Buenos Aires, die 2.
September 5 in Argentina ⋅ ☀️ 10 °C
Sooo...hier nun der zweite und vorerst letzte Teil aus Buenos Aires. Wir fliegen ja kurz vor Weihnachten von hier aus zurück nach D - aber daran denken wir jetzt mal noch nicht 😁
Dann ist es sicher auch schön warm hier - gestern war es mit sehr windigen 12 Grad dann doch eher kalt... und die 4 Grad heute früh verdrängen wir mal ganz schnell wieder...
Dass die Welt ein Dorf ist - hat sich am Freitag Abend mal wieder gezeigt. Stephan (alias Hamster) und Edelgart, die ich schon seit mehr als 20 Jahren von den Gespanntreffen am Iselsbergerhof kenne, sind auch gerade in Argentinien eingetroffen und warten nun auf ihr Auto zum Zwecke einer 6-monatigen Rundreise. Bei Steak und Wein gab's eine Menge zu erzählen 😊
Den viel Uber-Taxen und unseren Füßen sei Dank haben wir gestern dann noch ein weiteres Stück der Stadt in den Barrios Retiro und Palermo gesehen. Man kann zwar auch schnell und günstig mit der U-Bahn vorankommen, wir haben uns aber für die überirdische Variante mit mehr Möglichkeiten zum Rumgucken entschieden. Dazu kommt ein gewisser Erlebnisfaktor mit den verschiedenen Fahrzeugen, ihrem Zustand 😜 und den Fahrern 😎
Ja und wie ist das denn nun so in Buenos Aires?
Was wir nach den 3 Tagen sagen können ist, dass es uns allen gut gefallen hat. Die Stadt hat viele, abwechslungsreiche Gesichter und ist (zumindest) in den von uns besuchten Vierteln sehr grün mit vielen Parks und schönen Alleen. Viele historische Bauten wechseln sich in den Häuserzeilen mit eher sachlicher Architektur im Stil des kleinen Großblock-Baumeisters (falls das noch jemand kennt) ab. Dazu ist die Mischung aus monumentalen Bauten und gläsernen Wolkenkratzern auf jeden Fall sehenswert. Ansonsten ist eben eine südamerikanische Großstadt mit jeder Menge Cafés, Restaurants, Kiosken, Verkehr, Museen, ...
Trotz des ständigen Gewusels geht es mit einer gewissen Gelassenheit durch den Tag und wir sind mal wieder nur freundlichen Leuten begegnet.
Was uns dann doch etwas unangenehm aufgestoßen ist, ist die zunehmende Abzocke der Touristen - nunmehr nicht nur bei Eintrittspreisen sondern auch in den Restaurants. Touristen zahlen mittlerweile bei den Attraktionen durchaus den 3- bis 5-fachen Preis wie Einheimische und selbst im Café werden mitunter 30% Aufschlag verlangt. So schlug dann z.B. der Besuch des Cementerio de Recoleta mit 17€ pro Nase zu Buche, den japanischen Garten haben wir aufgrund der aufgerufenen 39€ für uns drei Hanseln nur durch den Zaun beäugt. Dann eben nicht...
Gestern Abend waren wir im Barrio Chino, was ein weiterer bunter Kontrast in dieser Stadt ist und für uns ein schöner Abschluss mit lecker japanischem Essen.
Und nun geht's ab nach Salta.
Wir freuen uns auf Paulina und Frank und natürlich unseren Blaubär 😊Read more
Zurück in Argentinien - Otro mundo en Buenos Aires
September 3 in Argentina ⋅ ☀️ 18 °C
Perla&Hector hatten es uns im April in Londres mit auf den Weg gegeben - Buenos Aires ist eine andere Welt als der "Rest" von Argentinien. Es otro mundo...
Aktuell leben in der argentinischen Hauptstadt reichlich 3 Mio Menschen und wenn man das Einzugsgebiet rund um die Metropole dazu nimmt, sind es ungefähr 15 Mio Menschen ...und damit ca. ein Drittel der gesamten Bevölkerung von Argentinien - auf weniger als einem Zehntel der Landesfläche.
Hier sitzt die Regierung und die großen Firmen, hier ist das Geld und das Einkommens- und Lebensniveau ist insgesamt ca. 5x so hoch wie im restlichen Argentinien. Es ist aber keineswegs eine heile Welt. Das soziale Gefälle ist sehr groß. Armut, Kriminalität und Drogen gehören genauso zu Buenos Aires und einige Barrios sollte man deshalb auch sehr großzügig umgehen.
Nach einem durchaus angenehmen Lufthansa-Flug verbringen wir nun 3 Tage hier und bemühen uns, irgendwie einen Eindruck von der Metropole am Rio de la Plata zu bekommen und ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Das man in der kurzen Zeit nur einen Mini-Bruchteil dieser riesigen Stadt erleben kann erschließt sich ja irgendwie von selbst...
Wir wohnen in einem schicken Apartemento im Stadtteil Recoleta und von dort aus haben wir einen guten Ausgangspunkt für unsere Touren.
Erfreulicherweise trägt die tägliche Spanisch - Paukerei mit Duolingo erste Früchte. Meist zaubern meine Spanisch-Konversationen ein belustigtes Lächeln bei den Gesprächspartnern hervor aber im Großen und Ganzen reicht es mittlerweile für die üblichen touristischen Belange aus.
Insgesamt kommen wir deutlich entspannter zurecht als beim letzten Mal. Es ist schon hilfreich, wenn man so ungefähr weiß, wie der Hase läuft 😉
Obwohl es hier ja gerade mal Frühling wird haben wir Buenos Aires als lebendige Stadt mit vielen freundlichen Leuten erlebt. Zumindest in den besseren Vierteln ist es auch deutlich sauberer und gepflegter als in Montevideo. Und preislich ist es auch etwas günstiger, was beileibe aber nicht mit billig zu verwechseln ist.
La Boca - das alte Viertel der Hafenarbeiter und die Wiege des argentinischen Tangos wirkt erst einmal wie eine Kulisse und das ist es schlußendlich zum Teil auch. Der Bereich im Caminito ist eine Mischung aus historischen Bauten und künstlerischen Inszenierungen des berühmten Sohnes von La Boca - Benito Quinquela Martin. Das tut der Sache aber keinerlei Abbruch - man geht da einfach rein und genießt die locker-schräge Atmosphäre 😜
..der Fußprint sollte zwar noch gar nicht raus aber nun ist das auch egal...passt scho 😜Read more
Ich glaub' - es geht schon wieder los...
August 24 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C
Es ist soweit. Die Zeit hier in D ist nur so davon gerannt und am 2.9. - das ist sozusagen Übermorgen - geht's wieder ab ✈️
Wir fliegen erstmal für 3 Tage nach Buenos Aires und dann weiter nach Salta, wo unser Blaubär schon sehnsüchtig auf uns wartet.
Im Gepäck haben wir ca. 23kg Ersatz- und Wartungsteile zur Steigerung von Blaubärs (und damit auch unseren) Wohlbefindens und so ganz "nebenbei" sind wir zu Dritt unterwegs.
Zumindest die erste Woche. Es hat sich ergeben, dass Anni bei Paulina und Frank in Salta ein Praktikum rund ums argentinische Pferdeleben machen wird und so für 3 1/2 Monate dort leben wird 💪 Wir sind alle gespannt 😊
Unsere Reisepläne für diese Runde sind zwar relativ weit gediehen aber können sich aufgrund der aktuellen klimatischen und politischen Randbedingungen genauso schnell wieder ändern.
Geplant ist jedenfalls der Norden von Argentinien mit seinen roten Felslandschaften, die Überquerung der Anden am Paso de Jama hin zur Atacama-Wüste und danach soll es über die Lagunenroute nach Bolivien gehen. Dort locken u.a. der größte Salzsee der Welt - der Salar de Uyuni - und ein klitzekleines Stück (für Südamerikanische Verhältnisse) weiter nördlich der Titicacasee. Von da dann nach Brasilien ins Pantanal (Jaguare gucken und so) und auf dem Rückweg nach Montevideo wollen wir noch die Iguazu-Wasserfälle besuchen.
Zurück nach D geht's dann kurz vor Weihnachten. 2026 😉
Ob und wie und wann sich unser Blaubär einschifft werden wir noch sehen.
So der Plan...
...und nun...Schaumerma 😜Read more

