Quartier im Koomba Park
Mar 13–17 in Australia ⋅ ☁️ 13 °C
Freitag, 13.03.2026 bis Dienstag, 17.03.2026
Der Koomba-Park hatte uns wieder. Wir würden hier so lange bleiben, bis uns die AAA (Australien Automotiv Association) unser verlängertes CDP (Zollpapiere für Kohbi) zuschickte. Außerdem hatten wir einiges vor.
Alex wollte zuerst unseren Gasofen reparieren. Es funktionierte nämlich nur mehr die kleine hintere richtig und die rechte große mit viel Gefauche und Aussetzern,die kleine vordere brannte gar nicht mehr.
Er zerlegte alles und säuberte auch die Rohre, sprühte WD40 hinein, stocherte mit einem dünnen Kabel ins Rohr und blies dann kräftig. Da es sich auch noch oben krümmte, war es etwas schwieriger, aber plötzlich schoß ein dunkler Klumpen in Alex Gesicht. Das Rohr war wieder durchlässig.
Nun putzte er emsig alle Rohre und baute alles wieder zusammen. Wow! Alle Brenner funktionierten wieder einwandfrei!
Wir hatten auch ein Email an Thetford Australien geschrieben, die uns Servicehändler genannt hatten, diese hatten wir um Angebote für die Reparatur gebeten.
Es hätte schon 400 AUD gekostet, sich den Ofen nur anzusehen,und herauszufinden was kaputt gewesen wäre.
So hat Alex wieder mal alles gefixt. Ich bin unheimlich stolz auf Ihn, und sage ihm das nun jedes Mal, wenn ich die Kochstellen in Betrieb nehme und alles so herrlich gut funktioniert.
Auch mussten wir noch alles wieder an den alten Plätzen verstauen.
Am Samstag stand die National Libary in Christchurch auf dem Programm. Wir waren mit unserem Van in die Stadt gefahren, hatten geparkt und da die Parkuhr nur 2 Stunden hergab, haben wir dort die Säle bewundert und uns ein paar Permakultur Bücher angesehen.
Danach besuchten wir den Botanischen Garten, den Shrine of Rememberance und das Denkmal von King Georg V, ohne Kopf. Vandalen hatten ihn abgesägt, er blieb verschwunden, bis er bei einem Konzert der Irischen Band Kneecap auf der Bühne auftauchte.
Wir genossen die Sonne und den blauen Himmel im Garten und hielten ein Schläfchen auf dem grünen Rasen.
Der Sonntag begann mit unserer Yoga und Callestenics Routine und danach einem herrlichen Frühstück. Danach ein wenig Büroarbeit, die Lena, meine Tochter mir zugeschickt hatte.
Wir hatten auch Robert wieder kontaktiert, unseren australischen Schilehrer, aus den Tiroler Bergen. Er besuchte uns direkt mit seinem Auto am Parkplatz und wir plauderten tiefgehend und intensiv.
Für Montag hatten wir uns mit unseren Verschiffungs-Genossen Andre,Angi und der kleinen Letti ein Picknick im Botanischen Garten ausgemacht. Als wir dort ankamen nieselte es. Unsere 3 lieben Deutschen parkten sich neben uns ein und herzlich war unser Wiedersehen. Wir marschierten in den Garten und wählten einen regengeschützten Pavillon zum Sitzen und Plaudern. Auch hatten wir unser Mittagessen eingepackt, das wir dort verzehrt haben. Wir tauschten viele Informationen aus und bekamen noch ganz viele interessante Tipps von den beiden mit, wo wir bei unserem zukünftigen Tripp ins Herz von Australien und an der Westküste entlang unbedingt stehen bleiben sollten.
Die 3 sollten am 21.03. Australien mit dem Flugzeug verlassen, ihr Camper würde verladen und dann nach Hamburg geschippert werden. Viel lieber würden sie aber hier bleiben und sich vielleicht in Darwin niederlassen.
Aber jetzt gings erstmal nach Hause. Wir konnten es Ihnen nachfühlen! Wir blieben auf unserem Weg ins Unbekannte, ins Fremde, in die Ferne und mit immer wieder neuen Bekanntschaften. Ja, wir fühlten uns privilegiert, das tun zu können. Es wurde spät, und der Abschied fiel uns gar nicht leicht. Wir wünschten ihnen gute Heimreise, und sogar Letti, die kleine schüchterne Maus, drückte und umarmte Alex und mich beim Abschied. So süß! So umarmten wir die “T4ler” die mit uns nach Borneo verschifft hatten, ein letztes Mal hier auf australischem Boden.
Der Dienstag ging ins Land und vormittag besuchten wir Robert im nahegelegenen Jazzmuseeum, in dem Roberts Vater schon als Voluntär wertvolle Arbeit bei der Archivierung der australischen Jazz-Geschichte geleistet hatte. Robert, auch schon 60 wie ich, tat es ihm gleich. Wobei er lieber im Garten unter freiem Himmel arbeitete als drinnen vor dem Computer.
Wir wurden herumgeführt, bestaunten diverse Exponate und die Schiffscontainer, die in der ehemaligen Lkw-Werkstatt eingebracht wurden und wertvolle Dokumente und Tonträger enthielten. In den Schiffscontainern waren sie brandgeschützt untergebracht.
Wieder plauderten wir total angeregt, mussten dann aber Schluss machen, da wir noch die bei Amazon bestellten Sachen aus dem Locker holen wollten. Wir bekamen alles, und sind nach wie vor begeistert, wie gut die Amazonlieferungen hier in Melbourne funktioniert haben.
Wir warteten immer noch auf unser CDP. Doch heute Mittwoch sollte es ankommen. Um die Zeit zu überbrücken, fuhren wir noch in eine Münzwäscherei, und wuschen und trockneten Bettzeug, Fahrersitzüberzüge und unsere Wäsche. Ganze 2,5 Stunden hatte diese Aktion gedauert. Auf unser Dokument warteten wir immer noch. Immer wieder checkte Alex die Tracking Nummer. Und weil wir noch Zeit hatten, meldeten wir uns bei Robert, der uns zu sich nach Hause einlud.
Dort verbrachten wir eine gute Zeit mit plaudern, neue Musik austauschen, mit einem Rundgang durch Haus und Garten und netten, sehr persönlichen Gesprächen.
Das ist immer das Schönste, so viel Vertrauen zu spüren, diese Offenheit und Ehrlichkeit, mit der man sich gegenseitig begegnet.
Es war schon dunkel, als wir Robert verließen und wieder in den Koomba Park fuhren. Wieder mal war Landhockey Training, und viele Autos auf dem Parkplatz, die sich aber nach 2 Stunden wie in Luft auflösten und uns allein hier in Ruhe schlafen ließen.Read more

Starken Leistung, Bravo [Orawan.schmidhauser@]



















