalbungsfront des Gletschers ist an der Spitze ca. 60...70m hoch und ca. 2,3km lang. Einfach nur riesig!
Und riesig schön!
Wir waren mehrere Stunden vor Ort und konnten so auch mehrere Kalbungen beobachten. Das ist schon ein ziemliches Spektakel, wenn mit Getöse gigantische Eisblöcke ins türkisblaue Wasser klatschen und in einer riesiger Welle untertauchen. Dem Ganzen geht ein Knacken, Krachen, Donnergrollen wie bei einem kräftigen Gewitter voraus. Wahnsinn!
Die abgebrochenen Eisblöcke treiben dann ganz langsam im riesigen Lago Argentino, der aufgrund des Gletschers in einem herrlichen Türkisblau erstrahlt.
Ein tolles Erlebnis mal wieder und völlig unerwartet haben wir auch unseren Freund Gianfranco wiedergetroffen.
Die Welt ist ein Dorf...und wunderschön...Read more

TravelerWir haben schon sehr gespannt auf diese grandiosen Bilder gewartet und sind begeistert!!! So,ihr Lieben, jetzt geht's bei uns ins Bett und unseren Eindruck zu den Bildern schreiben wir morgen! Dann gute Nacht und ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🤗🙋♂️🙋♀️

TravelerVielleicht 😜 ...aber es sind keine dran. Das lange rote Ding ist der Wagenheber (HiLift).
Mondlandung im Nationalpark Patagonia
Mar 7–10 in Chile ⋅ ☁️ 16 °C
Die Empfehlung für den Besuch des Nationalparks Patagonia hatten wir auf Chiloe von Renate&Ralf bekommen. Im Reiseführer fand Manu dann noch klangvolle Namen und Beschreibungen, wie z.B. "das Valle de Lunar, welches dem gleichnamigen Tal in der Atacama-Wüste an Schönheit nicht nachsteht" und so stand schnell fest, dass wir diesen Nationalpark auch besuchen möchten.
Wobei man dabei erwähnen muss, dass selbiger auf chilenischer Seite ca. 3045 km² groß ist und man damit bei so einer kurzen Stippvisite nur einen Mini-Mini-Bruchteil zu sehen bekommt. Von den weiteren 528km² auf argentinischer Seite mal abgesehen.
Das Wetter war als durchwachsen angemeldet und zunächst hat es auch recht ausdauernd geregnet. Aber wir hatten Glück und konnten unsere Wanderung zum Mond-Tal (Valle de Lunar) am zweiten Tag bei Sonnenschein und ca. 15 Grad genießen. Der Rundweg ging über knapp 7km mit mal wieder spektakulären Ausblicken.
Soviel mehr gibt es da auch nicht zu erzählen. Die Bilder sagen vermutlich mehr. Wie man darauf sieht gibt es dort Landschaft und absolute Ruhe. Sonst nix. Und das ist gut so.Read more
Der General und sein Marmor-Schatz
Mar 3–7 in Chile ⋅ ☁️ 5 °C
Der angekündigte nächtliche Schneefall in Villa Cerro Castillo blieb uns zum Glück erspart aber der Regen kam dann doch wieder 🌧️
Nach einer regnerisch, windigen Nacht konnte wir aber immerhin in einer Regenpause die ca. 3000 Jahre alten Handabdrücke bei Villa Castillo besuchen und haben uns dann auf den Weg zum Lago General Carrera gemacht.
Dort, im zweitgrößten See Südamerikas, gibt es die berühmten Capillas de Marmol (Marmorhöhlen) zu besuchen und wir hatten uns mit Irene&Peter zu diesem Behufe verabredet.
Auf der Fahrt dahin zeigte sich die Carretera Austral von ihrer deftigen Seite. 120 km ausgefahrenen Schotter hielt sie für uns bereit und als Schmankerl gab's dazu ausdauernden Regen mit tief hängenden Wolken... Schei### war nicht selten zu vernehmen, wenn irgendeines oder alle Räder mal wieder krachend in irgendeinem der zahllosen Schlaglöcher eingeschlagen sind.
Die Piste ist wahrlich übel...
Umso mehr ist die Leistung der zahlreichen Radfahrer hervorzuheben. Unglaublich, wie viele, meist junge Leute, sich auf den 1247 km der Carretera Austral abstrampeln.
Wir sind davon ohnehin schon schwer beeindruckt aber bei 5 Grad und strömenden Regen auf dieser Schei###-Strecke mit bärischen Steigungen bleibt uns nur Demut vor soviel Motivation.
Zurück zum Wetter... Wie es eben in Patagonien so ist wechselt das Wetter innerhalb von Minuten in strahlendem Sonnenschein, die dichten Wolken reissen auf und plötzlich sind rundum Berge mit weißen Zipfelmützen zu sehen. Sogleich sieht man dann einen Herrn mittleren Alters mit gezücktem Fotoapparat aus einem Blaubär springen, der umgehend die ganze Gegend knipst (der Herr) und meist noch eine Drohne durch die Gegend scheucht 😜