TravelerWir wünschen euch einen guten Flug, eine tolle, interessante Reise und wir sind gespannt auf eure Berichte. LG Irene und Peter
Ferdsch - Mir sinn wiedor dorheeme 😊
Apr 13–16 in Brazil ⋅ ☁️ 17 °C
Das isser nu - der letzte Fußprint für diese Runde 🙄
Am Montag früh, 4:30 Uhr, hat der Wecker zum Aufbruch gepiepst, pünktlich halb 6 rollte das Taxi vor und von Salta ging es über Buenos Aires zum Zwischenstop nach Montevideo.
Aufgrund unserer leidlichen Erfahrung auf der Hinreise mit Verspätung und Zwangspause in Madrid usw. und natürlich auch, um die Reise etwas zu entspannen, hatten wir insgesamt mehr Umsteigezeit und noch eine Nacht in Montevideo eingeschoben.
Das war eine richtig gute Idee und hat bis Frankfurt am Main auch tadellos funktioniert.
Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt.
Streik bei der Lufthansa!
Tadaaa und Trööt 🥳
D.h. wieder Zwangspause, nur diesmal in Frankfurt und auf Kosten der Lufthansa natürlich.
Irgendwie hat die Reise so aufgehört wie sie angefangen hat.
Der letzte Flug von Frankfurt nach Berlin am Mittwoch Abend war annulliert und wir wurden auf einen Ersatzflug für Freitag früh umgebucht.
Also sind wir brav zum Lufthansa-Service gedackelt um das Was und Wie mit Hotel und Bla zu klären und dabei wurde uns dann von den Lufthansa-Mitarbeitern gleich und dringend ans Herz gelegt - doch lieber auf die Bahn auszuweichen. Haben wir auch gemacht und sind dann nun heute gegen Abend mit dem ICE in Dresden angekommen und von Anni abgeholt worden.
Der Ersatzflug wurde übrigens mittlerweile auch annulliert...
So. Nun sind wir also wieder da und eine der großen Fragen ist - Wie war's?
Ganz schwere Frage...und für ein umfassendes Resümee ist die Zeit noch gar nicht reif.
Es braucht Zeit, um die Menge der Erlebnisse zu verarbeiten und tlw. auch zu verstehen.
Es war auf jeden Fall
- aufregend und ermüdend,
- entspannt und anstrengend,
- überwältigend schön und erschreckend,
- lehrreich,
- berauschend und frustrierend.
Es war von Allem etwas dabei und in Summe ein wunderbares, schönes, tiefes und bleibendes Erlebnis für uns.
Wir sind sehr dankbar, dass wir es so erleben durften und konnten.
Und wir sind sehr dankbar für all die Unterstützung von unserer Familie und unseren Freunden zuhause. Beim Haus aufpassen, Briefkasten leeren, Post sortieren, Pflanzen gießen, Bäume schneiden usw. usf.
Danke Danke Danke 🙏
Danke auch euch Allen für euer Interesse an unserer Geschichte, das Mitfiebern, die Kommentare und Fragen 🙏
Noch ein bissl Statistik:
Wir waren 140 Tage unterwegs und haben in dieser Zeit knapp 40000km zurück gelegt. Davon ca. 13000km mit unserem Blaubär, ca. 1000km mit dem Mietwagen in Uruguay und den Rest mit Flugzeug und der Deutschen Bahn.
Und in 140 Tagen geht's wieder los.
Wir freuen uns drauf und ihr hoffentlich auch.
Hasta Luego 👋Read more

TravelerEine tolle Beschreibung hätte ich nicht besser formulieren können genau ist es bei uns auch. Himmel und Hölle so eng beieinander. Wir sind noch 2,5 Monate hier. Wissen noch nicht ob wir uns auf den Abschied freuen oder es bedauern werden. Aber heute war ein toller Tag. Das heißt heute Abend mit Kante und so. Wir sind sehr froh euch kennengelernt zu haben. Es ist eine echte Bereicherung. Liebe Grüße von Irene und Peter. Hasta pronto.
El gran final
Apr 3–13 in Argentina ⋅ ☀️ 28 °C
Nun ist es also soweit...
Blaubär steht rund 1700km weit weg von uns in seinem idyllischen Ferienlager bei Salta und wir sind mittlerweile zum Zwischenstop in Montevideo eingeflogen.
Da schwingt durchaus Wehmut mit aber wir freuen uns auch auf Zuhause, Familie und Freunde 😊
Und solange ist es ja bis zum Wiedersehen mit Blaubär nun auch wieder nicht...
Die letzten Tage sind für uns wie im Flug vorbei gezogen. Ostern war ja zwischendrin auch irgendwie und seit dem letzten Fußprint ist schon wieder soviel passiert...
Viel zu viel um das alles hier aufzuschreiben aber wie immer gibt's einen Eindruck zum Reinschnuppern...
Von Villa Union nach Salta sind es ca. 850km - immer schön auf der Ruta 40 nach Norden. Klingt erstmal nach wenig Abwechslung - ist aber genau das Gegenteil, da diese Strecke zu den schönsten Abschnitten der legendären Ruta 40 zählt.
So steht's zumindest im Reiseführer.
Und genauso ist es auch.
Wir haben (mal wieder) grandiose und grandiösere Bergwelten gesehen, sehr herzliche Begegnungen erlebt, standen nach Regen in den Bergen vor einer weggespülten Straße, sind durch Inka-Siedlungen gegangen, haben Geschichten über mystische Orte gehört, haben am Blaubär geschraubt, waren lecker Essen, haben das Museo de Arqueología de Alta Montaña in Salta mit den berühmten Kinder-Mumien besucht, haben Blaubär geschrubbt und auf die Standzeit im Ferienlager vorbereitet, waren lecker Essen ( ja - nicht nur einmal), und und und...
Was man eben so macht...Read more

TravelerAch Mensch Ihr zwei... badet die Wehmut und tanzt die Freude... oder andersherum.. die Bilder malen eine zauberhafte Zeit... dicken Drücker

TravelerDie Landschaft, Natur und Kultur scheint so klar und eindeutig. Es scheint alles so leicht, wenn auch gewaltig. Ich glaube schon, dass so etwas süchtig macht. Aber wir freuen uns auch auf euch wieder in den deutschen Landen. Leichtigkeit habt ihr ja gebunkert und damit wird es auch hier wieder schön…
Talampaya und Villa Unión (zum Zweiten)
Mar 29–Apr 1 in Argentina ⋅ ☀️ 30 °C
Die Felsen im Talampaya Nationalpark bestehen überwiegend aus Sandstein, der Eisen-Minerale enthält. Dieses eingeschlossene Eisen hat im Laufe von Millionen Jahren mit Sauerstoff reagiert und führt zu einer Rot-Färbung des Gesteins. Je nach Lichteinfall erscheint es deshalb blass bis leuchtend Rot.
Man könnte es bei dieser sachlichen Erklärung belassen und vielleicht noch lethargisch erwähnen, dass der Talampaya Nationalpark in der Region La Rioja liegt, eine der größten Sehenswürdigkeiten in Argentinien ist und die Felswände im zentralen Canyon bis ca. 150m hoch sind.
Oder.
Man fährt hin und hinein und bekommt den Mund nicht mehr zu vom Staunen.
Wir haben letztere Variante gewählt.
Um die 16 Uhr - Tour mit den besten Lichtverhältnissen zu bekommen haben wir sogar extra 3 Tage in Villa Union abgewartet. Da waren wir im Januar schonmal und sind auch diesmal wieder zu Candelaria&Emilio auf ihren schnuckeligen Campingplatz gefahren.
Schön war's wieder und mit ein paar kleinen Ausflügen, Lebensmittel-Einkäufen, Abhängen am Pool, Kochen, Wäsche waschen (lassen), Essen gehen, Rest-Routenplanung usw. ging die Zeit auch sehr schnell vorüber und irgendwie haben wir uns in Villa Union schon ein bisschen heimisch gefühlt.
Ja und am Mittwoch war es dann soweit. Nach regnerischer Nacht und ziemlich trübem Vormittag (mit entsprechendem Entsetzen meinerseits) erschien wie erhofft die Sonne pünktlich zum Spektakel der roten Felsen. In einer kleinen Gruppe von 10 Besuchern ging es bei sehr erträglichen 28 Grad mit einem Tourbus rein in den Canyon und wir konnten 2 Stunden lang dieses Naturwunder bestaunen.
Es war einfach nur schön und wir sind sehr glücklich über dieses Erlebnis.
...und als Krönung gab's am Abend noch einen klaren Vollmond zu besichtigen 😊Read more
Einfach immer geradeaus...
Mar 24–29 in Argentina ⋅ ☀️ 22 °C
Nach meiner/unserer naiven Vorstellung hätte dieser Fußprint aufgrund der nun absolvierten Pampa-Durchquerung "Durch das ganz große Nichts" heißen müssen...
Aber wie das mit den Vorstellungen - ohne eine wirkliche Ahnung von den Dingen - so ist... Die Pampa ist keineswegs eine menschenleere Ödfläche. Denkste!
Da gibt es neben Steppe und Buschland überraschend (für uns) viele Bäume, Flüsse, fruchtbares Land und demzufolge intensive Landwirtschaft und natürlich auch das bekannte Pampasgras. Und natürlich auch wieder Straßen, die endlos geradeaus führen. Aber das ist ja normal in Argentinien.
Wir haben es also nun geschafft und sind die 1700 km nach Norden gefahren. Für die manchmal endlos erscheinenden Strecken ohne wirkliche Abwechslung wurden wir mit einigen schönen Erlebnissen belohnt. Das steht dann wie immer in den Bildbeschreibungen.
Ansonsten befassen wir uns nun auch so langsam mit den Vorbereitungen für die Rückreise und gleichzeitig Vorbereitungen für die nächste Runde ab September. Was nehmen wir mit nach Hause? Was bringen wir dann wieder mit? Was ist zu tun um Blaubär auf die Standzeit vorzubereiten? Usw..usf....
Eine ziemlich blöde Überraschung gab es da noch mit dem erst vor 2 Monaten in Mendoza getauschten Rippenriemen. Der ist leider eingerissen und sehr wahrscheinlich hat dieses grandiose Meisterstück Mercedes in Coyhaique beim Wechsel der Lichtmaschine verzapft. Naja. Ist eben so. Haben ja einen Ersatzriemen dabei und dann wird eben in Salta mal wieder getauscht.
Ja und mit den Gedanken um die Rückreise werden auch die Themen in Deutschland wieder präsenter. Ob wir das nun wollen oder nicht...
Wie in D sind die Auswirkungen des Krieges im Iran sind nun auch in Südamerika angekommen. Die Preise für Benzin und Diesel sind nach oben gegangen - in Chile von 0,95€ auf 1,69€, in Argentinien von 1,25€ auf 1,59€. In Chile gab es vor der angekündigten Erhöhung Hamsterkäufe und mancherorts Diesel-Mangel. Auch die Preise für Lebensmittel bewegen sich weiter nach oben.
Warum die Steigerung der Sprit-Preise dennoch so weit unterhalb derer in D liegt...das Thema mache ich jetzt nicht auf...
Stattdessen genießen wir den lauen Sommerabend nach dem heute wieder mit 34 Grad sehr heißen Tag, kochen unsere Nudeln mit Tomatensoße, trinken dazu lecker Rotwein und freuen uns an uns und der Welt 😊Read more

