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After-Master Weltreise

September - November 2019
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  • Day70

    Phong Nha Nationalpark: Teil 2

    November 13 in Vietnam ⋅ 🌧 23 °C

    Ich entschied mich auch für den zweiten Tag gegen eine Tour, da Hiking mit meinem Zeh eh keine besonders gute Idee wäre und außerdem bei dem Regen keinen Spaß machen würde. Ich buchte einen easy rider für den Tag und machte mich auf zum botanischen Garten. Alleine die Fahrt durch den Nationalpark war phänomenal. Die Vegetation ist hier sehr lustig, wie ein grüner Teppich, der über die Bäume gelegt wird, durch die ganzen Schlingpflanzen. Dazwischen die hohen Felswände und alles in Nebel getaucht, ein Traum! Im botanischen Garten konnte man eineinhalb Stunden auf einem Pfad durch den Regenwald wandern. Es gab auch ein Gehege mit Affen und Stachelschweinen, die sich ständig in die Haare kriegten. Am Ende gab es noch einen Wasserfall, den man hochklettern musste, ganz schön heikel bei dem Wetter. Insgesamt eine nette Sache und da ich super früh dran war, war ich auch die einzige im Dschungel. Weiter ging's zur Paradise Cave, die lange Zeit mit 30km Länge die größte Höhle der Welt war. Inzwischen wurde allerdings nicht weit weg eine andere Höhle entdeckt, die aber nur in einer 4-tagestour für 3000 Dollar erkundet werden kann und auf 500 Touristen im Jahr begrenzt ist. Obwohl man nur den ersten Kilometer der Paradise Cave mit dem regulären Ticket besichtigt, ist die Größe beeindruckend! Riesige Hallen und darin gigantische Säulen von Stalagmiten und Stalagtiten. Ich traf zwei Mädchen, eine aus Dresden, die andere aus Belgien, mit denen ich den Rückweg aus der Höhle antrat, danach noch was trank und mich super nett unterhielt. Es war erst eins als wir fertig waren und da ich die Dark Cave nicht machen wollte, weil man da schwimmen musste, was ich bei dem Wetter nicht gerade verlockend fand, blieb als einzige Attraktion the Duck Stopp, eine Gänsefarm. Man konnte allerdings die "Duck Experience" (füttern der Gänse, mit ihnen spielen, etc) nur in einem Paket mit vietnamesischen Pfannkuchen für 100k VD haben und da ich nicht hungrig war und es mir das nicht wert war, sah uch mir die 180 Gänse nur von draußen an. Dann ging's durch den strömenden Regen zurück zu meiner Unterkunft. Dort durfte ich netterweise nochmal ein Zimmer beziehen, bis mein Bus abends nach Hue ging. Das Kartenlesegerät in der Unterkunft war kaputt und so fuhr mich die Besitzerin zum ATM in der Stadt und als ich sagte, sie könne mich bei einem der Straßenstände rauslassen, da ich Hunger hätte, sagte sie, sie würde warten bis ich fertig gegessen hätte und mich dann zurück zum Homestay fahren. Es gibt also doch noch nette Vietnamesen! Es war das gleiche Essen wie am Tag davor, aber diesmal war die Portion anständig. Außerdem aß ich fast das ganze Essen des Nebentisches. Als ich nämlich fragte, ob ich den Salat aus Ente, Gurke, Kräutern, Karotte, einer seltsamen sauren Frucht, Chili und Limettensaft probieren könnte, legten sie mir Stück für Stück auf meinen Teller und ermutigten mich immer weiter zuzulangen. War super lecker!Read more

