• ….so crazy!?

    January 25 in New Zealand ⋅ 🌫 10 °C

    Sonntag, 25.01.2026
    55 km, 1035 hm
    von Taumarunui bis Crossing Lodge/ Waimarino

    Am nächsten Morgen, Alex ließ mich ausschlafen, gingen wir um 8.30 zum Frühstück.
    Es war im großen Zimmer, mit Kaminofen, der leider nicht in Betrieb war, obwohl es ziemlich kühl im Raum war. Mit uns saßen noch 3 weitere Neuseeländer am Tisch. So richtiges Gespräch wollte sich nicht entwickeln.
    Geoff unser Gastgeber, mokkierte sich etwas, weil ich 3 x Kaffee nachbestellte. “Das wäre ein neuer Rekord”, meinte er. Das fiel Alex unangenehm auf.
    Da keine Marmelade am Tisch stand, fragte Alex danach, und Geoff stellte nacheinander 2 Gläser auf den Tisch. Es wurde viel Obst gereicht, was wiederum toll war. Im großen und ganzen ein sehr reichhaltiges,gutes Frühstück.
    Danach packten wir alles zusammen, und Alex wollte zahlen gehen. Leider funktionierte die Bankomatkarten-Station nicht. So mussten wir bar bezahlen. Geoff hatte jedoch keine Retourmünzen, irgendwie spürte ich, obgleich ich noch im Zimmer war, das die Luft zwischen den beiden ziemlich angespannt war. So flogen die Worte hin und her und Geoff musste verärgert nun um Münzen losfahren mit seinem Auto. Als er zurück kam, hat er Alex zuwenig herausgegeben, was diesen enorm ärgerte. Die Wortfetzen flogen und Geoff fluchte und schrie dann daß er uns aus dem Haus raus haben wollte. Mit f……g und so.
    Die Situation war wirklich vertrackt, Wenig später kam June, da wir nun verwirrt über diesen Ausbruch so schnell wie möglich weg wollte, stand mit Tränen in den Augen da, sagte der Apparat würde nun funktionieren, gab Alex das Bargeld zurück und Alex bezahlte nun mit seiner Karte. Sie entschuldigte sich für ihren Partner mehrmals, und das die Situation so eskaliert sei.
    Wir zogen so schnell wie möglich los, froh aus dieser ganz eigentümlich entstandenen Situation,entkommen zu sein.
    Nach wie vor regnete es in Strömen, und wir radelten auf einer nicht so stark befahrenen Straße dahin.
    Zu Mittag gegessen hatten wir mal wieder in einer kleinen Wellblechhütte am Straßenrand. Vermutlich aufgestellt von besorgten Eltern für ihre Kinder die auf den Schulbus warten mussten.
    Wir hatten eine sehr steile Passage gegen Abend zu bewältigen, und mein besorgter Mann wollte dass ich diese allein zu Fuß ohne Rad bewältigen sollte. Als ich oben ankam wurde mir dort ganz schön kalt, so ging ich ihm wieder entgegen, konnte ihm das Rad abnehmen und spürte, dass ihm diese Steigung zweimal fast schon zu viel war
    und er auch schon ziemlich fertig aussah.
    Er legte eine Rast ein, und ich fuhr schon mal vorne weg, damit mir wieder einigermaßen warm würde.
    Er holte mich bis in die Crossing Lodge nicht mehr ein. Keine Kunst, da mir downhill liegt und es dann fast nur mehr geradeaus ging.
    So kam ich als Erste bei der Lodge an, nur ein paar Minuten später war auch Alex dann angekommen. Wir duschten heiß, bezogen unser winziges Zimmer mit Stockbett und hörten den Regen unerbittlich die ganze Nacht ans Fenster trommeln.
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