“Vernichtender Schlag und Edelsteinsuche
March 24 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C
Dienstag, 24.03. 2026
vom Hutchinson Monument bis Tarcoonyinna Creek/Parkplatz
409 km
Ich wachte auf. Ich hatte nicht geträumt. Hinter dem Mückennetz wimmelte es noch immer.
Ok! Heute stand Laufen am Programm, Alex wollte den Highway entlang laufen, ich wollte lieber meine Runden am großen Parkplatz laufen. Der Highway war mir nicht geheuer. Wollte keine Begegnung mit einem 50m langem Road Train haben. Das sind Lkw-Züge mit bis zu 4 Anhängern, die mit 100 km/h die Straße entlang donnern.
Davor aber, startete ich den vernichtenden Schlag gegen die schwarzen Punkte.
Ich besprühte die Hecktür mit Insektenspray.
Als ich zurück kam, rührte sich nichts mehr an der Hecktüre. Die Insekten waren alle tot. Es herrschte Ruhe im Kohbi. Das Summen und Brummen war erstorben.
Ich nahm das Mückennetz ab, saugte alle toten Biester ein und in mir breitete sich eine unglaubliche Zufriedenheit aus. Die Türen würden ab jetzt zu bleiben.
Alex kam zurück, war Gott sei Dank keinem Truck begegnet und nun konnten wir in Ruhe unser Frühstück zubereiten und genießen.
Das hieß, natürlich bei verschlossenen Türen, Fenster nur mit Mückennetzen geöffnet. Denn hier herrschte die Wahnsinns - Mücken und Fliegeninvasion.
Die lästigen Biester hatten es besonders auf Augen,Ohren, Mund und Nase abgesehen. Kaum war man im Freien, saßen mindestens 100 Fliegen auf dir.
Wir machten uns also nun in unserem klimatisierten Kohbi bei moderaten Innenraumtemperaturen wieder auf den Weg.
15 km später fuhren wir in Cobber Pedy ein. Wir tankten, und gingen im Supermarkt einkaufen, wo ich 2 Fliegennetze für den Hut erstand.
In diesem kleinen Nest von Australien, einer Stadt voll rotem Staub, die umliegende Landschaft geprägt von kegelförmigen roten Sandhaufen gab es einiges interessantes zu sehen. Den hier wurde nach Opalen geschürft. Hier in Coober Pedy ist das Hauptvorkommen dieses nationalen Edelsteines.
Australien ist die weltweit führende Quelle und produziert ca. 95% des weltweiten Angebotes.
Opale entstanden über Millionen von Jahren, als kieselsäurehaltiges Wasser in Hohlräume von Sandstein eindrang und verdunstete.
Wir besuchten die Serbische Orthodoxe Kirche, die unterirdisch in den Sandstein gearbeitet wurde. Wir setzten uns auf die Plastiksessel und lauschten in der unterirdischen Kühle den dort abgespielten Kirchengesängen, geschützt und behütet vor den schwarzen Fliegenschwärmen, die schon vor der Türe auf uns warteten.
Danach besuchten wir noch die Old Timers Mine & Museeum, welche einen sehr guten, wirklichkeitsnahen Eindruck des Opalabbaues hier in Cobber Pedy darstellt.
Viele interessante Fakten und Begebenheiten sind geschildert, man wandert unterirdisch durch die stark verzweigte Mine mit ihren Luftschächten, sieht genau wo die Opalader gefunden wurde, die dort auch noch zu sehen ist. Hier befindet sich auch eine unterirdische Wohnung, die bis 1991 noch von einer australischen Familie bewohnt wurde.
Total interessant.
Ich freute mich dann auch auf das “Noodling” das Herausbuddeln von Opalstückchen aus Abbruchsgestein einer Opalminie, die vor dem Museeum aufgeschüttet wurde, und wo man suchen durfte.
Während Alex liebenswürdigerweise unser Geschirr abwusch, noddelte ich mich durch das Abbruchsgestein, das wie in einer Sandkiste platziert war.
Tja, in mir steckt ja doch noch ein ordentlicher Teil Kind, der hier richtig Freude hatte zu suchen. Ich fand auch einige Opalsplitter, und freute mich riesig.
Wir fuhren dann noch zu einem weiteren “Noodling-Platz”, hier jedoch holte ich mir fast einen Sonnenstich, während die schwarzen kleinen Biester meinen, mit Fliegennetz und Sonnenhut geschützten Kopf wie wild umschwirrten.
Hier fand ich leider gar nichts, das war richtig enttäuscht, bin ich doch wie mein Papa eine passionierte Steine- und Muschelsammlerin.
Froh, wieder im kühlen Führerhaus zu sitzen, setzten wir unseren Weg Richtung Uluru fort.
Unser Übernachtungsplatz am Tarcoonyinna Creek wartete schon auf uns.
Dort suchten wir uns einen Platz, ließen die Hecktüren diesmal zu und schliefen viel besser als die Nacht davor.Read more