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  • Day69

    Phong Nha National Park Teil 1

    November 12 in Vietnam ⋅ 🌧 23 °C

    Ich kam um 4 Uhr nachts mit dem Bus an und hatte zu spät die Nachricht meienr Unterkunft entdeckt, sie könnten mich abholen, wann ich denn ankäme. Eine Motoradtaxufahrerin verlangte einen unmöglichen Preis und so entschied ich mich eine halbe Stunde zu Fuß mit meinem Backpack durch die Dunkelheit zu laufen. Es war mir teilweise schon ein bisschen mulmig zumute, weil es manchmal nicht mal Straßenlaternen gab und keine Menschenseele zu sehen war. Habe es aber heile geschafft und bin ins Bett gefallen. Ich habe mir zum ersten mal gegönnt so richtig auszuschlafen, weil ich merkte, wie mein Körper das brauchte. War total geschlaucht, vielleicht noch von meiner Horrornacht, vielleicht von dem anstrengenden Tempelhopping oder von der Sleeping Bus Tour. Ich schlief also bis halb zehn. Mein Host wollte mir nach dem Frühstück unbedingt eine Tour oder doch wenigstens einen easy rider aufschwatzen, ich entschied mich aber dafür es erst einmal ruhig anzugehen, mir ein Fahrrad zu nehmen und loszuradeln. Auf dem Weg aß ich an einem Straßenstand mit zwei Mädels eine Art Ravioli aus Reismehl auf Raspelgemüse in Limettenchilisauce, die Füllung konnte ich nicht identifizieren. Bald kam ich an den Bootsanleger für die Bootstour in die Phong Nha Cave. Ich fand ein deutsch-ungarisches junges Pärchen, das auf der Suche nach Personen war, mit denen es sich das 12er-Boot teilen konnte. Wir warteten ein wenig und fanden schließlich noch ein britisches altes Ehepaar. Wir waren eine super Truppe und waren uns einig, noch eine zweite Cave mitdazuzumachen. Die ganze Tour dauerte 4 Stunden. Wir wurden mit dem Boot an den wunderschön bewachsenen Bergen des Nationalparks vorbei zur Phong Nha Cave geschippert, dort wurde der Motor ausgestellt und wir wurden durch die Höhle gerudert. Schließlich konnten wir nich aussteigen und durch die Höhle gehen. Das war die schönste Höhle, die ich bisher gesehen hatte! Beeindruckende Stalagtiten und Stalagmiten in allen Formen und Variationen - in der Form eines Löwen, einer Hand, manche glatt und glitschig, andere mit winzigen Quarzen übersäht, manche erinnerten an Blumenkohl, andere an herabhängenden Stoff. Man konnte sich gar nicht sattsehen und entdeckte überall etwas neues. Aus der Höhle heraus, ging es über etliche Stufen zur nächsten Höhle, deren Eingang hoch auf einem Berghang war. Auch diese war unglaublich beeindruckend! Ein kleiner Tempel und eine wunderbare Aussicht krönten den Aufstieg noch. Anschließend brachte und das Boot wieder zum Anleger zurück. Das perfekte Programm für den heutigen Tag! Auch der Regen tat dem ganzen keinen Abbruch. Ich aß noch eine Art Reisgrütze mit Ente und frischen Kräutern an einem Straßenstand (und musste mich ärgern, dass ich als Tourist weniger Fleisch bekam und ich auch nach den Kräutern verlangen musste, sonst hätte ich sie nicht bekommen) und chillte mich dann in mein Bett, um ein paar Sachen am Laptop zu erledigen.Read more

  • Day68

    Tempelhopping continued

    November 11 in Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich entschied mich noch einen Tag länger zu bleiben, da es noch so viel zu sehen gab, und David und ich verabredeten uns wieder gemeinsam zu fahren. Wir waren den ganzen Tag allerdings super müde und träge und gingen alles sehr langsam an. Zuerst sahen wir uns die antike Hauptstadt Hoa Lu an. Das ganze Gelände ist super weitläufig, mit etlichen Tempeln, Ausgrabungen und Monumenten, die weit verteilt sind und teilweise mitten in Wohngebieten liegen. Sehr verwirrend das ganze, aber wir glaubten die wichtigsten drei Tempel gefunden zu haben. Von der originalen Königstadt ist nicht mehr viel erhalten, aber man kann ein paar Ausgrabungen in einem Museum betrachten. Einer der Tempel ist super versteckt und es wohnen tatsächlich Nonnen dort. Wir kauften Räucherstäbchen und steckten sie in den Behälter vorm Altar. Als nächstes ging es zur Bai Dinh Pagode, dem größten buddhistischen Tempelkomplex Vietnams. Die Anlage ist auch wirklich gigantisch! Sie erstreckt sich über mehrere Kilometer, ein Tempel ist größer als der andere, mit gold glänzenden Buddhastatuen. Wieder einmal ist die Pagode relativ jung, 2010 fertig gestellt. Sie wurde aber errichtete, um den antiken Tempel, den man ebenfalls besichtigen kann, zu ehren. Man kann außerdem einen Turm besteigen, von welchem aus man einen wunderbaren Blick über den Tempelkomplex und die umliegenden Berge hat. Nach Bai Dinh waren wir ziemlich fertig und so war die anschließende einstündige Bootsfahrt bei Dämmerung durch das Van Long Naturreservat genau das richtige. Wir waren fast alleine auf dem Wasser und in absoluter Stille - unterbrochen vom monotonen Geplätscher des Ruders und von gelegentlichem Vogelgezwitscher - ging es durch das mit Schilf und Seerosen bewachsene Feuchtgebiet. Ein perfekter Ausklang des Tages, bevor es für mich im Sleeping Bus 7 Stunden nach Phong Nha ging.Read more

