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  • Day99

    Angkor Park: Teil 3

    December 12, 2019 in Cambodia ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich wollte auch die entfernten Tempel Banteray Srey, Beng Malea, Bakong und Kbal Spean, den Fluss der tausend Lingas sehen und versuchte herauszukriegen, wie ich das anstellen konnte. Es schien keine Gruppentouren zu geben, die alles abdecken, nur super teure private Touren zu höchstens drei der Spots. Narong, der mein Fahrrad vermietete, bot mir schließlich an, mich mit dem Motorrad zu Banteray Srey, Kbal Spean und Beng Malea zu kutschieren, für 40 Dollar - nach Verhandlung. Am Morgen offenbarte er mir, dass er mich als Bonus sogar auch noch zu Bakong und dem anderen Tempel der Gruppe bringen würde, wir auf dem Weg durch das Landleben kommen würden und am Haus seiner Eltern vorbeikämen. Wir starteten in Banteray Srey, etwa eine Stunde von Siem Reap entfernt. Der Tempel unterscheidet sich insofern von den bisherigen, dass er aus rotem Stein ist. Außerdem ist er einer der älteren (aus dem 10. Jh.), scheint aber auf den ersten Blick wie einer der neueren (aus dem 13. Jh.), da er welche der feinsten Bildhauereien beherbergt. Super filigrane Figuren, Blumen und Ornamente schmücken die Türme, Säulen, Wände und Türstöcke. Weiter ging es zu Kbal Spean, auch Fluss der tausend Lingas genannt. Man muss 1500m durch den Dschungel bergauf wandern und gelangt dann zu einem Fluss, in dessen Bett etliche Lingas, also Shiva darstellende Phallussymbole gehauen sind. Der Fluss trug nicht sonderlich viel Wasser und so war das Ganze etwas enttäuschend, aber die Wanderung durch den Dschungel war wunderschön. Dadurch, dass es so früh war, war ich auch meist alleine. Auf dem weg sah ich eine grün-rote Schlange davonhuschen. Nach einer sehr langen Fahrt, nach der mein Hintern schmerzte, ging es schließlich zum Dschungeltempel Beng Malea. Anders als der populäre Tomb Raider Tempel, ist dieser wenig touristisch und wirklich noch dem Dschungel überlassen. Wenig ist wirklich begehbar, da alles von heruntergefallenen Steinen verschüttet und versperrt ist. Super romantisch! Schließlich ging es nach einem kleinen Abstecher zu Narongs Familie zu Bakong und seinem kleinen Bruder, die die ältesten Tempel des Angkor Parks darstellen. Zurück in Siem Reap bekam ich schon mein Fahrrad für den nächsten Tag und radelte zu zwei Märkten in der Nähe. Der Gestank abends auf einem Markt, der sich über den Tag durch verwesenden Fisch, Gemüse und Fleischreste angestaut hat, ist wirklich unvorstellbar widerlich. An einem Straßenstand holte ich mir ein halbes gegrilltes Hähnchen, weil ich so richtiges Verlangen nach Fleisch hatte. Dann fiel ich erschöpft ins Bett.Read more

    Andrea Scheuermeyer

    Sooo filigran...unglaublich schön...was für eine Arbeit

    12/15/19Reply
    Andrea Scheuermeyer

    Auf der einen Seite furchtbar dass alles verfällt, auf der anderen Seite gerade dadurch wunderschön...irgendwann hat die Natur alles wieder erobert...

    12/15/19Reply
    Andrea Scheuermeyer

    Wie wundervoll...

    12/15/19Reply
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