Obwohl der Fahrbahnzustand einfach nur grauslig ist, war die Fahrt durch die dichten Wälder, entlang an breiten (wirklich breiten) Flüssen ungemein beeindruckend.
Und am Ende des Tages war er dann plötzlich zu sehen...
Er - der Lago General Carrera.
An Schönheit kaum zu übertreffen mit seinem türkis blauen Wasser, umrahmt von schneebedeckten Gipfeln über lieblich - wildromantischen Ufern.
Uns (und vielen Anderen) gehen die Worte zur Beschreibung dieser Landschaft aus. Man probiert es gern mit "spektakulär", "atemberaubend", "traumhaft", "einzigartig"... alles ganz nette Versuche aber es reicht eben nicht aus...
Das Wiedersehen mit Irene&Peter war sehr schön und herzlich. 2 Monate nach unserem Abschied in Montevideo hatten wir ja alle Einiges erlebt und dementsprechend viel zu erzählen 🙂
Die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen hatten wir schnell gebucht. Der Anbieter gibt es ja sehr viele und die Preise sind auch überall gleich.
Am Donnerstag Morgen ging es dann in einem kleinen Boot und bestem Wetter bei spiegelglattem See los.
Meine Erwartungen bzgl. der touristisch bestens erschlossenen Höhlen hielten sich ehrlich gesagt in Grenzen... und wurden bei Weitem übertroffen. Es war mal wieder (ja) spektakulär schön und den Besuch auf jeden Fall wert.
Der Lago General ist auch unser südlichster Punkt in Chile.
So war das zwar nicht gedacht aber die Zeit reicht leider nicht mehr, um noch bis zum Ende der Carretera Austral nach Villa O'Higgins zu fahren - oder es würde in Fahrstress ausarten. Das wollten wir nicht und haben also unsere Route mal wieder geändert.
Neuer Kurs - Argentinien - und wir verlassen die Carretera Austral am Südufer des Lago General und wählen die X-265 nach Osten.
Der Lago hat uns für unsere Entscheidung schon belohnt. Die exponierte Schottersstrecke an seinem Südufer nach Chile Chico ist ein weiteres Leckerli. Sowohl fahrerisch - als auch und natürlich landschaftlich.
Und weil es mal wieder so schön hier ist haben wir uns für die 120km Piste 3 Tage Zeit genommen und sind danach direkt in den Parque National Patagonia gefahren, welcher gleich daneben beginnt.
Kleiner Spoiler...wir haben es nicht bereut 😉Read more
Von Coyhaique nach Villa Cerro Castillo
Feb 27–Mar 2 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C
Es ist Freitag 9 Uhr in Coyhaique und zwei deutsche Touristen stehen pünktlich (wie sie eben so sind) zum vereinbarten Termin bei Mercedes Kaufmann auf der Matte.
Und wie es dann im realen Leben in Südamerika so ist wurde nach etwas Palaver hin, Palaver her - wer denn nun vielleicht über den Vorgang "Lichtmaschine" Bescheid wissen könnte - Blaubär vom Service-Chef persönlich vor die Werkstatt gefahren und nach 1,5 Stunden auch schon flugs seine Motorhaube geöffnet. Nach 2 weiteren Espresso Doble meinerseits begann man dann umgehend mit der Montage und es stellte sich geschwind heraus, dass leider keine Lichtmaschine für den Sprinter bestellt worden war sondern eine für eine C-Klasse. Ich bin vollauf begeistert und wahrlich heilfroh, dass ich vorab extra die Teilenummer für die richtige Sprinter-Lima durchgegeben hatte (Ironie)! Naja...um es kurz zu machen... nach meinen höflich vorgetragenen Bedenken bzgl. der falschen Lima wurde ich ebenso höflich aus der Werkstatt komplimentiert, die Anschlüsse der Lima wurden zum stattlichen Mercedes-Preis umgefrickelt wie es der Dorfschmied nicht hätte besser machen können und es tut wieder. Lima lädt, hat angeblich auch Garantie und wir brauchen unterwegs keine Steckdosen mehr 💪 Haken drunter!
Bei den Kaufmanns haben wir auch Mara&Volker kennengelernt, die ihren Sprinter auch zum "Wellness" vorgestellt hatten. So war die Wartezeit sehr angenehm und kurzweilig mit Reisegeschichten und Tour-Empfehlungen 😊
