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  • Day104

    Ende unserer Reise

    December 2, 2016 in Switzerland โ‹… โ›… 2 ยฐC

    Nun sind wir am Ende unserer Reise angelangt.
    Nach dem langen "Flugtag" sind wir gut wieder in der kalten Schweiz angekommen.
    Zum Schluss noch einige Fakten zu unserer Reise.

    - 13 verschiedene Währungen ๐Ÿ’ถ๐Ÿ’ด๐Ÿ’ต
    - 43 mal den Rucksack gepackt ๐ŸŽ’
    - 38 Nächte in Hostels/Gasthäusern ๐Ÿฆ
    - 23 Nächte in Hotels ๐Ÿจ
    - 21 Nächte in unserem Olaf ๐Ÿš
    - 10 Nächte im Zug ๐Ÿš†
    - 3 Nächte auf dem Schiff ๐Ÿšข
    - 3 Nächte im Zelt/Jurte โ›บ๏ธ
    - 2 Nächte im Bus ๐ŸšŒ

    Auf unserer Reise haben wir einiges an Strecke zurückgelegt.
    • Mit dem Zug zirka 13'456km ๐Ÿš‚
    • Mit dem Flugzeug zirka 12'199km โœˆ๏ธ๏ธ
    • Mit unserem Olaf zirka 6'421km ๐Ÿš
    • Mit dem Bus zirka 3'171km ๐ŸšŒ
    • Mit dem Schiff zirka 1'590km ๐Ÿšข
    • Mit dem Töff zirka 936km ๐Ÿ
    • Zu Fuss ungefähr 740km (Mailänder Dom - Visp - Europapark Rust - Frankfurt am Main)
    • Ungefähr 1'097'263 Schritte๐Ÿ‘ฃ

    ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช ๐Ÿ‡ณ๐Ÿ‡ด ๐Ÿ‡ซ๐Ÿ‡ฎ
    Die Leute in Skandinavien waren sehr freundlich. Ebenso sprechen die Menschen im Norden sehr gut Englisch. Wir haben es sehr genossen mit unserem Olaf zu reisen. Mit dieser Reiseart ist man absolut frei, hat keine Verpflichtungen und macht was einem gefällt. Wir waren teils Stunden unterwegs, ohne dass uns ein Auto entgegenkam.
    Das Essen haben wir meist selber mit dem Campingkocher zubereitet, um den hohen Preisen Skandinaviens auszuweichen.
    Die Lofoten sind ein wunderschöner Fleck auf dieser Erde. Ich denke das wir nochmals dorthin gehen werden um die Polarlichter zu sehen. Was uns nicht so gefiel war Malmö. Diese Stadt war uns einfach zu modern und hatte keinen besonderen Charme für uns.
    Etwas sehr angenehmes in Skandinavien ist das Bezahlen mit der Kreditkarte. Man braucht eigentlich kein Bargeld. ๐Ÿ’ณ

    ๐Ÿ‡ท๐Ÿ‡บ
    Wenn man an Russland denkt, sieht man einen rüpelhaften Igor und wohl eine unsympathische Olga vor Augen. So zirka ist es uns am Anfang auch ergangen. Doch die Leute in Russland sind sehr herzlich und freundlich. Sie unterscheiden sich komplett von den russischen Touristen. Die Verständigung in Russland war nicht immer einfach, da die Leute nicht Englisch sprechen können oder wollen.
    Wir konnten jedoch rasch das Kyrillische Alphabet lernen und uns mit wenigen Russischkenntnissen durchschlagen.
    Die Preise in Russland sind eher niedrig. Nach Vietnam, wohl das günstigste Land. Was uns faszinierte an diesem Land war die Grösse und die verschiedenen Kulturen.
    Weniger faszinierend war das russische Essen. Uns hat es durchschnittlich geschmeckt und die Portionen waren meist klein.
    Moskau und Sankt Petersburg sind wohl die schönsten Städte die wir jemals besucht haben. Die Transsibirische Eisenbahn war ein wunderbares Erlebnis. Wir konnten dieses Spektakel im Herbst erleben. Schon dann war es sehr kalt. โ„๏ธ
    Eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn ist im sibirischen Winter sicherlich auch ein Riesenabenteuer.
    Die Reise von Moskau bis zum Baikalsee war eher monoton. Die Landschaften waren meist identisch.
    Die Strecke von Irkutsk bis Peking ist sehr abwechslungsreich und wunderschön.

