• … ein voller Tag!

    April 3 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Freitag, 03.04.2026
    468 km
    von Renner Springs nach Kathrine

    Es war noch stockdunkel und sternenklar, als wir uns zum Yoga in die kühle Morgenluft begaben. Alex hatte schon um 4h bemerkt, das der Jeep seine Scheinwerfer an hatte.
    Eine Stunde später hatte er noch immer Festbeleuchtung. Er marschierte hinüber, um ihnen zu erklären, das sie die Zündung abstellen sollten, sonst hätten sie dann keine Batterie zum starten mehr.
    Sie sagten ja, ja. Die Festbeleuchtung blieb.
    Wir waren fast mit Yoga fertig, da wollten die beiden losfahren. Das Auto rührte sich nicht mehr. Er kam zu uns rüber um uns um Starthilfe zu bitten. Da wir aber noch frühstücken wollten, baten wir sie, noch 1 Stunde zu warten. Kein Problem sagte er. Na dann gut.
    Wenig später hörten wir nochmals Startversuche, und plötzlich sprang der Wagen doch an.
    Der junge Mann kehrte zu uns zurück, meldete seinen geglückten Versuch, verabschiedete sich und dann waren wir wieder alleine.
    Alex jedoch konnte die Ignoranz seiner Bemühung, einfach seinen Ratschlag zu befolgen,nicht verstehen. Ja, manche Menschen sind einfach irgendwie sehr seltsam.
    Da ich vor dem Frühstück nochmals richtig schlimm Durchfall hatte, riet mir Alex, dass ich in Kathrine ins Spital gehen sollte.
    So ging es zurück auf den Highway Richtung Kathrine. Nach ca. 100 km erreichten wir diese kleine Stadt. Alex hatte sicherheitshalber im Spital angerufen, und ich konnte vorbeikommen. Insgesamt habe ich mich dort ca. 3 Stunden aufgehalten. 2,5 Stunden habe ich mit warten verbracht. An der Info erklärte mir der Mann das Kosten von 750 AUD/451 EU auf mich zukommen würden. Na, ganz schön teuer! und um den Preis zu rechtfertigen, haben sie mir nach ca. 10 Fragen nach 1 Std. warten noch Blut abgenommen.
    Nach 30 Minuten war der Befund da. Alles in bester Ordnung. Ich bekam noch einen Zettel mit dem ich in der Apotheke Immodium kaufen konnte.
    Ich war eigentlich nur froh, raus zu kommen, und hungrig war ich auch schon. Alex war inzwischen Tanken gefahren und hatte unser Wasser und den Duschsack nochmals aufgefüllt. So achtete ich nicht genau auf die Zahlungsbestätigung die ich nach der Bezahlung mit Karte dort bekam.
    Ich steckte alles ein und machte mich auf den Weg zum Parkplatz, wo Alex schon liebevoll mein Essen hergerichtet hatte. Reis mit gekochtem Gemüse.
    Als wir danach losfuhren, schaute ich auf den Beleg, wo nur der Betrag, aber keine Behandlung angeführt war.
    So rief mein Ober-Checker dort nochmals an und bat um ein Email mit Rechnung und Behandlungsbeschreibung. 15 Minuten später waren die wichtigen Dokumente, die ich bei meiner Krankenversicherung einreichen konnte im Briefkasten von Alex Email.
    Ich bin einfach nur dankbar, wenn ich so auslasse, dass er einfach an alles denkt. Ja, er achtet wirklich gut auf mich.
    Wir benötigten unbedingt noch Vorräte, und so fuhr Alex zu Woolworth, wo ich für die nächsten Tage einkaufen ging und mir in der Apotheke daneben,das Immodium holte.

    Die ganze Aktion hatte mich doch einige Nerven gekostet, und leichte Kopfschmerzen machten sich bei mir bemerkbar. So übernahm Alex das Steuer, während ich eine Schmerztablette einnahm und mir am Beifahrersitz den Sonnenhut über die Augen zog, die Lehne zurückstellte und mich so ein wenig auskurieren konnte.
    Nach 1,5 Stunden wechselte ich auf den Fahrersitz und Alex machte sich wieder über die Emails zur Verschiffung.Er hatte auch auf Facebook einen Aufruf gestartet im Forum
    “Overlanding Kanada-Nordamerik” denn auf unserem 40” Flatrack war ja noch Platz für ein zweites kleineres Auto.
    Ebenso hatte er eine Annonce beim österreichischen AMS geschaltet, um für die Arbeiten an den Terrassen im Hof noch Hilfsarbeiter anzuheuern.

    So steuerte ich unseren Stellplatz an einem kleinen See an. Als wir ankamen,ging gerade die Sonne unter und die Reiher stolzierten durch das seichte Wasser und man hörte schon das Zirpen der Zikaden.
    Wir waren doch noch viele Kilometer gefahren und freuten uns auf unser kuscheliges Bett.
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