  • Day67

    Ninh Binh: Tempelhopping & Bootstour

    November 10 in Vietnam ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach Pancakes, frischem Maracujasaft, aufgeschnittener Babayananas und Gemüse auf meiner Terrasse ging es also mit dem Roller los. Zuerst zur Bich Dong Pagoda, die wunderschön idyllisch an einem dicht von Dschungel bewachsenen Hang liegt. Dadurch, dass wir so früh dran waren, waren wir auch ziemlich die einzigen und die Stimmung war magisch! Es gab etliche kleine Tempel für verschiedene Gottheiten, teilweise in Höhlen versteckt. Unter allen Götterstatuen stehen verschiedene Kekse, Früchte und Getränke, oft auch Bier und Vodka - je nach Vorliebe der Gottheit. Wir machten uns einen Spaß daraus uns vorzustellen, wie sich die Götter nachts die Hucke vollsaufen und ein Fressgelage feiern und dann tagsüber schlafen und auskatern. Unser nächster Stopp war die Mua Cave, die eigentlich nicht mehr viel mit der Höhle an sich zu tun hat. Es wurde eine Riesen touristische Anlage draus gemacht, inklusive künstlichem Wasserfall, Herzschaukel und angelegtem Lotusteich. Das ist ja gar nicht mein Fall. Die Aussicht von der mit 458 Stufen (ja, wir haben mitgezählt) zu erklimmenden Bergspitze ist allerdings phänomenal, auch wenn man aufpassen musste sich nicht gegenseitig auf die Füße zu treten, so überlaufen war es. Danach machten wir eine dreistündige Ruderboottour durch Trang An. Wir wählten auf Empfehlung einer netten Bedienung bei unserem Kaffeestopp Route 1, welche durch 9 Höhlen ging und an drei Tempel hielt. Einer davon, das Herzstück des Trang An World Heritage, ist 800 Jahre alt. Dies ist eine Seltenheit, weil die meisten Tempel hier, auch wenn sie alt aussehen, in den 1990ern oder 2000ern gebaut wurden. Die Höhlen waren teilweise so niedrig, dass wir unsere Köpfe einziehen mussten. Die Landschaft war wieder traumhaft. Inzwischen war es schon dunkel geworden und wir cruisten noch ein bisschen durch Ninh Binh Stadt. Sie ist relativ groß, hat aber nichts besonderes zu bieten. Wir stoppten in einem Restaurant, in dem wir die meisten Einheimischen sitzen sahen. Es war auf Sommerrollen zum selber rollen spezialisiert. Es gab gegrilltes Schweinefleisch, "Pfannkuchen" aus Reismehl, Ei und Shrimps, die eher Omelett glichen, Gurke, Ananas, Kohlgemüse und verschiedene Salate und Kräuter zum einrollen. Dazu eine Sauce, die meiner selbstgemachten aus Limettensaft, Fischsauce und Chilisauce sehr nahe kommt. Köstlich! Allerdings war das anscheinend doch noch zu viel für meinen angeschlagenen Magen, er meldet sich seitdem wieder zu Wort. Zum Abschluss des Tages tranken wir noch in einer Bar in Tam Coc Kokoswein (lecker, aber so stark, dass wir ihn mit Ananassaft mischten, ergab eine Art Pina Colada) und spielten UNO.Read more

