• Granitpyramide und Stonehenge

    December 25, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Donnerstag, 25.12.2025

    Der Weihnachtsmorgen 2025 startete mit der Tagwache um 5h. Ja, Alex kannte da keine Gnade und wenn ich mich zu lange in unserem Hochbett aufhielt, dann meinte er, ich sei wie die beiden alten Nörgler aus der Muppet Show, die alles immer runter machen.

    Also gut, dann eine Yoga-Einheit, aber diesmal mit Zuschauern! Unzählige Kangaroos saßen um uns herum und schauten uns in aller Ruhe zu.
    Dann gefrühstückt, und dann noch bei Tanja in ihrem Glamping-Zelt vorbeischauen. Bald saßen wir bei ihr am Tisch und viele Tips für die Reise wurden von uns ehrfürchtig notiert.
    Tanja war eine richtige Fundgrube für Reisetipps. Sie zeigte uns ihre neuesten Camping-Errungenschaften, wie eine Duschkabine, die direkt am Auto außen montiert war und ein faltbares Sonnendach auf 2 Seiten des Autos.

    Kurz darauf kam auch eine Kanadierin dazu, die viel redete, aber nichts sagte. Vieles wurde von ihr zerredet und ihr Heimatland, in das wir nach Australien weiterreisen würden, kam dabei gar nicht gut weg.

    Die Lust, ihr zuzuhören, verging uns sehr bald. Wir verabschiedeten uns herzlich von Tanja, und machten uns auf den Weg zur Pyramide. Ein riesiger pyramidenförmiger Granitberg mit einer ca. 45° Steigung im obersten Bereich des Trails. Tanja hatte uns schon gewarnt, dass die Besteigung nicht ganz einfach sein würde. Und das war sie tatsächlich nicht. Es war immens steil und einige Stellen waren so exponiert, dass man bei einem Sturz sich weder irgendwo festhalten konnte noch sah, wo man vielleicht aufschlagen würde.

    Wir schafften es, die steilen Felsen hinauf zu klettern und wurden oben mit einem herrlichen 360° Rundumblick belohnt. Den steilen Felsen hinunter zu gehen war die noch größere Herausforderung als hinauf. Alex ging immer, mich schützend vor mir. Als wir die gefährlichsten Stellen passiert hatten und wieder unten angekommen waren, spürten wir unsere Oberschenkel ganz schön. Gutes Training für die Radtour durch Neuseeland.

    Nachdem wir unbeschadet unseren Kohbi wieder erreicht hatten, machten wir uns auf in den Süden. In Glen Innes hatten wir bei den Standing Stones einen Stellplatz auserkoren.
    Wir konnten dort noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Wiese genießen, ganz nah an der Felsenformation, die Stonehenge nachahmte.
    Die Vorfahren der Einwohner von Glenn Innes waren Schotten, Iren oder aus Wales. Sie hatten sogar ihr eigenes in hellblau und beige gehaltenes Schottenkaro entworfen. Einmal im Jahr gab es am letzten Wochenende im Mai ein 4-tägiges Keltenfest.

    Sogar das Schwert von König Artus steckte hier in einem Felsen. Mein Versuch es zu ziehen scheiterte kläglich.
    Hier gabs auch Toiletten und eine kostenlose Dusche. Die würden wir morgen gleich mal ausprobieren.
    Als wir von unserem Wiesen - Ausflug zurück kamen, stand ein anderer Camper neben uns. Es war ein österreichisches Ehepaar aus Steyr, Albert und Inge, er aus Wien. Wir luden sie noch zu einem Plausch in unseren Van ein. Nach netten, aber ermüdenden etwas einseitigen Gesprächen, gähnte Alex ein paar Mal und so löste sich unser 1. Österreicher-Treffen hier in Australien auf.
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