• … bis zu Steven‘s farm!

    January 19 in New Zealand ⋅ ☁️ 24 °C

    Montag, 19.01.2026
    48 km, 585 hm
    Hamilton bis Maungatautari-Stevens Farm

    Wir starteten heute um kurz nach 8h von unserem Appartment weg. Alex machte sich auf den Weg in die Dental-Klinik, während ich noch im Woolworth einkaufen war.
    Als ich anschließend zum Zahnarzt kam, war Alex schon fertig und hatte ein neues Inlet.
    Ich hatte leider zuviel Wasser eingekauft, und da wir eh schon so schwer beladen waren, brachte ich die 4 Liter Wasser zurück und bekam eine Gutschrift.

    Dann ging es den Rivertrail weiter, viel bergauf und bergab,insgesamt 500 hm und 48 km, es war sehr anstrengend, waren doch die Steigungen nach meinem Gefühl ca. 30% und meinen Oberschenkeln ging dann doch irgendwann die Kraft aus. Ich musste einfach ab und an absteigen, meine fast 150 Pulsschläge runterbringen und das Rad schieben.

    Nach Cambridge, dort wo der River Trail endete, bogen wir auf den Araroa-Trail ab. Auf einer schon hoch gewachsenen Wiese nahmen wir unser Mittagessen ein. Am nächstgrößeren Ort hatten wir noch einen Woolworth ausfindig gemacht, dort kaufte ich nochmals Wasser nach, und Alex gönnte sich noch ein kleines Eis und ein Mars.

    Unsere weitere Route führte uns durch eine hügelige Landschaft, wo ein Besitz sich an den anderen reiht. die Zäune gehen bis zu ca. 3 m an die Straße heran, und es gibt jeweils ein Einfahrtstor, wo dann eine Straße bis zum Haus führt, das man oft gar nicht sieht, so weit liegen diese oft weg von der Straße.

    Schön langsam wurde es Zeit, uns einen Zeltplatz zu suchen, aber die Möglichkeiten hier schienen uns sehr, sehr gering.
    Alex meinte, ich solle nun doch einen Wunsch ans Universum schicken, damit sich endlich eine Möglichkeit für uns findet. Und das tat ich, denn auch ich befürchtete das wir keinen Platz finden würden.

    5 Minuten später, als wir auf der Straße so dahin strampelten, hörte ich das Geräusch eines Motorrades. Aus einer Schotterstraße kam ein groß gewachsener Farmer auf seiner Geländemaschine. Er blieb stehen, und ich fragte ihn, ob er einen Zeltplatz für uns wüsste.
    Sofort bot er uns seine gerade Wiese neben seiner Scheune auf seiner Farm an. Er fragte uns sogar, ob wir schon gegessen hätten. Hatten wir, und wir brauchten nur einen eben Platz für unser Zelt.
    Er erzählte uns, dass seine Eltern aus der Schweiz hierher ausgewandert waren, sein Vater die Farm gegründet hatte und er sie ihm nun abgekauft hatte.110 Hektar. Er lebte hier mit seinen fast 3 erwachsenen Töchtern und seiner Frau in einem wunderschönen grau und weiß gehaltenem Haus auf dem Hügel, hatte Rinder, ein paar Schafe und ein paar Pferde, die von seinen Töchtern umsorgt wurden.

    Wir schlugen also unser Zelt auf der schönen Wiese neben der Pferdeweide auf, hatten eine ruhige und angenehme Nacht und starteten am nächsten Morgen gut ausgeruht in den Tag.
    Steven winkte uns in der Früh noch von seinem Motorrad zu und fuhr auf seine Weide.
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