TravelerHast ja bisher alle technischen Herausforderungen gemeistert. Das schaffst du auch noch. Warum ist in D so teuer. Ja das ist eine Geschichte. Eines kann unsere wie auch viele andere Regierung perfekt nämlich beim Bürger bedienen. Der Unterschied machen viele Steuerarten aus wie auch beim Strom, Gas auch Bier usw. Als Politiker sitzt man gern der Realität und ist gut versorgt. Ne SEHR GUT. So musste

Traveler
Ganz links zimlich mittig neben dem Haus oder was das sein mag. Das musste fix gesagt werden. Den großen Rest besuchen wir später. Aber schon mal ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 😇🤗
FindPenguins - Mission erfüllt 💪
Mar 15–23 in Argentina ⋅ 🌙 13 °C
Mittlerweile sind wir ca. 2000 km nach Norden genuckelt und haben heute Vormittag die Atlantik-Küste bei Balnearia El Condor zum letzten Mal auf dieser Reise verlassen.
Erwartungsgemäß hielt sich das reine Fahrerlebnis im dünn besiedelten Süden Patagoniens in Grenzen. Es geht im Wesentlichen geradeaus durch das große Nichts. Das Navi zeigt die nächste Kreuzung auch schonmal erst in 375 km und man fährt da eben so vor sich hin... denkt über Gott und die Welt nach oder zählt Guanakos, Nandus, LKWs und Pickups. Und Guanakos.
Aber rechts neben dem großen Nichts...
Da liegt die wunderschöne patagonische Küstenlandschaft mit ihren endlosen, breiten Stränden und schroffen Steilküsten. Geradezu majestätisch liegt sie da, geformt von der See und peitschenden Winden. Nein - Stürmen.
Es ist ungemein beeindruckend, diese Weite, Stille und Urgewalt zu erleben.
Ebenso wie die vielfältige Tierwelt.
Für Wal-Beobachtungen sind wir zwar ein paar Monate zu spät aber wir haben nun endlich und reichlich Pinguine gefunden (siehe Titel).
Dazu gab's noch ebenso reichlich Seelöwen und als Krönung des Ganzen noch das Spektakel der weltgrößten Papageienkolonie an den bekannten Papageienfelsen bei Balnearia El Condor.
Verwehrt blieb uns die Begegnung mit Pumas, die es in einigen Küstenabschnitten auch reichlich gibt. Aber das ist sehr wahrscheinlich auch sehr viel besser so.
Das Wetter hat insgesamt gepasst und besonders gut hat es uns im Nationalpark Monte Leon gefallen, der wunderschön und zum Glück für uns sehr wenig besucht ist.
Einem Tipp folgend haben wir uns von dem kleinen Städtchen Puerto San Julian überraschen lassen, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben.
In Puerto San Julian findet man u.a. den Nachbau der Victoria - dem einzigen Schiff der Magellan-Expedition, dass 1522 mit Gewürzen beladen von den Moluken zurückkehrte.
Auch als Erlebnis zählen wir die enormen Gezeitenhübe. Zwischen Ebbe und Flut liegen mitunter mehr als 8 (!) Meter Wasserstand.
Man erlebt die Küstenlandschaft so im endlosen Wandel und bei Ebbe kann man weit ins Meer hinauslaufen und die ansonsten vom Wasser verborgene Landschaft genießen.
In Ruhe.
So. Und ab jetzt geht es durch die Pampa schnurstracks nach Norden in Richtung Salta und damit wieder in den Sommer ☀️
Nächster Halt in 1700km...Read more

TravelerKurz vor dem Zubettgehen haben wir noch Euren Footprint mitbekommen. Ist wieder sehr interessant. Also dann weiter gute Fahrt und unsere Betrachtungen zu den Bildern kommen morgen. Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🙋♂️🙋♀️🫠

Traveler
CCR - Creedence Clearwater Revival - das ist Mucke aus den 70er. Ihr seid doch gar nicht so alt 👵. Qué pasó?

TravelerKeine Ahnung. Wir können mit den neumodischen Geräuschen eben wenig anfangen 🙄
Vamos al Norte
March 14 in Argentina ⋅ 🌬 14 °C
Ob wir es nun wollen oder nicht...langsam aber sehr sicher müssen wir uns auf den Rückweg, d.h. nach Norden machen...
Da wir uns auch die Atlantik-Küste Argentiniens ansehen wollen führt unsere Strecke nicht, wie die Meisten fahren, an den Anden entlang - sondern erstmal nach Osten.
Auf dem kürzesten Weg an die Küste würden uns allerdings weitere 120 km Schotterpiste blühen und darauf haben wir sowas von gar keine Lust 😜 ...und nehmen daher lieber einen Umweg von rund 200 km über Rio Gallegos in Kauf.
Nahe dieses, sagen wir mal sehr sachlichen, Städtchens gibt es zudem noch das rostige Wrack der Marjory Glen besichtigen.
Es handelt sich um ein stählernes Segelschiff, dass vor mehr als 100 Jahren mit Kohle beladen vor der Küste in Brand geriet und hier, um die Ladung zu retten, kontrolliert auf Grund gesetzt wurde.
Eine, wie ich finde, interessante Geschichte und gleichzeitig ist dieses Wrack auch unser südlichster Punkt auf dieser Reise. Ab hier geht es nur noch nach Norden.
Unser Endziel ist Salta - im Nordwesten Argentiniens. Dort werden wir unseren Blaubär bei Freunden abstellen und erstmal nach Hause fliegen.
Im September kommen wir dann wieder her und befassen uns mit dem Norden von Argentinien und Chile.
Bis Salta sind es noch so ungefähr 4500 km und auf der Strecke gibt es noch Einiges zu erleben.
Also los... Vamos 💪Read more

TravelerWau,das ist ja eine Strecke,ist da eine Zahl zuviel 😜,egal Heimat in Aussicht,,👋 und alle freuen sich auf euch 👍😊🍀 ganz liebe Grüße