  • Day66

    Tam Coc Flussfahrt

    November 9 in Vietnam ⋅ ☀️ 26 °C

    In Tam Coc angekommen, fand ich ein super süßes Homestay mit schönem Garten, Terrasse auf Stelzen auf einem kleinen Fischteich und einem eigenen Bungalow für mich. Ich überlegte, was ich mit dem angebrochenen Tag machen könnte, und entschied mich, eine entspannte Bootsfahrt durch die drei Höhlen von Tam Coc zu machen. Man konnte sie auch alleine machen, musste dann allerdings da ganze Boot alleine zahlen, und so ging ich auf gut Glück zum Anleger, um jemanden zum Teilen zu finden. Genau in diesem Moment zahlte ein einzelner Typ am Schalter, der auch schon mit mir im Bus von Cat Ba gekommen war. Er war auch super dankbar, jemanden gefunden zu haben. Und so ging es mit einem Ruderboot zwei Stunden durch traumhafte Landschaft und enge Höhlen. Die Ruderdame ruderte mit ihren Füßen, was eigentlich ziemlich entspannt aussah. Ich verabredet mich mit David für den nächsten Morgen, da er sich ein Motorrad gemietet hatte und anbot, zu zweit durch die Gegend zu cruisen und die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Perfekt, da ich sonst ein Vermögen für einzelne Taxifahrten gezahlt hätte! Ich gönnte mir noch eine einfache Suppe für meinen angegriffenen Magen und fiel dann ins Bett.Read more

  • Day65

    Halong & Lan Ha Bay

    November 8 in Vietnam ⋅ ☀️ 25 °C

    Für heute hatte ich eine Bootstour mit 20 Leuten gebucht. Die Leute waren alle super lieb und es waren sogar drei deutsche dabei, die ersten seit ich aus Deutschland weg bin! Es ging durch die atemberaubenden Limestone Formationen des Lan Ha Bays zu einem schwimmenden Fischerdorf, wo wir die Fischereimethoden kennenlernen konnten. Dann fuhren wir weiter zum Halong Bay, wo wir mit Zweier-Kayaks durch die kleinen Kanäle und sogar durch drei Höhlen durchpaddelten. Mega schön! Dann gab's super leckeres Essen mit Meeresfrüchten an Board, bevor es mit einem kleinen Schwimmstopp im Sonnenuntergang wieder zurück nach Cat Ba ging. Die Tour war eines meienr Highlights in Vietnam! Die Routen, die der Anbieter gewählt hatte, waren überhaupt nicht überlaufen wie ich dachte, wir waren meistens das einzige Boot weit und breit! Danach schlenderte ich noch bisschen durch den Hafen, sah mir den Sonnenuntergang an und ging dann Calamari essen. Ein großer Fehler! Bald darauf merkte ich wie mein Bauch zu grummeln und zu Schmerzen begann. Ich machte mich auf den Weg zum Hotel. Zwischendrin kam ich an einer Feierlichkeit zu Ehren irgendeines Nationalhelden vorbei und wurde eingeladen mich dich zu setzen. Es wurden allerlei Aufführungen dargeboten von Fächertänzen bis hin zu Chorgesängen. Aber meine Bauchschmerzen wurden immer schlimmer und ich ging bald weiter. (Achtung, empfindliche Gemüter ab jetzt aufhören zu lesen!) Auf dem weg merkte ich plötzlich wie der erste Durchfallschub kam und ich rettete mich gerade noch in einen Hinterhof. Die armen Leute, die das am nöchsten morgen entdeckten. Es tut mir aufrichtig leid! Danach schaffte ich es gerade noch ins Hotel, bis es richtig losging. Ich schloss mich 2 Stunden in die Toilette neben der Rezeption ein. Immer wieder, wenn ich dachte es ginge und ich könnte zur Rezeption gehen und erklären, was los wäre, ging es wieder los. Bald übergab ich mich auch. Und alles begleitet von unerträglichen Bauchschmerzen. Schließlich war eine kleine Pause, ich ging hinaus. Die Mädels von der Rezeption waren super süß, eine fuhr sofort zur Apotheke und besorgte Medizin (Berberin von Bereberitze, wusste nicht, dass das bei Durchfall hilft), die ich leider nicht bei mir behielt, und Elektrolytlösung. Sie gaben mir zu verstehen, dass ich nicht alleine bin, dass sie für mich sorgen und zeigten mir, wo sie schliefen, falls ich sie bräuchte in der Nacht. Es war eine furchtbare Nacht, möglicherweise die schlimmste meines Lebens, begleitet von etlichen Klogängen, Brechreizen, Schüttelfrost und Bauchkrämpfen. Am nächsten Morgen war ich noch sehr schwach, aber es war überstanden. Die Empfangsdame erklärte mir noch, was ich essen dürfte und was nicht (Reis, Suppe, trockenes Brot und lustigerweise nur Blattgemüse, kein "body vegetable"). Sie hatte extra eine Bekannte gefragt, die Ärztin ist. Außerdem ging sie auf Nummer sicher, dass ich auch ja die restliche eklige Elektrolytlösung trank, indem sie sie in meiner trinkflasche auflöste. Ich hatte eigentlich vorgehabt sie wegzuschmeißen, weil sie so widerlich schmeckt. Das hatte sie wohl geahnt. ;) Naja, da musste ich also durch. Wir verabschiedeten uns herzlich und dann ging es für mich mit der Fähre und dem Bus nach Ninh Binh.Read more

