Remutaka Rail Trail
February 4 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C
Mittwoch, 04.02.2026
62,1 km, 781 Hm
Martinborough nach Upper Hutt/Campground
Remutaka Rail Trail
Gut erholt und ausgeschlafen ging es morgens um 7h los. Das Wetter war unbeständig, ab und an nieselte es und wieder mussten wir abwechselnd unser Regenzeug an und wieder ausziehen. Da es anscheinend durch den starken Regen Überflutungen gegeben hatte, wie mir ein einheimischer Straßenverwalter in seinem neongelben Outfit verriet, sollten wir besser den Weg durch Featherston über die Bundesstraße nehmen, als abseits die kleine Straße zu fahren.
So fuhren wir durch den altertümlichen Ort mit seinen alten Holzhäusern und Geschäften, und verwarfen unseren ersten Frühstücksplatz unter dem Vordach eines alten Buchladens, da die nächste öfftentliche Toilette zu weit weg war.
Wir fanden dann mitten im Verkehrsgewühl einen überdachten Tisch unweit einer öffentlichen Toilettenanlage. Hier frühstückten wir unser Porridge. Gerade als wir wieder abfahren wollten, prasselte der Regen wieder mal vom Himmel.
Kurz warteten wir das Schlimmste ab und machten uns danach weiter auf den Weg.
Bei Cross Creek, das um 1876-1955 eine aufstrebendes Eisenbahn-Städtchen war, fuhren wir auf den Remutaka Rail Trail auf. Kurz davor trafen wir noch einen Einheimischen, der uns die Strecke als derzeit schauerlich schilderte. Der Fluss wäre über die Ufer getreten, Flusspassagen wären zu Fuß zu durchqueren, sehr, sehr steil usw. Ok, na dann gabs nur noch Augen zu und durch, denn Alternativ-Weg hatten wir keinen.
Was wir dann erlebten, war einer der schönsten und selektivsten Rad-Strecken Neuseelands.
Als erstes ging es einen schmalen Single-Track durch dichten Wald, der Weg ging hügelauf und hügelab, kurvig, erdiger Trail, teilweise von den Wasserbächen der vergangenen Nacht etwas ausgeschwemmt. Ich kam mir fast vor wie am heimatlichen Bisamberg und somit fühlte ich mich gleich wie daheim.
Wir hatten einigen Gegenverkehr, aber alle Teilnehmer fuhren vorsichtig und mit viel Rücksicht und man ließ einander an den Engstellen stehend passieren.
Viele ältere Semester waren mit ihren E-bikes unterwegs, ca. 90%. Dann stießen wir auf die eigentliche Strecke, die 2-spurig auf der alten Eisenbahnstecke entlang führte. Teilweise ging es mit 8-10% Steigung bergauf, durch mehrere Backstein-Tunnels hindurch. Immer wieder entdeckten wir Hinweistafeln mit alten Fotos, die uns die Geschichte dieser Eisenbahnstrecke sehr gut darstellte. Man fühlte sich direkt in diese Zeit zurückversetzt.
Auch eine Hängebrücke war zu bewältigen. Diese schwankende Konstruktion haben wir zu Fuß, das Rad schiebend, überquert.
Oben, am Gipfel angekommen, haben wir Mittag gegessen, die Sonne schien und wir haben uns schon auf die Abfahrt gefreut.
Es war ein langer Downhill auf der Gravel-Road, den wir gut gemeistert haben.
Ebenso und mit einem Trick haben wir dann die Fahrrad-Schleuse bezwungen. Bei der ersten haben wir noch das ganze Fahrrad abgeräumt und auf der anderen Seite wieder aufgepackt.
Bei den nächsten hat Alex das Fahrrad einfach nach hinten gekippt und ist samt Gepäck unten durchgerollt. Tja, ein bisl Mut und Grips, und die Sache ist geritzt.
Danach gings noch ein paar Kilometer am Fluss entlang und dann erreichten wir den Camping-Platz.
Nach Zeltaufstellen und heißer Dusche, schlupften wir in unsere Schlafsäcke und waren ziemlich schnell und müde eingeschlafen.Read more



















