• Waterfall - Way

    December 26, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 16 °C

    Es war bewölkt, als wir aufwachten, und heute würden wir einen Erkundungslauf durch Glenn Innes machen. Jeder natürlich in seinem Tempo, und es lief auch jeder von uns dorthin wo er wollte. Ich wollte mir die wunderschönen alten Gebäude ansehen. Und da gab es einiges an alten Gebäuden in dieser kleinen netten Stadt, die mir sehr gut gefielen.

    Unsere beiden Österreicher waren am nächsten Morgen nach einer Dusche und einer schnellen Verabschiedung schon wieder weitergefahren. Wir machten noch ein gemütliches Frühstück und ich konnte mir unter der wunderbaren warmen, kostenlosen Dusche wieder mal die Haare waschen. Dass die moderne, neue Dusche mit lauter, fast ausnahmslos toten braunen Käfern bevölkert war, störte mich nur geringfügig. Ich duschte sie alle Richtung Eingangstüre und meine rosa Crocs hab ich beim Duschen auf jeden Fall nicht ausgezogen.

    Auch hatten wir wieder mal eine kleine Auseinandersetzung. Ich hatte in unser Abwaschwasser Spülmittel hineingegeben, ein Tropfen zu viel vielleicht.
    Da Alex sehr umweltbewusst leben will, will er auch kein “Gift essen” - so hat er mir das gegenüber argumentiert. Ich würde ihn also somit “vergiften”.
    Ich will einfach nur sauberes Geschirr, kann aber aufgrund von Wasserknappheit unser Geschirr nicht abspülen. Es wird eben abgetrocknet. Und ich bin natürlich traditionell behaftet und habe mein ganzes Geschirr immer mit Geschirrspülmittel abgewaschen.
    Quintessenz des Streits war, um die Wogen wieder zu glätten,versprochen habe, nun ohne Seife abzuwaschen.

    Alex nutzte die Gelegenheit noch seine Wäsche zu waschen. Ich schloß mich ihm später an. Da wir aber danach weiterfahren wollten, mussten wir die Wäsche im Van drinnen zum Trocknen aufhängen.
    Nach ca. 1 h Fahrzeit rief schon wieder unser Mittagessen nach uns, und so blieben wir kurzerhand in einem kleinen idyllischen Ort gleich am Straßenrand stehen und begannen zu kochen. Alex hängte die noch immer naße Wäsche im riesigen Baum neben dem Gehsteig in die herunterhängenden Äste. Das sah so witzig aus! Ein Passant kam vorbei, und duckte sich unter der rasch trocknenden Wäsche vorbei, die im Wind nun rasch trocken wurde.

    Unser nächster Stop waren die Wollomombi Falls. Diese Landschaft hier ist wirklich außergewöhnlich schön. Mitten im fruchtbaren Landschaftsplateau stürzt der Chandler River fast 260 m hinunter ins Mcleay Valley.
    Das Wetter empfanden wir zum ersten Mal als richtig kühl, und wir trugen unsere windundurchlässigen Jacken nun richtig gerne. Wir wanderten die kurzen Trails, die nicht länger als 30 bis 60 Minuten waren oben an der Plateaukante entlang. Immer wieder gab es spektakuläre Aussichtspunkte, die richtig in die Luft ragten. So hatte man schöne Ausblicke auf die Wasserfälle, die grünen Pools, die sich am Grund der Schlucht gebildet hatten.
    Australien überrascht uns immer wieder mit einer neuen Art von Landschaft.

    Neben den Wasserfällen gab es wieder einen Campingplatz, beim Durchfahren war gerade noch ein Platz frei. Alex buchte ihn über die Webseite. Das ist wirklich äußerst praktisch und unkompliziert.
    Wir hätten sogar noch ein Lagerfeuer machen können, auf unserem Stellplatz wäre sogar Holz vorhanden gewesen. Doch es war uns einfach zu frisch draußen und so huschten wir in unser gemütliches Hochbett.
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