  • Day64

    Cat Ba Island

    November 7 in Vietnam ⋅ 🌙 24 °C

    Ich habe mich entschlossen, nicht die all inclusive Halong Bay Mehrtages-Bootstour zu machen, sondern stattdessen eigenhändig nach Cat Ba Island zu fahren, dort zu schlafen und von dort Touren zu machen. Ich fand mehr zufällig eine wundervolle Unterkunft, eine üppig bepflanzte Oase idyllisch an einem Meeresarm gelegen. Es war nur noch Dormitory frei, aber der Vierbett-Schlafsaal gehört mir ganz alleine. Eine super liebe Angestellte erklärt mir alle Optionen und Touren und entschied mich für den nächsten Tag eine Bootstour nach Lan Ha Bay und Halong Bay zu machen, inklusive Kajaking und Schnorcheln. Für den Tag danach gäbe es die Option mit einem Ranger eine Ganztages-Trekking-Tour durch den Nationalpark zu machen. Das überlege ich mir aber noch, zumal ich im Bad ausgerutscht bin und mir den großen Zeh verstaucht habe. Für heute nahm ich mir eines der Fahrräder der Unterkunft. Ich fuhr zu einer nahegelegenen Cave, die während des Vietnamkrieges als heimliches Krankenhaus genutzt wurde. War super spannend! Bei der Strecke habe ich mich allerdings etwas überschätzt, die Insel ist super hügelig und mit dem super unbequemen Drahtesel eine Herausforderung. Alle entgegenkommenden Rollerfahrer sahen mich glaube ich eher mitleidig als anerkennend an :D aber die Landschaft hier ist wunderschön und ich genoss die Ruhe. Danach war ich ziemlich geschafft und chillte mich einfach für drei Stunden an den nahegelegenen Sandstrand - konnte ein wenig Schlaf nachholen und einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen. Das war eine Wohltat nach dem Busmarathon und fühlte sich tatsächlich mal nach Urlaub an ;) in der Unterkunft bestellte ich mir Sommerrollen mit Scampi und eine Suppe aus Scampi und Wasserkürbis, die ich in dem schönen Garten am Wasser aß.Read more