So. Nun war Blaubär wieder fit aber dafür war das Wetter umgeschlagen. Regen, Regen und dann wieder Regen haben wir in Coyhaique mehr oder weniger ausgesessen. Naja - Coyhaique bedeutet soviel wie Stadt zwischen den Wassern und das war dann auch so. Bissl Schade, da die Gegend traumhaft schön ist und wir leider nur einen Bruchteil davon sehen konnten.
Dafür haben wir ein paar Besorgungen erledigt, wie neue Wanderschuhe für Manu zu kaufen, haben lecker und traditionell gespeist, nette Gespräche mit unserem Zelt-Nachbarn Jeff aus Colorado geführt und irgendwie an unserer Reiseplanung gebastelt. Die Zeit rennt und wir werden auch nicht alle Ziele schaffen. Aber dazu später mehr.
Mit nachlassendem Regen sind wir abgefahren in Richtung Lago General Carrera und die Landschaft unterwegs war mal wieder der Oberhammer.
In der Gegend um Puerto Ingeniero Ibanez beherrscht der mächtige Rio Ibanez das Bild. Rundum türmen sich schneebedeckte Gipfel, dichte Wälder, reissende Flüsse, türkisblaue Seen, enge und steile Schotterstrecken, alles dabei 🏔️
Dazu die unglaublich klare Luft, krasse Wechsel zwischen Wolken, Regen und knalliger Sonne, Wind - mehr Sturm als Wind, gleissendes Licht...
Eben Patagonien 👍
Wie immer gibt's ein paar Eindrücke von der Händie-Knipse. Die Videos von Drohne und GoPro bekomme ich mit der meist mässigen bis nicht vorhandenen Internet-Verbindung leider nicht hochgeladen 🙄Read more
Chaitén und die Lichtmaschine
Feb 21–26 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C
20.02. - Die Sonne scheint, alles gut und wir fahren von Chiloe ab zur Fähre von Pichicolo nach Caleta Gonzalo - gebucht für den 21.02. 9:00Uhr.
Sozusagen als Geburtstagsgeschenk gibt's für mich eine meiner geliebten Fährfahrten und noch dazu auf der Carretera Austral 😊
Besser geht's kaum und auch Blaubär hat eine Überraschung parat - es gibt ein gaaaanz tolles Geschenk - eine leuchtend rote Ladekontroll-Lampe 😜
Ist jetzt nicht wahr...
Leider doch.
Ob die Ursache für den Ausfall nun die Schüttelei auf den Schotterpisten war oder warum auch immer das Teil nach nur 5 Jahren seinen Dienst quittiert hat weiß wohl nur der Fuchs... und am Ende ist das auch völlig Bockwurst...
Da das Fährticket nicht zu ändern geht und auch nicht wirklich billig war entscheiden wir uns für Weiterfahren und Schaumerma. Dass dieses "Schaumerma" eher ein "Das wird ziemlich blöde.." ist - war mir zwar schon klar aber manchmal ist es eben wie es ist...
Also ging's zum Geburtstag auf die Fähre (mit Batterie laden am Maschinenraum) und dann die ersten ziemlich üblen Kilometer auf Schotter nach Chaitén.
Bei Chaitén liegt der riesige Pumalin-Nationalpark, den Northface-Gründer Tompkins erschaffen und finanziert hat.
In der grandiosen Natur zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis - durch dichten Urwald mit Ausblicken auf Gletscher und Vulkane. Super 👍
Zum Thema Lichtmaschinen-Reparatur konnte in Chaitén leider keine der ortsansässigen Werkstätten etwas Zielführendes beitragen. Also haben wir via Torsten
bei Mercedes in Santiago angefragt und er hat dann tatsächlich mit ca. 1000 Telefonaten und E-Mails die Bestellung einer Lichtmaschine in Coyhaique bewerkstelligt. Mal wieder einsame Spitze! Danke 🙂
Unsere Aufgabe war also nur, es die 500km mit kaputter Lichtmaschine bis Coyhaique zu schaffen und das haben wir nun heute vollendet. Tadaaa 💪
Ladegerät und Kabel haben wir ja dabei, dazu passende Steckdosen gibt es in Chile 😉 und zur Unterstützung habe ich noch die Solaranlage auf die Starterbatterie geklemmt. Geht doch 👍
Die Carretera Austral wird auf jeden Fall ihrem Ruf als eine der schönsten Straßen der Welt mehr als gerecht. Die Strecke führt durch überwältigende Natur und einige einzigartige Nationalparks. Schwer zu beschreiben und auch Fotos und Videos fangen die Größe und Schönheit kaum ein. Die Handy-Knipsbilder vermitteln hoffentlich zumindest einen Eindruck...
So. Und nun Feierabend.
Morgen früh traben wir bei Mercedes an und danach ist Blaubär hoffentlich wieder fit und es kann weitergehen auf der Carretera gen Süden...Read more

