• Ningaloo Reef

    April 10 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Freitag 10.04.2026
    194 km

    Wir standen zeitig auf, und nach Yoga und Kraftübungen gabs noch ein gutes Frühstück.
    Ich hatte mir gestern auch noch Tabletten gegen Seekrankheit gekauft, die man 30 Minuten vor Besteigen des Bootes einnehmen sollte.
    Alex begleitete mich noch zum Bus, der mich am Eingang der Campsite abholte und uns zur Bootsanlegestelle brachte.
    Dort erwartete uns das Boot, das uns zum Katamaran hinausfuhr, der an einer Boje vor Anker lag.
    Das Schiff war in fester Girl-Power Hand. Die Crew bestand aus lauter patenten Mädchen und Frauen, einer Fotografin, einer Kapitänin, 2 Betreuerinnen für unsere Gruppe zu je 10 Personen und Mädchen die in der Küche Mannschaft und Gäste versorgte.
    Wir erhielten genaue Einweisungen, wie wir bei der Begegnung mit dem Walhai am besten Fotos machen konnten und auch am besten sehen konnten.
    So tuckerten wir mit dem Motor Richtung Riff. Dieses lag vor der Küste, und befand sich genau dort, wo man die weißen Schaumkronen der Wellen sehen konnte.
    Dort würden sich die majestätischen Tiere am liebsten aufhalten.
    Nach ca. 2 Stunden Fahrt brach auf einmal Hektik aus. Man hatte etwas gesichtet!
    Zu dieser Tour gehört auch ein Aufklärungs - Flugzeug, dass von oben Ausschau nach den Tieren hält und die Position dann an das Boot weiterleitet.
    Unsere 1. Schnorcheltour am Riff diente dazu uns ein wenig zu akklimatisieren, unsere Tauerbrille zu testen und das von Bord gehen und das wieder an Bord kommen zu üben.
    Denn wenn der Walhai gesichtet war, musste alles schnell gehen.
    Wir sollten uns alle bereit machen. Voll ausgerüstet mit Tauchhose und Langarm-Shirt, Taucherbrille, und Flossen reihten wir uns je zu Zehnt links und rechts der Ausleger auf.
    Und dann kam das GO! Wir sahen den schwarzen riesigen Manta schon vom Boot aus, er schwamm ziemlich knapp unter der Wasseroberfläche.
    Zuerst ging die Fotografin mit ihrer Kamera von Bord. Sie zeigte mit dem Arm genau an, aus welcher Richtung das Tier kommen würde. Je 2 Betreuerinnen waren für je 5 Schnorchler bereit. Auch sie gab uns mit ihrem Arm an, in welcher Richtung wir uns wie eine Perlenschnur aufreihen sollten.
    Und plötzlich schwebte er direkt ca. 3 Meter vor unserer Nase vorbei, bewegte seine schwarzen riesigen Schwingen und war so schnell, das wir nur mehr seinen langen dünnen Schwanz von hinten sahen. Wow! So nah dran zu sein! Erhebend!
    Das Boot sammelte uns wieder ein, fuhr nochmals ein Stück weiter und dann ging die 2. Gruppe von Bord, die dann auch ihre Begegnung mit dem Manta hatten. Nachdem sie wieder eingesammelt waren und an Bord, fuhren wir weiter entlang des Riffs.
    Wir waren die erste Gruppe, die nach dem Cyclon wieder auf Whaleshark Tour fahren konnte.
    Dann wieder ein Aufruf! Ein Walhai war gespottet worden. Wir machten uns bereit. Dann ging es los. Die Mädels machten das wirklich ausgezeichnet.
    Wir sprangen mit Flossen und Brille ins Meer, folgten unserem Guide, reihten uns auf und dann war er da.
    Ich sah ihn kommen, riesig, seine dunkle Haut mit den hellen Punkten, das Sonnenlicht strahlte ihn richtig an und brach sich auf der Wasseroberfläche. Ich konnte sehen, wie sich Pilotfische unter seinem Bauch angesammelt hatten, er glitt vorbei und dann der riesige lange Schwanz. Wir hielten 3 m seitlichen Abstand und hinten ca. 4 m, dann versuchte ich ihm nachzuschwimmen. Er war viel zu schnell und da die Sichtweite nicht sonderlich gut war, war er bald schon nur mehr ein dunkler Schatten.

    Wir gingen noch 3 x von Bord. Jedes Mal eine tolle Begegnung mit diesem riesigen Fisch. Er ist der größte Fisch der Gegenwart und sie ernähren sich von Plankton und kleinen Fischen,die sie durch Ansaugen des Wassers filtrieren. Sie werden 4 bis 12 m lang und erreichen ca. 12 Tonnen. Seine 15 cm dicke Haut ist die dickste aller Lebewesen auf der Erde. Der Walhai pflanzt sich erst zwischen 10 und 30 Jahren fort und kann bis zu 100 Jahre alt werden.

    Die Tour war ein voller Erfolg, 5 tolle Begegnungen, dass hätte ich nie zu hoffen gewagt.
    Wir feierten unsere Heimreise unter vollen Segeln und mit einem Glas Sekt. Die Crew servierte ein Buffet mit Salaten und frischen Früchten, Kaffee, Tee und Keksen.
    Ich kehrte mit tollen Erinnerungen und Videos von meiner Tour zurück und konnte Alex begeistert davon berichten.
    Schade, daß er das nicht miterlebt hat.
    Ich werde es mein Leben lang nicht vergessen und in mir tragen.
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