  • Day63

    Ban Gioc Wasserfall

    November 6 in China ⋅ ☀️ 23 °C

    Frühmorgens schlenderte ich über den wundervollen Markt von Cao Bang und holte mir die obligatorische Frühstücks-Pho. Diesmal aber mit Ente - will mir ja nicht nachsagen lassen, ich esse eintönig! Überhaupt schmeckt jede Pho anders, mal mit Huhn, mal mit Rind, mal mit Ente, mal mit in Weinsud gekochtem Rind, mal ohne frische Kräuter, mal mit Koriander, Minze, Sprossen, Thaibasilikum oder in dem Fall drei verschiedene Arten Zitronenmelisse, mal mit frischem Ingwer, mal überwiegt die Nelkennote. Immer wieder spannend, und immer wieder lecker! Dann ging's drei Stunden mit dem Bus durch atemberaubende Landschaft (die Gegend um Cao Bang ist mit Ha Giang als eine der schönsten Vietnams deklariert) zum Ban Gioc Wasserfall, dem viertgrößten Wasserfall an einer Landesgrenze - nach Niagara, Viktoria und einem in Brasilien. Er ist wahnsinnig breit, hat verschiedene Neben-Fälle und schmiegt sich wunderschön in die Limestone-Landschaft. Es gab allerdings weniger zu tun als gedacht, auf der chinesischen Seite gab es einen Pfad am Fluss entlang, aber da konnte man nicht hin, man wurde schon ganz genau beobachtet, dass man nicht nach China ausriss - schwimmen war auch verboten! So war ich schon am frühen Nachmittag wieder zurück, schlenderte durch die Stadt (die überraschenderweise etliche üppige Gemüsegärten in den Hinterhöfen verbrigt) und aß am Straßenrand ein Dessert, das denke ich aus einer Art Flan aus Sojamilch besteht, der zerhackt und mit Sirup übergossen wird. Endlich mal etwas Süßes! Vermisse die indonesischen Kokostörtchen. Das süßeste, was ich bisher gefunden hatte, war eines dieser Überraschungspakete aus Bananenblatt, bei dem eine pappige Reismasse mit Süßkartoffel gefüllt und daher leicht süßlich war. Ich entschloss mich doch nicht am nächsten morgen in den Ba Be National Park zu fahren, weil sich herausstellte, dass es ein ziemlicher Akt war von dort wieder nach Hanoi zu kommen, und weil mein Host meinte, es wäre eh nicht die richtige Jahreszeit, da es zu kalt zum Schwimmen im See ist. Stattdessen entschied ich, gleich den Overnight-Sleeping-Bus nach Hanoi zu nehmen, um dann gleich weiter nach Cat Ba zu fahren. Ich war also neun Stunden im Bus unterwegs, musste dann um 5 uhr morgens in Hanoi einen Bus finden, der mich zu einem anderen Busbahnhof brachte, von dort den Bus nach Haiphong (3 Stunden) finden, von wo ich wieder zu einem anderen Busbahnhof fahren musste, um von dort via Bus - Boot - Bus nach Cat Ba Island und dort nach Cat Ba Stadt zu gelangen. Eine Odyssee! Um 8 Uhr abends losgefahren, kam ich also mit kaum Schlaf um zwei Uhr nachmittags in Cat Ba an.Read more