Traveler
Jaaaa ..., zum Lieblingskittel gehört natürlich auch deine Lieblingsbeschäftigung mit deiner Lieblingshaltung!!! Aber, dass du das unbedingt auch so weit weg von Zuhause machen musst... hoffentlich habt ihr jetzt mal etwas Ruhe an dieser Front! Das wünschen wir euch von Herzen! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden

Traveler... mittlerweile ist das Thema ja erfolgreich behandelt und ich habe dafür eben einen schicken Kittel. Alles gut 😉
Insel Chiloe
Feb 18–20 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C
Einer Schnapsidee folgend haben wir noch einen Kurzbesuch der Insel Chiloe eingeschoben. Das stand nicht im Programm (sofern es da eins gibt...) aber die Aussicht auf Pinguine und doch nochmal Pazifik-Küste waren ausschlaggebend.
Und auch hier kam unverhofft...eben oft. Es waren 2 wunderbare Tage auf der sehr ländlichen Insel. Zwar haben wir nur eine Handvoll Pinguine gesehen aber das war am Ende völlig Wurscht. Dafür gab es eine sehr nette Reise-Begegnung mit Renate&Ralf, Küstenlandschaft aus dem Bilderbuch, Bootsfahrt und lecker Essen&Wein.
Die Abreise fiel uns so ziemlich schwer aber mehr Zeit war nicht, da wir die Fähre auf der Carretera Austral schon gebucht hatten. Zum Abschied von Chiloe sind wir dann wenigstens noch eine Runde über die Insel gegurkt.
Möglicherweise haben die wahrhaft miesen Schotterpisten einen weiteren Tribut gefordert. Jedenfalls haben wir mal wieder eine Aufgabe zu lösen...Read more

Traveler
Wunderschön der Sonnenuntergang 🤗 und dann wird 🫕 natürlich mit einem Wein 🍷🍷 oder ein Bierchen 🍻😊

Traveler
Sieht die Brücke echt vertrauenswürdig aus!?!?!?🫣 Kommt bitte in einem Stück wieder nach Hause!!!

TravelerDie meisten Brücken sehen so aus und die großen Exemplare haben durchaus Traglasten von über 20t. Unten drunter sind große Doppel-T-Träger und obenauf liegen mehrere Lagen Balken. Alles gut 👍