TravelerDa habt ihr ja eurem Blaubär noch ein ganz schönes Arbeitspensum auferlegt! Dann gebt ihm mal eine Streicheleinheit von uns, damit er euch sicher gen Heimat bringt!!! Auch wenn es bei euch gar nicht so schnell sein soll, ihr "Rumtreiber " Aber bis September ist es ja gar nicht mehr lange. Wir freuen uns auf Euch und wünschen euch eine tolle Weiterreise! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🙋♂️🙋♀️
Mein eisiger Traum und Fehler 13
Mar 12–15 in Argentina ⋅ ☁️ 13 °C
Es ist mindestens 20 Jahre her...da hatte mein ehemaliger Chef von seiner Reise nach Südamerika und insbesondere mit großer Begeisterung auch von einem riesigen Gletscher berichtet. Die Fotos damals waren ehrlich gesagt nicht der Brüller aber seine Begeisterung ist irgendwie auf mich übergegangen...
Die Rede ist vom Perito Moreno Gletscher - DEM Gletscher in Südamerika. Wer mehr dazu wissen möchte - guggsdu da: https://de.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gle…
Selbiger Gletscher stand also nun seit Ewigkeiten auf meinem Zettel und so sind wir eben mal vom gleichnamigen Örtchen Perito Moreno noch die 700km dahin nach Süden gerodelt.
Da die Wettervorhersage genau einen einzigen Freitag inmitten einer Regenperiode noch als sonnig angepriesen hatte - sind wir das mal eben am Donnerstag davor abgefahren. Inklusive 73km miserabler Schotterpiste...
Die Fahrt auf der Ruta 40 nach Süden geht im Wesentlichen durch das große Nichts. Und dieses Nichts ist einfach so gewaltig und erhaben über wahrscheinlich alle Sorgen dieser Welt.
Für uns 700km Steppe mit ca. 1000 Guanakos am Straßenrand... Herrlich 😊
Kurz vor dem Gletscher haben wir in einer recht frischen Nacht bei ca. 3 Grad (immerhin Plus) gestanden und waren dann schon am zeitigen Vormittag vor Ort.
Frisch war die Nacht vor allem deshalb, da unsere Standheizung nix mehr tut. Fehler 13...war ihre letzte Meldung, bevor sie in die ewigen Jagdgründe aufstieg. Nach stundenlanger Bastelei und Hin- und Her mit dem Lieferanten steht nun fest, dass der Lüfter defekt ist und sich das Thema Heizen damit erledigt hat. Besonders Manu ist von dieser Entwicklung extrem "begeistert".
Zum Thema warum und wieso... Die Heizung hatte ich vor unserer Abreise extra neu (!) gekauft und damit das 8 Jahre alte Vorgängermodell ersetzt. Im guten Glauben, damit die Zuverlässigkeit erhöht zu haben... Dumm gelaufen und wiedermal zeigt sich, dass das neumodische Gelumpe einfach nix mehr taugt...
So. Genug gebärmelt und zurück zum Gletscher...
Es war für uns mal wieder (ja) spektakulär schön und dieser Eiskoloss ist einfach grandios.
Auf den Bildern kann man die Dimension nicht wirklich darstellen. Die Kalbungsfront des Gletschers ist an der Spitze ca. 60...70m hoch und ca. 2,3km lang. Einfach nur riesig!
Und riesig schön!
Wir waren mehrere Stunden vor Ort und konnten so auch mehrere Kalbungen beobachten. Das ist schon ein ziemliches Spektakel, wenn mit Getöse gigantische Eisblöcke ins türkisblaue Wasser klatschen und in einer riesiger Welle untertauchen. Dem Ganzen geht ein Knacken, Krachen, Donnergrollen wie bei einem kräftigen Gewitter voraus. Wahnsinn!
Die abgebrochenen Eisblöcke treiben dann ganz langsam im riesigen Lago Argentino, der aufgrund des Gletschers in einem herrlichen Türkisblau erstrahlt.
Ein tolles Erlebnis mal wieder und völlig unerwartet haben wir auch unseren Freund Gianfranco wiedergetroffen.
Die Welt ist ein Dorf...und wunderschön...Read more

TravelerWir haben schon sehr gespannt auf diese grandiosen Bilder gewartet und sind begeistert!!! So,ihr Lieben, jetzt geht's bei uns ins Bett und unseren Eindruck zu den Bildern schreiben wir morgen! Dann gute Nacht und ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🤗🙋♂️🙋♀️

