• … schönste Strecke bisher !!

    February 20 in New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Freitag, 20.02.2026
    von 10 Campsite Greymouth über Kumara auf den Kawhaka Pass
    55.9 km, 665 hm
    Freitag, 20.02.2026
    von 10 Campsite Greymouth über Kumara auf den Kawhaka Pass
    55.9 km, 665 hm

    Wir kamen um 6:40 vom Campingplatz weg, es war dämmrig und die Straße regennaß. Die ersten Kilometer gingen noch den Highway entlang, der gefühlt mehr Verkehr führte. Ab Kumara Junction konnten wir wieder eine breitere Gravel Road fahren. Diese ging im Wald entlang, wunderschön durch hohe Bäume, wir überquerten einen tiefen Flusslauf auf einer recht schmalen Hängebrücke, die während der Überquerung leicht schaukelte. Ein wenig mulmiges Gefühl kam da bei mir auf. Weiter ging es an Wasserreservoirs entlang, ohne das wir auch nur ein einziges Fahrzeug sahen. So fühlt man sich ganz tief mit der Landschaft verbunden, ohne diese sichtbaren Zeichen der Zivilisation. Ich fühlte mich dann zurückversetzt in die Zeit, als dieses Land gerade besiedelt wurde, und es als Fortbewegungsmittel wahrscheinlich nur Pferd und Wagen gab. Da wir hier auch einen Abschnitt befuhren, der nicht von vielen Touristen besucht werden kann, außer sie benutzen ein Fahrrad oder ihre Beine und sie sich dann außerhalb ihrer Komfortzone bewegen müssten, können wir diese Ursprünglichkeit hier wirklich in herrlicher Ruhe mit Vogelgezwitscher und Bachgeplätscher genießen während wir so dahinradeln.
    Man hat sich hier wirklich sehr bemüht und einen tollen Job gemacht. Radstrecken, die über sumpfige Gebiete führen hat man mit Holzstegen überbrückt und diese sind sehr gut zu befahren.
    Das Wetter hat sich gebessert, teilweise hatten wir knallblauen Himmel mit weißen Wolken und somit macht Neuseeland seinem Namen alle Ehre. Denn Aotearoa heißt in Maori “Land der langen weißen Wolke”.
    Gegen späteren Nachmittag erreichen wir den Kawhaka Forrest und nun geht es bergauf.
    Wir schaffen es wirklich gut, die Schotterstraße schlängelt sich langsam und stetig den Berg hinauf bis zum 317 m hohen Kawhaka Pass. Auch die hohen Berge scheinen nun immer näher zu rücken.
    Die nächstmögliche Schlafmöglichkeit wäre Cowboys Paradise gewesen. Ein Saloon, ein paar Hütten, und viele Menschen.
    Wir entschieden uns für die Nacht am Berggipfel, 600m vor Cowboys Paradise. Saftige grüne Wiesen, eigentlich Schafweiden, aber Schafe konnten wir hier keine ausfindig machen.
    So gehörte die Wiese heute Nacht uns ganz allein.Wir schupsten noch all die Schaf-Pemmerl von unserem ausgesuchten Wiesenplatz auf die Seite und auf einem ziemlich geraden Wiesenstück stellten wir unser Zelt auf und konnten dabei beobachteten, wie die Sonne ihre letzten Strahlen über die grünen Gipfel schickte. Ein unfassbar schöner Anblick!
    Als ich mitten in der Nacht aus dem Zelt kraxelte, um Pipi zu gehen, spannte sich über uns ein so klarer Sternenhimmel mit Milliarden von hellen Punkten. Aber bei ca. 8° huscht man dann gerne wieder in den warmen Schlafsack.
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