Hätte ich nicht gedacht von dir, Sven, dass du die Manu nach der Brücke in der Wildnis einfach zurück lässt ... [lothar]
Feuerberge II und Alercen
Feb 15–17 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C
Vom Lonquimay ging's weiter südlich entlang einiger Seen und man glaubt es kaum... weiterer Vulkane. Davon gibt es ja hier an jeder Ecke welche 😉
Als Zwischenziel hatten wir uns zunächst das kleine Städtchen Villarica am gleichnamigen Vulkan vorgenommen. Aber aufgrund der dort vorgefundenen Menschenmassen war der Fluchtreflex sehr stark und so sind wir am ruhigen Westufer des Sees Llanquihue gelandet. Viel besser!
Nach einem regnerischen Tag, den wir mit Rumhängen und Vorräte auffüllen verdallert haben waren wir dann im Nationalpark Alerce Andino.
Alercen sind gewaltige Bäume, von denen einige Exemplare im Park über 3000 Jahre alt sind.Read more
Feuerberge und Affenschwänze
Feb 8–15 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C
Es sind mystische, jahrhundertealte Gewächse und gelten bei den Mapuche - den Ureinwohnern Südamerikas - als heilig. Die Rede ist von Araukarien - auch Affenschwanzbaum oder Andentanne genannt. Zuhause zieren sie vereinzelt den einen oder anderen Vorgarten, hier gibt es ganze Wälder davon mit riesigen Exemplaren.
Manu's großer Wunsch war, die Baumriesen zu besuchen und so sind wir erstmal in den Nationalpark Nahuelbuta gefahren, in dem bis zu 2000 Jahre alte Araukarien zu sehen sind. Angetrieben von diesem Wunsch ging's vom Städtchen Angol eine unglaublich steile und miese Schotterpiste hinauf zum Nationalpark - im Hinterkopf ein schöner Stellplatz und die Araukarien.
Mit einbrechender Dunkelheit und nach mittlerweile ca. 3-stündiger, nerviger Sucherei - natürlich im stärker werdenden Regen - und der Feststellung, dass alle Campingplätze geschlossen sind und die schmale Piste eher keine Möglichkeit zum Freistehen bietet war der einzige Wunsch nur noch ein Stellplatz irgendwo.
Für die ganze Geschichte ist hier kein Platz aber am Ende haben wir nahe des Eingangs zum Nationalpark bei Rosa und ihrer Tochter gestanden und übernachtet. Die beiden Frauen leben dort das ganze Jahr auf 1200m Höhe unter einfachsten (!) Bedingungen, die sich viele wahrscheinlich nicht vorstellen können. Dennoch haben sie uns ohne Fragerei herzlich aufgenommen und mit Kaffee und Rührei bewirtet.
Die Nacht war ungemütlich, da der Stellplatz sehr (sehr!) schief war und die Krönung der Geschichte war dann, dass der Park aufgrund von Straßenbauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen ist. Wir hatten uns den ganzen Zinnober sozusagen umsonst an die Backe gebunden.
Die Freude war groß 😞
Nunja - die nächsten Araukarien gibt es in der Gegend um Lonquimay mit dem gleichnamigen Vulkan 🌋
Nach der Pleite von Nahuelbuta hatte ich zwar gerade mal gar keine Lust zum Fahren und so sind wir ziemlich angesäuert die ca. 250km Richtung Südosten abgerodelt...
Aber...
Schon bei der Anfahrt im Örtchen Malalcahuello war alles wieder gut! Der Lonquimay thront über der Landschaft und der idyllische Campingplatz liegt ihm zu Füßen.
Rundum Vulkane, Lava-Felder, Wasserfälle und natürlich Araukarien-Wälder.
Besser geht's kaum 😊
Drei Tage sind wir geblieben und haben die traumhafte Landschaft genossen. Ich denke die Bilder und Videos sprechen für sich...Read more

Traveler
Ja, ihr Lieben, diese altertümlichen Dinger sind zumindest unserer Generation noch wohlbekannt! Aber egal, wie man es betrachtet, ist es einfach nur schön! 🫠