TravelerVielleicht 😜 ...aber es sind keine dran. Das lange rote Ding ist der Wagenheber (HiLift).
Mondlandung im Nationalpark Patagonia
Mar 7–10 in Chile ⋅ ☁️ 16 °C
Die Empfehlung für den Besuch des Nationalparks Patagonia hatten wir auf Chiloe von Renate&Ralf bekommen. Im Reiseführer fand Manu dann noch klangvolle Namen und Beschreibungen, wie z.B. "das Valle de Lunar, welches dem gleichnamigen Tal in der Atacama-Wüste an Schönheit nicht nachsteht" und so stand schnell fest, dass wir diesen Nationalpark auch besuchen möchten.
Wobei man dabei erwähnen muss, dass selbiger auf chilenischer Seite ca. 3045 km² groß ist und man damit bei so einer kurzen Stippvisite nur einen Mini-Mini-Bruchteil zu sehen bekommt. Von den weiteren 528km² auf argentinischer Seite mal abgesehen.
Das Wetter war als durchwachsen angemeldet und zunächst hat es auch recht ausdauernd geregnet. Aber wir hatten Glück und konnten unsere Wanderung zum Mond-Tal (Valle de Lunar) am zweiten Tag bei Sonnenschein und ca. 15 Grad genießen. Der Rundweg ging über knapp 7km mit mal wieder spektakulären Ausblicken.
Soviel mehr gibt es da auch nicht zu erzählen. Die Bilder sagen vermutlich mehr. Wie man darauf sieht gibt es dort Landschaft und absolute Ruhe. Sonst nix. Und das ist gut so.Read more
Der General und sein Marmor-Schatz
Mar 3–7 in Chile ⋅ ☁️ 5 °C
Der angekündigte nächtliche Schneefall in Villa Cerro Castillo blieb uns zum Glück erspart aber der Regen kam dann doch wieder 🌧️
Nach einer regnerisch, windigen Nacht konnte wir aber immerhin in einer Regenpause die ca. 3000 Jahre alten Handabdrücke bei Villa Castillo besuchen und haben uns dann auf den Weg zum Lago General Carrera gemacht.
Dort, im zweitgrößten See Südamerikas, gibt es die berühmten Capillas de Marmol (Marmorhöhlen) zu besuchen und wir hatten uns mit Irene&Peter zu diesem Behufe verabredet.
Auf der Fahrt dahin zeigte sich die Carretera Austral von ihrer deftigen Seite. 120 km ausgefahrenen Schotter hielt sie für uns bereit und als Schmankerl gab's dazu ausdauernden Regen mit tief hängenden Wolken... Schei### war nicht selten zu vernehmen, wenn irgendeines oder alle Räder mal wieder krachend in irgendeinem der zahllosen Schlaglöcher eingeschlagen sind.
Die Piste ist wahrlich übel...
Umso mehr ist die Leistung der zahlreichen Radfahrer hervorzuheben. Unglaublich, wie viele, meist junge Leute, sich auf den 1247 km der Carretera Austral abstrampeln.
Wir sind davon ohnehin schon schwer beeindruckt aber bei 5 Grad und strömenden Regen auf dieser Schei###-Strecke mit bärischen Steigungen bleibt uns nur Demut vor soviel Motivation.
Zurück zum Wetter... Wie es eben in Patagonien so ist wechselt das Wetter innerhalb von Minuten in strahlendem Sonnenschein, die dichten Wolken reissen auf und plötzlich sind rundum Berge mit weißen Zipfelmützen zu sehen. Sogleich sieht man dann einen Herrn mittleren Alters mit gezücktem Fotoapparat aus einem Blaubär springen, der umgehend die ganze Gegend knipst (der Herr) und meist noch eine Drohne durch die Gegend scheucht 😜
Obwohl der Fahrbahnzustand einfach nur grauslig ist, war die Fahrt durch die dichten Wälder, entlang an breiten (wirklich breiten) Flüssen ungemein beeindruckend.
Und am Ende des Tages war er dann plötzlich zu sehen...
Er - der Lago General Carrera.
An Schönheit kaum zu übertreffen mit seinem türkis blauen Wasser, umrahmt von schneebedeckten Gipfeln über lieblich - wildromantischen Ufern.
Uns (und vielen Anderen) gehen die Worte zur Beschreibung dieser Landschaft aus. Man probiert es gern mit "spektakulär", "atemberaubend", "traumhaft", "einzigartig"... alles ganz nette Versuche aber es reicht eben nicht aus...
Das Wiedersehen mit Irene&Peter war sehr schön und herzlich. 2 Monate nach unserem Abschied in Montevideo hatten wir ja alle Einiges erlebt und dementsprechend viel zu erzählen 🙂
Die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen hatten wir schnell gebucht. Der Anbieter gibt es ja sehr viele und die Preise sind auch überall gleich.
Am Donnerstag Morgen ging es dann in einem kleinen Boot und bestem Wetter bei spiegelglattem See los.
Meine Erwartungen bzgl. der touristisch bestens erschlossenen Höhlen hielten sich ehrlich gesagt in Grenzen... und wurden bei Weitem übertroffen. Es war mal wieder (ja) spektakulär schön und den Besuch auf jeden Fall wert.
Der Lago General ist auch unser südlichster Punkt in Chile.
So war das zwar nicht gedacht aber die Zeit reicht leider nicht mehr, um noch bis zum Ende der Carretera Austral nach Villa O'Higgins zu fahren - oder es würde in Fahrstress ausarten. Das wollten wir nicht und haben also unsere Route mal wieder geändert.
Neuer Kurs - Argentinien - und wir verlassen die Carretera Austral am Südufer des Lago General und wählen die X-265 nach Osten.
Der Lago hat uns für unsere Entscheidung schon belohnt. Die exponierte Schottersstrecke an seinem Südufer nach Chile Chico ist ein weiteres Leckerli. Sowohl fahrerisch - als auch und natürlich landschaftlich.
Und weil es mal wieder so schön hier ist haben wir uns für die 120km Piste 3 Tage Zeit genommen und sind danach direkt in den Parque National Patagonia gefahren, welcher gleich daneben beginnt.
Kleiner Spoiler...wir haben es nicht bereut 😉Read more
Von Coyhaique nach Villa Cerro Castillo
Feb 27–Mar 2 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C
Es ist Freitag 9 Uhr in Coyhaique und zwei deutsche Touristen stehen pünktlich (wie sie eben so sind) zum vereinbarten Termin bei Mercedes Kaufmann auf der Matte.
Und wie es dann im realen Leben in Südamerika so ist wurde nach etwas Palaver hin, Palaver her - wer denn nun vielleicht über den Vorgang "Lichtmaschine" Bescheid wissen könnte - Blaubär vom Service-Chef persönlich vor die Werkstatt gefahren und nach 1,5 Stunden auch schon flugs seine Motorhaube geöffnet. Nach 2 weiteren Espresso Doble meinerseits begann man dann umgehend mit der Montage und es stellte sich geschwind heraus, dass leider keine Lichtmaschine für den Sprinter bestellt worden war sondern eine für eine C-Klasse. Ich bin vollauf begeistert und wahrlich heilfroh, dass ich vorab extra die Teilenummer für die richtige Sprinter-Lima durchgegeben hatte (Ironie)! Naja...um es kurz zu machen... nach meinen höflich vorgetragenen Bedenken bzgl. der falschen Lima wurde ich ebenso höflich aus der Werkstatt komplimentiert, die Anschlüsse der Lima wurden zum stattlichen Mercedes-Preis umgefrickelt wie es der Dorfschmied nicht hätte besser machen können und es tut wieder. Lima lädt, hat angeblich auch Garantie und wir brauchen unterwegs keine Steckdosen mehr 💪 Haken drunter!
Bei den Kaufmanns haben wir auch Mara&Volker kennengelernt, die ihren Sprinter auch zum "Wellness" vorgestellt hatten. So war die Wartezeit sehr angenehm und kurzweilig mit Reisegeschichten und Tour-Empfehlungen 😊
So. Nun war Blaubär wieder fit aber dafür war das Wetter umgeschlagen. Regen, Regen und dann wieder Regen haben wir in Coyhaique mehr oder weniger ausgesessen. Naja - Coyhaique bedeutet soviel wie Stadt zwischen den Wassern und das war dann auch so. Bissl Schade, da die Gegend traumhaft schön ist und wir leider nur einen Bruchteil davon sehen konnten.
Dafür haben wir ein paar Besorgungen erledigt, wie neue Wanderschuhe für Manu zu kaufen, haben lecker und traditionell gespeist, nette Gespräche mit unserem Zelt-Nachbarn Jeff aus Colorado geführt und irgendwie an unserer Reiseplanung gebastelt. Die Zeit rennt und wir werden auch nicht alle Ziele schaffen. Aber dazu später mehr.
Mit nachlassendem Regen sind wir abgefahren in Richtung Lago General Carrera und die Landschaft unterwegs war mal wieder der Oberhammer.
In der Gegend um Puerto Ingeniero Ibanez beherrscht der mächtige Rio Ibanez das Bild. Rundum türmen sich schneebedeckte Gipfel, dichte Wälder, reissende Flüsse, türkisblaue Seen, enge und steile Schotterstrecken, alles dabei 🏔️
Dazu die unglaublich klare Luft, krasse Wechsel zwischen Wolken, Regen und knalliger Sonne, Wind - mehr Sturm als Wind, gleissendes Licht...
Eben Patagonien 👍
Wie immer gibt's ein paar Eindrücke von der Händie-Knipse. Die Videos von Drohne und GoPro bekomme ich mit der meist mässigen bis nicht vorhandenen Internet-Verbindung leider nicht hochgeladen 🙄Read more
Chaitén und die Lichtmaschine
Feb 21–26 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C
20.02. - Die Sonne scheint, alles gut und wir fahren von Chiloe ab zur Fähre von Pichicolo nach Caleta Gonzalo - gebucht für den 21.02. 9:00Uhr.
Sozusagen als Geburtstagsgeschenk gibt's für mich eine meiner geliebten Fährfahrten und noch dazu auf der Carretera Austral 😊
Besser geht's kaum und auch Blaubär hat eine Überraschung parat - es gibt ein gaaaanz tolles Geschenk - eine leuchtend rote Ladekontroll-Lampe 😜
Ist jetzt nicht wahr...
Leider doch.
Ob die Ursache für den Ausfall nun die Schüttelei auf den Schotterpisten war oder warum auch immer das Teil nach nur 5 Jahren seinen Dienst quittiert hat weiß wohl nur der Fuchs... und am Ende ist das auch völlig Bockwurst...
Da das Fährticket nicht zu ändern geht und auch nicht wirklich billig war entscheiden wir uns für Weiterfahren und Schaumerma. Dass dieses "Schaumerma" eher ein "Das wird ziemlich blöde.." ist - war mir zwar schon klar aber manchmal ist es eben wie es ist...
Also ging's zum Geburtstag auf die Fähre (mit Batterie laden am Maschinenraum) und dann die ersten ziemlich üblen Kilometer auf Schotter nach Chaitén.
Bei Chaitén liegt der riesige Pumalin-Nationalpark, den Northface-Gründer Tompkins erschaffen und finanziert hat.
In der grandiosen Natur zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis - durch dichten Urwald mit Ausblicken auf Gletscher und Vulkane. Super 👍
Zum Thema Lichtmaschinen-Reparatur konnte in Chaitén leider keine der ortsansässigen Werkstätten etwas Zielführendes beitragen. Also haben wir via Torsten
bei Mercedes in Santiago angefragt und er hat dann tatsächlich mit ca. 1000 Telefonaten und E-Mails die Bestellung einer Lichtmaschine in Coyhaique bewerkstelligt. Mal wieder einsame Spitze! Danke 🙂
Unsere Aufgabe war also nur, es die 500km mit kaputter Lichtmaschine bis Coyhaique zu schaffen und das haben wir nun heute vollendet. Tadaaa 💪
Ladegerät und Kabel haben wir ja dabei, dazu passende Steckdosen gibt es in Chile 😉 und zur Unterstützung habe ich noch die Solaranlage auf die Starterbatterie geklemmt. Geht doch 👍
Die Carretera Austral wird auf jeden Fall ihrem Ruf als eine der schönsten Straßen der Welt mehr als gerecht. Die Strecke führt durch überwältigende Natur und einige einzigartige Nationalparks. Schwer zu beschreiben und auch Fotos und Videos fangen die Größe und Schönheit kaum ein. Die Handy-Knipsbilder vermitteln hoffentlich zumindest einen Eindruck...
So. Und nun Feierabend.
Morgen früh traben wir bei Mercedes an und danach ist Blaubär hoffentlich wieder fit und es kann weitergehen auf der Carretera gen Süden...Read more

Traveler
Jaaaa ..., zum Lieblingskittel gehört natürlich auch deine Lieblingsbeschäftigung mit deiner Lieblingshaltung!!! Aber, dass du das unbedingt auch so weit weg von Zuhause machen musst... hoffentlich habt ihr jetzt mal etwas Ruhe an dieser Front! Das wünschen wir euch von Herzen! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden

Traveler... mittlerweile ist das Thema ja erfolgreich behandelt und ich habe dafür eben einen schicken Kittel. Alles gut 😉
Insel Chiloe
Feb 18–20 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C
Einer Schnapsidee folgend haben wir noch einen Kurzbesuch der Insel Chiloe eingeschoben. Das stand nicht im Programm (sofern es da eins gibt...) aber die Aussicht auf Pinguine und doch nochmal Pazifik-Küste waren ausschlaggebend.
Und auch hier kam unverhofft...eben oft. Es waren 2 wunderbare Tage auf der sehr ländlichen Insel. Zwar haben wir nur eine Handvoll Pinguine gesehen aber das war am Ende völlig Wurscht. Dafür gab es eine sehr nette Reise-Begegnung mit Renate&Ralf, Küstenlandschaft aus dem Bilderbuch, Bootsfahrt und lecker Essen&Wein.
Die Abreise fiel uns so ziemlich schwer aber mehr Zeit war nicht, da wir die Fähre auf der Carretera Austral schon gebucht hatten. Zum Abschied von Chiloe sind wir dann wenigstens noch eine Runde über die Insel gegurkt.
Möglicherweise haben die wahrhaft miesen Schotterpisten einen weiteren Tribut gefordert. Jedenfalls haben wir mal wieder eine Aufgabe zu lösen...Read more

Traveler
Wunderschön der Sonnenuntergang 🤗 und dann wird 🫕 natürlich mit einem Wein 🍷🍷 oder ein Bierchen 🍻😊

Traveler
Sieht die Brücke echt vertrauenswürdig aus!?!?!?🫣 Kommt bitte in einem Stück wieder nach Hause!!!

TravelerDie meisten Brücken sehen so aus und die großen Exemplare haben durchaus Traglasten von über 20t. Unten drunter sind große Doppel-T-Träger und obenauf liegen mehrere Lagen Balken. Alles gut 👍

Hätte ich nicht gedacht von dir, Sven, dass du die Manu nach der Brücke in der Wildnis einfach zurück lässt ... [lothar]
Feuerberge II und Alercen
Feb 15–17 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C
Vom Lonquimay ging's weiter südlich entlang einiger Seen und man glaubt es kaum... weiterer Vulkane. Davon gibt es ja hier an jeder Ecke welche 😉
Als Zwischenziel hatten wir uns zunächst das kleine Städtchen Villarica am gleichnamigen Vulkan vorgenommen. Aber aufgrund der dort vorgefundenen Menschenmassen war der Fluchtreflex sehr stark und so sind wir am ruhigen Westufer des Sees Llanquihue gelandet. Viel besser!
Nach einem regnerischen Tag, den wir mit Rumhängen und Vorräte auffüllen verdallert haben waren wir dann im Nationalpark Alerce Andino.
Alercen sind gewaltige Bäume, von denen einige Exemplare im Park über 3000 Jahre alt sind.Read more
Feuerberge und Affenschwänze
Feb 8–15 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C
Es sind mystische, jahrhundertealte Gewächse und gelten bei den Mapuche - den Ureinwohnern Südamerikas - als heilig. Die Rede ist von Araukarien - auch Affenschwanzbaum oder Andentanne genannt. Zuhause zieren sie vereinzelt den einen oder anderen Vorgarten, hier gibt es ganze Wälder davon mit riesigen Exemplaren.
Manu's großer Wunsch war, die Baumriesen zu besuchen und so sind wir erstmal in den Nationalpark Nahuelbuta gefahren, in dem bis zu 2000 Jahre alte Araukarien zu sehen sind. Angetrieben von diesem Wunsch ging's vom Städtchen Angol eine unglaublich steile und miese Schotterpiste hinauf zum Nationalpark - im Hinterkopf ein schöner Stellplatz und die Araukarien.
Mit einbrechender Dunkelheit und nach mittlerweile ca. 3-stündiger, nerviger Sucherei - natürlich im stärker werdenden Regen - und der Feststellung, dass alle Campingplätze geschlossen sind und die schmale Piste eher keine Möglichkeit zum Freistehen bietet war der einzige Wunsch nur noch ein Stellplatz irgendwo.
Für die ganze Geschichte ist hier kein Platz aber am Ende haben wir nahe des Eingangs zum Nationalpark bei Rosa und ihrer Tochter gestanden und übernachtet. Die beiden Frauen leben dort das ganze Jahr auf 1200m Höhe unter einfachsten (!) Bedingungen, die sich viele wahrscheinlich nicht vorstellen können. Dennoch haben sie uns ohne Fragerei herzlich aufgenommen und mit Kaffee und Rührei bewirtet.
Die Nacht war ungemütlich, da der Stellplatz sehr (sehr!) schief war und die Krönung der Geschichte war dann, dass der Park aufgrund von Straßenbauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen ist. Wir hatten uns den ganzen Zinnober sozusagen umsonst an die Backe gebunden.
Die Freude war groß 😞
Nunja - die nächsten Araukarien gibt es in der Gegend um Lonquimay mit dem gleichnamigen Vulkan 🌋
Nach der Pleite von Nahuelbuta hatte ich zwar gerade mal gar keine Lust zum Fahren und so sind wir ziemlich angesäuert die ca. 250km Richtung Südosten abgerodelt...
Aber...
Schon bei der Anfahrt im Örtchen Malalcahuello war alles wieder gut! Der Lonquimay thront über der Landschaft und der idyllische Campingplatz liegt ihm zu Füßen.
Rundum Vulkane, Lava-Felder, Wasserfälle und natürlich Araukarien-Wälder.
Besser geht's kaum 😊
Drei Tage sind wir geblieben und haben die traumhafte Landschaft genossen. Ich denke die Bilder und Videos sprechen für sich...Read more

Traveler
Ja, ihr Lieben, diese altertümlichen Dinger sind zumindest unserer Generation noch wohlbekannt! Aber egal, wie man es betrachtet, ist es einfach nur schön! 🫠

Traveler
Ist faszinierend!!! Erinnert an die Mammutbäume bei San Francisco. Wahnsinn, was die Natur erhält und uns erzählt. Wir müssen nur wieder lernen, auch zuzuhören...🤫
Schwarzer Sand und viele Robben
Feb 6–7 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C
...und es gibt sie doch: Einsame Strände in Mittel-Chile!
Im erholsamen Gegensatz zur hoffnungslos zugepflasterten Küste auf Höhe Santiago finden sich weiter südlich noch Abschnitte mit laaaangen, breeeiten und leeeeren Stränden 😊
Manu hatte aus dem Reiseführer 2 Ziele am Pazifik ausgebuddelt und so sind wir wieder ans Meer gefahren und damit auch der Hitze im Land entflohen. Eine hervorragende Entscheidung, die wir bei 25 Grad, Sonnenschein und blauem Himmel genossen haben.
Ziel 1 waren die Dünen von Putú - ein Dünenfeld von ca. 10km Länge bei dem gleichnamigen Örtchen. Das Gebiet ist touristsch kaum erschlossen und wir mussten sogar Einheimische nach dem Zugang fragen. Zugegebenermaßen sind wir schon auf deutlich höheren Dünen rumgekraucht aber die Formationen aus grau-schwarzem Sand am unberührten Strand waren eine schöne Erfahrung 👍
Ziel 2 waren die Seerobben-Felsen von Loanco. Dieses noch sehr ursprüngliche Fischerdorf ist ebenfalls weniger bekannt und wehrt sich offenbar erfolgreich gegen die Einstufung als Ökopark und Touristen-Hotspot. Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um nicht auch touristisch überrannt zu werden.
Zu den Robben kommt man demzufolge auch nicht wirklich hin. Wer ein eigenes Boot hat, kann es gern versuchen an die 500m vor der Küste liegenden Felsen zu gelangen. Bei der Brandung...viel Glück ... Unterstützung von den einheimischen Fischern wird er nach unserer Erfahrung auch eher nicht finden.
Man kann die drolligen Tiere aber auch ganz gut vom Strand aus beobachten, wenn sie in Gruppen nach Fischen jagen. Und mit einer Drohne kommt man deutlich näher dran - was übrigens auch erlaubt ist.
Als "Beifang" gibt es beim Strandspaziergang noch Pelikan-Kolonien mit riesigen Exemplaren und Angler-Romantik im Abendlicht.
Herrlich 😊Read more