    ๐Ÿ‡ฒ๐Ÿ‡ณ
    Die Mongolei haben wir nur kurz gesehen. Doch wir haben dieses Land sofort gemocht. Die Leute sind herzhaft am Lachen und so lieb. Die Landschaften sind atemberaubend. Das Schlafen in der Jurte sicherlich ein Highlight auf unserer Reise.

    ๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ณ
    China, ein weiteres riesiges Land auf unserer Reise. Die Chinesen sind ein spezielles Volk. Dies haben wir besonders beim Essen bemerkt. Rauchen, lautes Gerede, schmatzen, spucken, gebrauchte Servietten auf dem Boden und dem Tisch verteilt. Dies sind hier ganz normale Essgewohnheiten. Das tolle Essen genossen wir aber trotzdem. Auch wenn man manchmal nicht wusste was man bestellt hatte.๐Ÿœ๐Ÿฑ
    Denn die Kommunikation in China war nicht wirklich einfach. Hier konnte man die Zeichen nicht so schnell lernen wie in Russland...๐Ÿ‰ใŠ™๏ธ
    Wenn etwas nicht auf Englisch angeschrieben war, war man hilflos verloren. In China gibt es unendlich viel zu entdecken. Jedoch sind hier die Touristenattraktionen absolut überteuert... Wir konnten uns aber manchmal als Studenten ausgeben und konnten somit den überteuerten Preisen ein wenig entgehen. ๐Ÿค“๐Ÿค—
    Ebenfalls überteuert ist Kaffee. Natascha schnauzte lauthals eine Kassiererin an, weil sie dachte abgezockt zu werden. Im Nachhinein erst merkten wir, dass Kaffee überall so teuer war. โ˜•๏ธ
    Der Transport in China war sehr einfach. Online konnte man die Zugbillete bestellen. Man brauchte nur noch an den Schalter zu gehen und diese abzuholen. Die Züge waren sehr sauber und immer pünktlich!

    ๐Ÿ‡ญ๐Ÿ‡ฐ
    Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone von China. Hongkong aber ist ein eigenständiges Land und die Einwohner fühlen sich ganz und gar nicht als Chinesen. Dies merkten wir bereits bei unserer Ankunft. Das Personal, beispielsweise an den Metrostationen, begrüsste uns mit perfektem Englisch und grosser Hilfsbereitschaft. In Hongkong fühlten wir uns wie in England. Die Preise waren hier dementsprechend auch höher.
    In Hongkong assen wir keine typische Speise, man findet hier praktisch alles. Zudem war es zur Abwechslung auch mal toll wenn wir einfach in irgendein Restaurant gingen ohne vorher noch die Karte übersetzen oder uns nach einer Englischen Karte rumzusehen zu müssen. Von Hongkong nach Hanoi hatten wir den ersten Flug unserer Reise. โœˆ๏ธ๏ธ

    ๐Ÿ‡ป๐Ÿ‡ณ
    Vietnam, ein Land mit einer schrecklichen Vergangenheit, welche die Einwohner aber nicht davon abbringt, jeden Tag das Beste zu geben und glücklich zu sein! "Vergeben aber nicht Vergessen", dieser Satz hat uns auf unserer Vietnam-Durchreise häufig begleitet. Es ist unglaublich wie aufgestellt und freundlich die Vietnamesen sind. Wir haben uns in diesem Land sehr wohl gefühlt. Zahlreiche Tempel, wilde Dschungel, schöne Buchten, Strände, Kriegsüberbleibsel...
    Dieses Land bietet für jeden etwas. Das Essen werden wir auf jedenfall auch vermissen. Hier konnte man sich für wenig Geld durch die ganze Karte schlemmen. ๐Ÿ˜๐Ÿ–๐Ÿœ๐Ÿฐโ˜•๏ธ
    Die Vietnamesen haben uns gezeigt, dass man trotz einer schlimmen Vergangenheit zuversichtlich in einen neuen Tag starten kann und die kleinen Dinge im Leben schätzt.
    Der Transport im Land wird meist mit Bussen geregelt. Die Preise sind wie in ganz Vietnam sehr günstig. Die Strassen sind aber nicht immer gut befahrbar. Die Fahrer fuhren teils wie die Verrückten. Doch glücklicherweise kamen wir immer Heil an unserem Ziel an.