Traveler
Ist faszinierend!!! Erinnert an die Mammutbäume bei San Francisco. Wahnsinn, was die Natur erhält und uns erzählt. Wir müssen nur wieder lernen, auch zuzuhören...🤫
Schwarzer Sand und viele Robben
Feb 6–7 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C
...und es gibt sie doch: Einsame Strände in Mittel-Chile!
Im erholsamen Gegensatz zur hoffnungslos zugepflasterten Küste auf Höhe Santiago finden sich weiter südlich noch Abschnitte mit laaaangen, breeeiten und leeeeren Stränden 😊
Manu hatte aus dem Reiseführer 2 Ziele am Pazifik ausgebuddelt und so sind wir wieder ans Meer gefahren und damit auch der Hitze im Land entflohen. Eine hervorragende Entscheidung, die wir bei 25 Grad, Sonnenschein und blauem Himmel genossen haben.
Ziel 1 waren die Dünen von Putú - ein Dünenfeld von ca. 10km Länge bei dem gleichnamigen Örtchen. Das Gebiet ist touristsch kaum erschlossen und wir mussten sogar Einheimische nach dem Zugang fragen. Zugegebenermaßen sind wir schon auf deutlich höheren Dünen rumgekraucht aber die Formationen aus grau-schwarzem Sand am unberührten Strand waren eine schöne Erfahrung 👍
Ziel 2 waren die Seerobben-Felsen von Loanco. Dieses noch sehr ursprüngliche Fischerdorf ist ebenfalls weniger bekannt und wehrt sich offenbar erfolgreich gegen die Einstufung als Ökopark und Touristen-Hotspot. Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um nicht auch touristisch überrannt zu werden.
Zu den Robben kommt man demzufolge auch nicht wirklich hin. Wer ein eigenes Boot hat, kann es gern versuchen an die 500m vor der Küste liegenden Felsen zu gelangen. Bei der Brandung...viel Glück ... Unterstützung von den einheimischen Fischern wird er nach unserer Erfahrung auch eher nicht finden.
Man kann die drolligen Tiere aber auch ganz gut vom Strand aus beobachten, wenn sie in Gruppen nach Fischen jagen. Und mit einer Drohne kommt man deutlich näher dran - was übrigens auch erlaubt ist.
Als "Beifang" gibt es beim Strandspaziergang noch Pelikan-Kolonien mit riesigen Exemplaren und Angler-Romantik im Abendlicht.
Herrlich 😊Read more

Traveler
Ist Manu so klein oder die Dünen so groß?! Ist schon gigantisch was ihr so erlebt!!! Genießt es in vollen Zügen! Wir wünschen euch eine tolle Weiterreise und danke, dass ihr uns daran teilhaben lasst! Viele liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠
Guter Wein und alte Autos
Feb 5–6 in Chile ⋅ ☀️ 27 °C
Als große Zielrichtung haben wir ja nun den Süden mit der lockenden Carretera Austral ausgerufen...
Nun ist es allerdings so, dass es zum Einen dort unten gerade mit 14 Grad und Regen nicht so anheimelnd ist und zum Anderen finden sich unterwegs immer wieder lohnenswerte Abstecher.
Im Ergebnis mâandern wir also ziemlich kreuz und quer durch die Botanik.
Und so sind wir auch durch das größte und bekannteste Weinanbaugebiet in Mittel-Chile gestolpert und haben dort ein kleines Schätzchen gefunden - das Museo Automobil y Vino Colchagua.
Dort gibt es wie der Name schon verrät, eine ansehliche Sammlung von Autos und auch einigen Motorrädern zu sehen. Zu meiner allgemeinen Freude fanden sich auch ein paar Gespanne darunter und als Krönung sogar eine 650er Ural aus den 90ern. Zwar mit einer Dnepr-Telegabel dekoriert - aber immerhin. Weinmuseum klingt vielleicht bissl langweilig - war es aber keineswegs!
Da beide Museum von einem großen Weingut betrieben werden gab es dort im Eintrittspreis inklusive auch eine zwanglose Weinverkostung der Hausweine. Man schlendert also mit seinem Weinchen durch die Exponate und wenn der Napf leer ist holt man sich den nächsten. Nur als Fahrer ist man bissl der Angeeumelte 😉Read more




















































































































































































































































































































































































































































































TravelerDie Wasserfälle sind soooo cool, umd Blaubär soll sich jetzt endlich mal zusammenreißen. Wir drücken die Daumen 🙏
TravelerTolle Sache. Die Regenmassen sind aber jetzt im Vergleich als wir dort waren extrem. Denke das ist jetzt noch imposanter. Auf der brasilianischen Seite ist das noch extremer. Vielleicht klappt es noch mit dem Blau“Macher“. Schon darüber nachgedacht, den Turbo auszutauschen 🙄
TravelerDarüber nachgedacht - Ja. Mehrfach selbst und beim Turbo-Dienst alle Unterdruck- und Ladedruckleistungen incl. Ladeluftkühler geprüft/prüfen lassen. Alles i.o. und Turbo zieht mit Vacuum-Handpumpe und auch beim Überbrücken des Regelventils sauber an. Können wir ausschließen. Wahrscheinlich 😜 Hoffentlich 😜
TravelerWünsche euch Glück, eines Tages stehst du auf und das Problem ist weg 😎🚐✊
TravelerDanke und Inshallah 🙏