Traveler
Ist Manu so klein oder die Dünen so groß?! Ist schon gigantisch was ihr so erlebt!!! Genießt es in vollen Zügen! Wir wünschen euch eine tolle Weiterreise und danke, dass ihr uns daran teilhaben lasst! Viele liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠
Guter Wein und alte Autos
Feb 5–6 in Chile ⋅ ☀️ 27 °C
Als große Zielrichtung haben wir ja nun den Süden mit der lockenden Carretera Austral ausgerufen...
Nun ist es allerdings so, dass es zum Einen dort unten gerade mit 14 Grad und Regen nicht so anheimelnd ist und zum Anderen finden sich unterwegs immer wieder lohnenswerte Abstecher.
Im Ergebnis mâandern wir also ziemlich kreuz und quer durch die Botanik.
Und so sind wir auch durch das größte und bekannteste Weinanbaugebiet in Mittel-Chile gestolpert und haben dort ein kleines Schätzchen gefunden - das Museo Automobil y Vino Colchagua.
Dort gibt es wie der Name schon verrät, eine ansehliche Sammlung von Autos und auch einigen Motorrädern zu sehen. Zu meiner allgemeinen Freude fanden sich auch ein paar Gespanne darunter und als Krönung sogar eine 650er Ural aus den 90ern. Zwar mit einer Dnepr-Telegabel dekoriert - aber immerhin. Weinmuseum klingt vielleicht bissl langweilig - war es aber keineswegs!
Da beide Museum von einem großen Weingut betrieben werden gab es dort im Eintrittspreis inklusive auch eine zwanglose Weinverkostung der Hausweine. Man schlendert also mit seinem Weinchen durch die Exponate und wenn der Napf leer ist holt man sich den nächsten. Nur als Fahrer ist man bissl der Angeeumelte 😉Read more
Cajon del Maipo und der Embalse del Yeso
Feb 2–3 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C
...vorher nie gehört und nun gibt's sogar einen eigenen Fußprint...und das hat seinen Grund 🙂
Auf Anraten von Torsten sind wir direkt von Santiago in den Cajon del Maipo gefahren.
Der so ungefähr im Südosten von Santiago gelegene Canyon des Rio Maipo zieht sich über ca. 70km in Richtung Argentinien bis weit in die Anden hinauf. In der Gegend gibt es dann auch noch teilweise aktive Vulkane, die mit über 6500m Höhe in den Landkarten vermerkt sind.
Die Straße nach oben ist schon mal mit spektakulären Ausblicken gesegnet und am Ende oder auch Anfang des Cajon, je nach Betrachtungsweise, liegt auf rund 2500m Höhe der Embalse del Yeso - Stausee des Gips.
Nun könnte man sagen...Oh wie toll...ein Stausee...Gähn...
Aber weit gefehlt.
Der in allen möglichen Türkis-Blauen-Farbvarianten schillernde See liegt umrahmt von schroffen 4000ern und ist ein echter Knaller.
Als Krönung führt am Ufer entlang (d.h. ca. 10-20m über Wasserniveau) eine schmale und ausgesetzte Schotterstrecke, die wohl bei so manchem Beifahrer schon das eine oder andere Stoßgebet ausgelöst hat. Besonders bei Gegenverkehr... Mit anderen Worten - traumhaft 👍
Am Zulauf des Sees öffnet sich eine Hochebene mit derben Grasbewuchs und im Hintergrund thronen die schneebedeckten 5000er Gipfel.
Wir sind auf der Hochebene über Nacht geblieben, haben da auf 2605m Höhe auch das erste Mal hier in Südamerika die Annehmlichkeiten der Standheizung genossen, sind heute noch ein bissl durch die Anden-Botanik gegurkt, haben Knips, GoPro und Drohne gequält (es windet dort oben wie Hubbatz) und sind am Ende 1000 Höhenmeter weiter unten im Piscina auf einem kleinem Campingplatz am Rio Maipo gelandet.Read more
Santiago de Chile
Jan 29–Feb 2 in Chile ⋅ ☀️ 29 °C
...ist die Hauptstadt von Chile und hat ca. 7 Mio. Einwohner. Die Stadt wurde durch Erdbeben mehrmals zerstört und eine der Sehenswürdigkeiten ist der Plaza de Armas im Zentrum.
Viel mehr wussten wir vorher nicht über die Metropole in Mittel-Chile 🙄 und hatten wie so oft keine Ahnung, was uns erwartet. Und wieder wurden wir (demzufolge?) positiv überrascht 🙂
An erster Stelle ist unser neuer Freund Torsten zu nennen! Er hat sich derart rührend um uns gekümmert, dass keine Wünsche offen blieben. Aber auch gar Keine!
Beherbergung, Verköstigung, Touristenprogramm mit Ausflug an die Küste, Einkaufsbummel, Fiesta mit seinem Arbeitskollegen auf einer Dachterrasse, Werkstattsuche für Blaubär- todo incluido 👍
Vielen lieben Dank Torsten!
Und damit sind auch die Aktivitäten der letzten Tage im Wesentlichen aufgezählt. Schön war's hier 🙂
Ansonsten hat unser Blaubär nun neue Reifen und die Spur ist auch nochmal nachgestellt worden (längere Geschichte), im Doite (Outdoor-Ausrüstung Chile) haben wir uns einen neuen Gaskocher angeschafft und sind nun gut gerüstet für den Weg nach Süden.
Die Carretera Austral und Patagonien rufen nach uns. Dort unten geht langsam aber sicher der Sommer zuende und da wird es für uns irgendwie auch Zeit, das Ränzlein zu schnüren. Aber bis zum Startpunkt der Carretera in Puerto Montevideo sind es noch ca. 1200km und unterwegs gibt's ja auch noch die eine oder andere Attraktion zu erleben.
Schaumerma...Read more

TravelerWie immer schön, Euch so entspannt zu sehen! Eure Reise wird sehr spannend von euch für uns gezeigt. Wir verfolgen es recht aufmerksam, seid ihr doch unser Blick in die Welt!!! Wir wünschen euch weiterhin eine spannende und entspannte Weiterreise! Viele liebe Grüße von UnsZweiBeiden🙋🙋♂️🫠