  • Day61

    Mountain Loop: Dong Van bis Ha Giang

    November 4 in Vietnam ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach leckeren Pancakes (zum ersten Mal keine Pho zum Frühstück) vor der traumhaften Reisfeld- und Bergkulisse ging's zurück nach Ha Giang. Dies war die längste und auch schönste Strecke. Einfach gigantisch der Ausblick von der ständig am Abgrund entlanggehenden Straße. Wir sahen auch den größten Canyon Südostasiens mit einem petrolfarbenen Fluss. Und zwischendrin gab es eine kleine Wanderung am sogenannten "Sky path", der hält was der Name verspricht. Wir kletterten auf einen kleinen Gipfel abseits des Weges und von dort kletterte ich weiter auf einen kleinen Felsvorsprung, was ein ziemlicher Nervenkitzel war, da es darunter hunderte Meter in den Abgrund ging. Aber die Fotos waren es wert ;) Mein Guide war stolz wie Oskar und erzählte jedem, der uns begegnete, ich hätte mich das getraut. Das letzte Stück der Loop war identisch mit dem ersten Tag und so konnte ich den Teil inklusive Heaven's Gate glücklicherweise doch noch ohne Nebel und Regen sehen. Vom ganzen auf dem Motorrad sitzen tat mir mein Popo ziemlich weh und zurück in Ha Giang gönnte ich mir eine Massage. Ich hatte mir eine schön entspannende Massage wie in Indonesien vorgestellt - weit gefehlt! Das glich eher einer Quälerei. Ohne Pardon riss sie mich rum, ließ Finger, gehen und Schultern knacksen und schlug mir heftig auf den Rücken. Zumindest sind die Verspannungen jetzt weg. Am nächsten Morgen ging's mit dem Bus nach Cao Bang. Der Besitzer des Motels hatte organisiert, dass mich der Bus um 7 Uhr am Motel abholt. Er meinte es wäre ein direkter Bus, die Fahrt dauere etwa 9 Stunden und es gäbe die Möglichkeit für Mittagessen zwischendrin. Der Bus kam um halb neun, losgefahren sind wir dann um 9. Von Bus kann auch keine Rede sein, es war eher die vietnamesische DHL, oder besser: Postkutsche. Reissäcke, Pakete, Obstkisten wurden ein- und ausgeladen und dazwischen saß ich. Es war auch keine Direktverbindung, ich musste zwischendrin umsteigen. Für die 250 Kilometer bräuchten wir tatsächlich 9 Stunden, besonders die ersten 20 waren furchtbar, dafür brauchten wir knapp 2 Stunden! Ständig gab es Straßenarbeiten, auf die alle Autos warten mussten und dazwischen waren die Schlaglöcher so tief, dass sich der Fahrer mühsam drumherum manövrieren musste. Die Straßenverhältnisse waren ein Alptraum, aber die Landschaft ein Traum! Es ging ähnlich traumhaft wie auf der Loop weiter, mit riesigen Reisterrassen, sattgrünen Bergen und tiefen Schluchten mit blaugrünen Flüssen. Dazwischen immer wieder kleine Dörfer mit Holz- oder Strohhütten, über denen der typisch vietnamesische Zimtgeruch hängt. Cao Bang ist ein nettes kleines Städtchen am Fluss. Ich fand ein nettes Homestay und aß in einer Garküche mit einer Hackfleischmischung gefüllte frisch gemachte Art Pfannkuchen oder Lasagnenudeln aus Reisteig in Brühe mit Koriander. Köstlich!Read more

  • Day60

    Mountain Loop: Yen Minh bis Dong Van

    November 3 in Vietnam ⋅ ☁️ 15 °C

    Tag 2 der Motorradtour begann mit der obligatorischen morgendlichen Pho, bevor ich den Sonntagsmarkt in Yen Minh erkundete. Hier gab es neben Tigerpfoten, Ferkeln, frischem Obst und Gemüse auch die traditionellen bunten Röcke, die hier alle über noch buntere Leggings tragen. Ich bedeutete meinem Guide ich wolle alleine über den großen Markt schländern und verlief mich glatt. Am Ende haben wur ubs dann aber doch wieder gefunden, er war allerdings etwas sauer und erzöhlte (soweit ich die Gesten deuten konnte) den gabten Tag jedem, den wir trafen, die Story. Danach ging es durch malerische Berglandschaften weiter mit dem Motorrad. Diesmal hatten wir Glück mit dem Wetter, nach frühmorgendlichem Nebel kam sogar die Sonne raus. Neben tollen Fotospots legten wir noch Stopps bei traditionellen Dörfern, einem Königspalast (wo man schön architektonisch den chinesischen Einfluss sehen konnte), einer Mondkrater-ähnlichen Landschaft und dem nördlichsten Punkt Vietnams, an dem man einen Flag Pole besteigen kann, ein. Als wir an der chinesischen Grenze entlangfuhren, konnte man immer wieder Menschen mit Koffern und Rucksäcken sehen. Ich habe keine Ahnung, ob sie sich nach Vietnam oder nach China schmuggelten. Ich weiß nicht, welche Seite erstrebenswerter ist. Auf dem weg fanden wir auch eine Schlange, die mein Guide einfing und in einen Sack steckte. Er meinte er wolle sie essen, ist wohl eine Delikatesse hier. Er ließ sie später aber doch wieder frei. Die Nacht verbrachten wir in einem super süßen Homestay, in einem traditionellen Haus etwas außerhalb der Stadt mitten in den Reisfeldern und vor der Kulisse der imposanten Berge. Ich half in der Küche für das Family Dinner. Die Hausherrin zwang uns Gäste förmlich zum Maiswein trinken, den sie Happy Water nannte, steckte uns Mädchen schließlich in traditionelle Kleider und brachte uns vietnamesischen Volkstanz bei.Read more