    ๐Ÿ‡ฐ๐Ÿ‡ญ
    In Kambodscha waren wir nur eine kurze Zeit. Doch schon in dieser Zeit merkte man, dass diese Leute sehr bedrückt sind von ihrer Vergangenheit. Das Problem hierbei ist, dass der Feind in den eigenen Reihen ist, bis heute.
    Mit Englisch konnte man sich überall problemlos verständigen. Das Essen in Kambodscha ist weniger gut als in den Nachbarländern. Sie kopieren meist die Küche, jedoch nicht so gut wie nebenan. Im Gegensatz zu Vietnam war Kambodscha ein bisschen teurer, aber immer noch relativ günstig.
    Gereist sind wir mit Schiffen oder mit Bussen, beides hat immer gut geklappt. Die Besichtigung der Angkor Wat Tempelanlage war ausserordentlich gut. Mit unserem Tuktukfahrer konnten wir innerhalb zwei Tagen sehr viele verschiedene Tempel ansehen. Die Bauten sind Grossartig! Unglaublich, dass man zu jehner Zeit zu solchem fähig war.

    ๐Ÿ‡น๐Ÿ‡ญ
    In Thailand sind wir nicht wirklich nah an die Geschichte herangekommen. Ausser dem Tod des Königs bekamen wir fast nichts mit. Der Tourismus hat Thailand fest im Griff, was die Kulturen ein bisschen verschwinden lässt. Das thailändische Essen ist wirklich gut. Die Preise im Bangkok waren angemessen, auf Phuket waren sie an die meist reich-russichen Touristen angepasst worden.
    Die Strände in Thailand sind perfekt. Sie sind sehr sauber und das Wasser ist ebenfalls klar.
    Mit Inlandflügen kommt man in Thailand relativ schnell und günstig umher. โœˆ๏ธ
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    Wir fühlen uns einerseits, als wären wir schon lange unterwegs. Da wir schon so viel erleben durften. Andererseits kommt es uns vor wie gestern, als wir das Wallis verliessen.
    Wir konnten drei unheimlich schöne Monate in sehr unterschiedlichen Ländern verbringen. Das Gefühl einfach machen zu können wonach man Lust hat und dorthin zu fahren wo die Bilder auf Google (in China auf Bing) am schönsten sind, ist einfach toll!
    Ebenfalls hat man keinen Drang alles zu entdecken, wenn man länger unterwegs ist. Wir haben nirgends das Gefühl etwas verpasst zu haben. Wir haben einfach gemacht was uns im Moment der Entscheidung am Glücklichsten gemacht hat.
    Ohne Smartphone wäre eine solche Reise unmöglich gewesen. Wir konnten kurzfristige Übernachtungsmöglichkeiten buchen, uns über die jeweiligen Länder und Orte informieren und natürlich die Momente in Bildern festhalten.
    Die Reisedauer war optimal. Denn mit der Zeit wird man ein wenig abgestumpft. Zum Beispiel: Wenn man einen Tempel besichtigt, der eigentlich sehr schön ist. Aber, man hat schon so viele Tempel gesehen, dass dieser einfach nur ein Weiterer ist...

    Wir in der Schweiz können uns sehr glücklich schätzen was wir für ein tolles Land haben. Andere Leute auf Welt haben viel bedeutendere Probleme als wir.
    Wir haben gelernt dankbar zu sein! Denn auch nicht jeder Mensch auf der Welt hat die Möglichkeit, seinen Horizont durch Reisen zu erweitern!
    Wir freuen uns riesig, mal wieder Wasser aus dem Wasserhahn trinken zu können. Das wir wieder das Essen zu uns nehmen können, das sich unser Körper gewohnt ist. Und das wir nicht mehr als laufende Dollarzeichen angesehen werden.

    Während den zehn Monaten im Militär, sahen wir uns nur an den Wochenenden.
    Die Umstellung drei Monate aufeinanderzusitzen ist zwar schön, doch nicht immer einfach. Ab und zu kommt man sich in die Haare. Die Hauptgründe dafür waren meist Schlafmangel oder Hunger. Doch mit dem nötigen Verständnis füreinander geht das wunderbar.

    Wir konnten gemeinsam etwas so Tolles erleben, was wir nie vergessen werden!
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