Traveler
Diese Lebensfreude ist leider bei uns hier abhanden gekommen ... schade!!! Nehmt euch ganz viel davon mit!!!🤗🤗🤗
Pelikane, Palmen und Kakteen
Jan 26–29 in Chile ⋅ ☀️ 24 °C
Sooo... Chile haben wir jetzt von Ost nach West durchquert und sind demzufolge an der Pazifik-Küste gelandet. Weil da ist ja Chile bekanntlich zuende 😉
Da wir uns die völlig überrannten Urlaubsorte an der Küste klemmen wollten haben wir auf einem ganz kleinen Eco-Campingplatze bei den Las Salinas de Pullally gestanden. Frei stehen kann man in der dicht besiedelten Gegend im Prinzip vergessen oder man steht irgendwo am Straßenrand. Nicht so dolle...
Der kleine Platz war herrlich ruhig und liegt mitten in einem Vogelschutzgebiet. Demzufolge gab es da viele - richtig - Vögel, und als besondere Attraktion auch Pelikane (ja das sind auch Vögel) 😉 Kajaks gab es auch zum Ausleihen und da haben wir uns natürlich auch mal einen abgepaddelt 🛶
Unser aktueller Standort ist am Nordrand des Nationalparks La Campana, der u.a. für seine Chilenischen Honigpalmen bekannt ist. Die haben wir uns heute ein Stück erwandert, was wir bei knapp 35 Grad durchaus als bemerkenswerte Leistung werten.
Ein kleines Highlight hatten wir auch noch mit dem Besuch einer örtlichen, privaten Wäscherei. Weil der Blaubär hat ja keine Waschmaschine...
Das läuft dann so, dass man z.B. über iOverlander oder irgendeine App eine Adresse rausknobelt. Dort fährt man dann hin, dann ist da keiner da, dann kaspert man sich auf Spanisch via WhatsApp eine ab - was man so will, dann erfährt man - dass die Wäscherei mittlerweile woanders ist, dann erhält man die Order - am Bus zu warten bis die wirkliche freundliche Dame damit angeschuckelt kommt, dann folgt man den energischen Winkzeichen der Dame und fährt ihr hinterher bis zur Wäscherei. Was dann auch nur ihr kleines Haus ist, in dem sie eben nach Feierabend ihre Dienstleistung anbietet. Dann kurzes Palaver, Wäsche abgegeben und am nächsten Tag gewaschen, getrocknet und gelegt wieder abgeholt.
Geht doch💪
Morgen geht's dann raus aus Ruhe und Natur nach Santiago de Chile. Dort besuchen wir Torsten, der seit einigen Jahren in Chile lebt und uns eingeladen hat. Blaubär bekommt dann auch neue Socken (Reifen) und damit sollte dann endlich auch das leidige und ziemlich teure Theater mit der falschen Spureinstellung erledigt sein.Read more
Cristo Redentor und die Incas
Jan 21–25 in Chile ⋅ 🌙 18 °C
Max. 80km/h muten wir dem Blaubär zu. Besser 60...oder 40 😬 Die Straße ist eine Rumpelpiste vom Feinsten. Es kracht und scherbelt nur so im Fahrwerk.
Rundum türmen sich Felsgiganten auf, sodass man sich beim Hochschauen den Hals verrenkt. Unbeeindruckt von der maroden Straße donnern schwere LKWs durch die grandiose Bergwelt, hupen an den Schreinen von Gauchito Gilti und wirken vor der Andenkulisse doch wie Spielzeugautos.
Über dem ganzen Schauspiel thront der schneebedeckte Aconcagua.
Wir sind unterwegs auf der Rute 7 zum Andenpass Paso Internacional Los Libertadores oder auch Cristo Redentor Pass genannt.
Dieser Pass zwischen Argentinien und Chile liegt auf ca. 3200 Höhenmetern. Wir haben uns für die Überquerung 3 Tage Zeit genommen und auf 1400m, 2200m und 2700m Höhe übernachtet.
Die Krönung der ganzen Aktion war die Auffahrt zum alten und seit dem Bau des neuen Passtunnels nicht mehr genutzten Pass auf 3837m Höhe. Dorthin gelangt man nur über eine 8km lange, steile, rumpelige, enge und vor Allem spektakuläre Schotterstrecke.
Echt der Wahnsinn diese Ausblicke!
Höher als bis zur meterhohen Statue des Cristo Redentor de los Andes auf der Passhöhe kann man nicht fahren und deshalb stand der Blaubär auch genau dort 💪
Wie aus einigen Schautafeln hervorging waren im 15. Jahrhundert die Incas bis in diese Region vorgedrungen. Davon künden noch einige Siedlungsreste und publikumswirksam wurden auch kurzerhand Naturwunder wie die Puente del Inca und die Lagune del Inca nach der untergegangen Zivilisation benannt. Obwohl die guten alten Incas damit wohl eher nichts am Hut hatten...
Wir sind jedenfalls schwer beeindruckt von der Weite und Schönheit dieser faszinierenden Bergwelt, die kaum mit Fotos einzufangen ist. ...aber ich habe mich bemüht.
Ein weiterer Nervenkitzel war der Grenzübergang nach Chile. Dort werden in einer riesigen Halle pingelige Fahrzeugkontrollen durchgeführt. So richtig mit alles auspacken und in jede Ritze, Motorraum und eben überall hingucken. Verboten ist die Einfuhr von Milch- und Fleischprodukten, Obst, Gemüse, Samen, bestimmten Medikamenten und was weiß ich noch alles. Wir waren im Vorfeld einigermaßen aufgeregt und haben sicherheitshalber alle verdächtig erscheinenden Objekte aus dem Blaubär entfernt.
Bei der Kontrolle dann...waren wir unangefochten die Exoten aus Europa mit dem auffäligen Auto und keiner Ahnung von Irgendwas. Das Ganze läuft natürlich ausschließlich in Spanisch ab. Ganz großes Kino!
Aber die Beamten waren äußerst freundlich und so wurden wir nach dem üblichen Prozedere mit Passkontrollen und dem Papierkram für die Fahrzeugeinfuhr mit einer Larifari-Kontrolle durchgewunken.
Geschafft!
Wir sind in Chile 💪Read more
Wein und Wellness in Mendoza
January 19 in Argentina ⋅ ☀️ 21 °C
Mittlerweile sind wir in Mendoza (gewesen) und es ist mal wieder Zeit für ein paar Eindrücke von unterwegs und eben von Mendoza.
Mendoza ist ja weltbekannt durch seine Weine und die dazugehörigen Fotos von unendlichen Reihen üppiger Weinreben vor schneebedeckten Gipfeln. Und genau deswegen wollten wir auch dahin. Zumindest in diese Gegend, da uns Mendoza als Stadt selbst nicht so interessant erschien. Allerdings bestand ein gewisser Blaubär auf erhöhter Aufmerksamkeit und damit die nervige Ningelei respektive das Gequietsche aus dem Riementrieb aufhört, haben wir ihm eben einen kleinen Wellness-Aufenthalt beim Bosch-Dienst gegönnt 😜
Und wie immer geschahen Zeichen und Wunder. Vorstellig waren wir beim Bosch-Dienst am Dienstag 11:30 Uhr - natürlich ohne Voranmeldung. Erst hieß es dann - "das wird ehestens am Donnerstag". Offenbar waren meine Gesichtszüge daraufhin derart entgleist, dass umgehend (!) mit der Reparatur begonnen wurde und pünktlich 18 Uhr war Blaubär wieder fit. Unglaublich!
Wir hatten nun Zeit für Mendoza und waren völlig überrascht. Mendoza ist eine tolle Stadt. Grün, lebendig, sauber, gepflegt und bietet sehenswerte Parks, Architektur und Lebensfreude. Wir waren so begeistert, dass wir gleich mal eine Nacht im Hotel eingeschoben haben und damit auch die entspannte Abendstimmung genießen konnten.
Heute ging es dann durch einige Weinanbaugebiete mit einer kurzen Stippvisite in der bekannten Bodega Susana Balbo. Leider waren wir für die Führung zu spät dran aber eineN lecker Weißwein gab es dennoch😊
Die nächste Etappe bringt uns dann über die Anden nach Chile. Wir sind gespannt 💪Read more

TravelerTolle Werkstatt. Gutes Gelingen für die Fahrt über die Hochpässe. 😇Nehmt euch Zeit für die Höhenakklimatisierung 😉
Rote Felsen, viel Warm und neuer Kurs
January 16 in Argentina ⋅ ☁️ 18 °C
Sooo. Cordoba liegt nun schon ein paar Tage und ca. 1000km hinter uns.
Klingt ziemlich weit aber in Südamerika sind solcherlei Entfernungen mehr so die nähere Umgebung 😉
Und man glaubt es kaum...außerhalb der Städte gibt es unendlich viel Natur zu gucken, garniert mit freundlichen Leuten und Sommerwetter, das und mitunter ganz schön gegrillt hat. 38 Grad ist ziemlich viel Warm 😬
Die Stationen waren so ungefähr: Camino de las altas cumbres, Mina Clavero, Ischigualasto, Villa Union und aktuell sind wir über einen Abstecher von der berühmten Ruta40 in der spektakulären Bergwelt um Cuesta del Viento gelandet.
Wo das alles so rumliegt seht ihr ja auf der Übersichtskarte von FindPenguins oder bei der Tante Google.
Die Landschaft ab Ischigualasto ist streckenweise unwirklich schön. Namen wie das Tal des Mondes sind da keineswegs übertrieben und besonders die roten Felsen sind die absoluten Hingucker.
Da uns aus unerfindlichen Gründen (Haha 😜) ein paar Wochen Reisezeit fehlen und die Wetterprognose für den Nordwesten eher regnerisch ausfiel haben wir uns schweren Herzens entschieden, nach Süden abzudrehen. Das bedeutet auch, dass wir in dieser Runde leider nicht in die Atacama-Wüste kommen und z.B. die großen Salzseen auch nicht sehen 😞 Aber das holen wir im Herbst nach und Ziele wie die Weinregion Mendoza und die Carretera Austral klingen für uns auch recht verlockend.
Unser Blaubär brummelt jedenfalls gemütlich mit 80-90km/h durch die Botanik, genehmigt sich dabei knapp 11 Litern auf 100km und bei einem Dieselpreis von ca. 1,20€ ist das alles in bester Ordnung 😊
In absehbarer Zeit werden wir mal wieder einen Taller aufsuchen (=Werkstatt) alldiweil sich ab mittleren Drehzahlen ein freundliches Quietschen aus der Region Keilriemen eingestellt hat. Das kann durchaus mehrere Ursachen haben aber das kriegen wir auch in den Griff.
Macht ja sowieso sonst Keiner 😉
Und bevor sich der Eine oder Andere fragt...Nein - das ist kein Wartungsmangel. Riemen, Lichtmaschine, Spanner usw. sind gerade mal 3-4 Jahre alt und bevor ich anfange, über die heutige Qualität von Ersatzteilen zu philosophieren beende ich hier einfach diesen Fußprint.
Aber nicht ohne die Bemerkung, dass Argentinien ein wunderschönes Land ist. Muy Bonito - wie man hier sagt 😊Read more

TravelerSehr coole Landschaften - absolut geile Fotos! Da hat sich doch das Warten gelohnt! Und mit dem neuen „Herbstplan“ wird doch letztendlich alles gut👌

Traveler
Huhu,na wen haben wir denn da ??? 😀,dort sind die Aussichten besonders gut 😯😄🤩

Traveler
Dort oben wäre doch auch eine gute Aussicht 😜 liebe Grüße von uns und alles Gute 👍🌵



















































































































































































































































































































































































































































Traveler
🤗
Die Biegerlies
Wunderschön☺️
Die Biegerlies
😍