• Uluru/heiliger Berg der Aborigines

    March 26 in Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Donnerstag,26.03.2026
    78 km

    Oje, wir waren vielleicht zu spät aufgewacht? Würden wir nun den Sonnenaufgang am blutroten heiligen Berg versäumen? Heute kein Yoga!
    Wir zogen uns an und düsten los. Wir brauchten ca. 30 Minuten bis zum Lookout, in der Morgendämmerung erspähten wir den Monolithen, der sich dunkel gegen den sich rötlich gefärbten Himmel abhob. Wow, beeindruckend!
    Dann hatten wir den Lookout erreicht und gingen zu Fuß auf eine kleine Anhöhe. Hinter unserem Rücken ging langsam die Sonne auf und tauchte den imposanten Riesen in ein unwirklich rotes Licht. Da stand er, seine Rillen waren deutlich sichtbar, auch die vielen dunklen Höhlen waren gut auszunehmen.
    Viele Menschen bestaunten mit uns dieses Schauspiel, das ein Spiel der Farben war, roter Berg mit grünen Bäumen und zartgrüne Gräser. Der Regen hatte die letzten Wochen ganze Arbeit geleistet.
    Übrigens, hatte er auch seine Kumpels, die Fliegen mitgeschickt.
    Wir hatten heute vor, den Uluru am Base Walk zu umrunden, ca. 10,6 km, und nach dem Frühstück am Parkplatz,starteten wir erst so gegen 9:30 Uhr. Fast schon ein bißchen spät, denn wir würden fast 4 Stunden unterwegs sein.
    Das Volk der Anangu bittet darum, keine Fotos von dieser spiritueller Stätte von hoher spiritueller Bedeutung zu nehmen, deshalb fotografierte ich nur wo es erlaubt war.
    Mein ursprüngliches Wissen von diesem Monolith, der bis 130 km in die Tiefe der Erde reicht wandelte sich während unseres Spazierganges. Viele Höhlen säumen den Fuß des Berges, jede war für einen anderen Zweck vorgesehen. Für Frauen, als Küche, für die alten Männer, für die Jäger, für die jungen Burschen,die im Jagen unterrichtet wurden. Sogar Felszeichnungen waren zu sehen.
    Aber das tollste für mich war diese Quelle, die aus dem Uluru entspringt und in einem Wasserloch mündet, rund um das Mutijulu-Wasserloch grünes Leben. Sie sichert Fauna und Flora, und kommt in der Traumzeit-Geschichte vor.
    So erstaunlich wie beeindruckend. Schwimmen ist natürlich hier verboten, und das ist auch gut so, denn ich kann mir dieses Naturwunder auf keinen Fall voller Touristen vorstellen.
    Seit Oktober 2019 darf der Uluru auch nicht mehr bestiegen werden, denn die Hitze, Herzinfarkte und Abstürze vom 350 m hohen Berg, hatte seit 1950 schon 37 Menschen das Leben gekostet. Es war aber ein ausgesprochener Wunsch des Aborigine-Volkes, die jeden der Toten bedauerten, diesem Wunsch wurde stattgegeben.
    Auch ich hatte die Hitze unterschätzt. Wir waren ja auch noch in der Mittagszeit unterwegs, gegen 14h zurück bei Kohbi. Dort angekommen hielten wir Mittagspause. Schon da hab ich nur mehr die Hälfte als sonst gegessen. Mein Kopf schmerzte und mein Magen war auch flau. Nach 3,5 Stunden schlafen und ausruhen, mit Kühlbeutel am Kopf, besserte sich mein Zustand.
    Gerade rechtzeitig, um den Sonnenuntergang am Uluru zu bewundern. Es waren jedoch viele dunkle Wolken aufgezogen, die die Sonne verdeckten.
    Danach fuhren wir noch zum Supermarkt in Yulara, dem einzigen Supermarkt hier für die Touristen und Aborigines. Wir fuhren zurück zu unserem Nachtplatz, raus aus dem Nationalpark.
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