• Vorbereitungen und neue Bleibe

    Apr 28 – May 5 in Australia ☁️ 20 °C

    Montag, 27.04.2026 bis Montag,04.05.2026
    Zu aller erst quartierte ich mich mit Kohbi am Campingplatz ein. Ich musste unseren Van für die Abreise vorbereiten. Das hieß, am 1. Tag den Van innen putzen, dann in die Waschstraße fahren, Vollwäsche außen, und Unterbodenreinigung.
    Ich stieg sogar mit unserer Ausziehleiter hinauf bis zum Dach, um unsere Solarpaneele zu waschen. Erst mal mit dem Hochdruckreiniger vorwaschen, dann mit der Seife grundreinigen. Dabei wurde auch die Leiter voller Seifenschaum und ich rutschte mit meinen Crocs zwischen die Sprossen hinein, da es so glitschig war.
    Ein Kunde, der ebenfalls gerade seinen Wagen reinigte, half mir aus der mißlichen Lage, hielt mir den Hochdruckreiniger und drückte meinen Fuß zurück durch die Sprosse der Leiter.
    Phhh, Glück gehabt. Außer ein paar blaue Flecken hatte ich mir nichts getan.
    Am Dienstag klemmte ich das Gas und die Bordbatterie ab. Die Gasflaschen brachte ich zurück zu Bunnings.
    So, jetzt konnte ich nur mehr mit unserem Campingkocher, den wir auf der Radreise immer mit hatten, Tee kochen und Essen zubereiten.
    Am Mittwoch, später Vormittag brachte ich Kohbi zu Dan, unserem Verlader, und übergab den Schlüssel, damit sie Kohbi auf das 40 Fuß-Flatrack fahren konnten.
    Dann fuhr ich mit dem Uber-Taxi zu meiner neuen Bleibe in Perth, zum Hay Street Travelers Inn. Ein typisches altes Holzhaus, mit Innenhof, offener Küche für die Touristen.
    Es gab jedoch weder Stühle noch Tische dort und so verzehrten alle ihr selbstgekochtes Mahl im Stehen in der Küche.
    So, nun war ich zum Warten verdammt. Ich wartete also darauf, das Kohbi fix fertig auf den Container verladen war, mit unserem Tape eingehüllt, und vorher die Seitenspiegel eingefahren und danach die Autobatterie stillgelegt und als Allerletztes händisch abgesperrt wurde.
    Dann konnte ich mir den Schlüssel wieder abholen. Das Carnet würde von unserem Agent direkt nach Vancouver zum dortigen Agenten geschickt werden.
    Ich wanderte also jeden Tag mindestens 6-8 km in Perth durch die Straßen, einmal Friseur, einmal Pediküre und Maniküre, Sightseeing, Botanical Garden (wie enttäuschend) und auch in die Bibliothek, die ganz nah und in der selben Straße wie meine Unterkunft lag.
    Das Zimmer war sehr spartanisch. Ein Bett, ein Tisch, ein Sessel. Das wars. So vergingen die Tage. Ich machte mir Hoffnungen, dass ich schon am 02. Mai fliegen konnte, doch die Verladung, auf die ich hier noch warten sollte, hatte noch immer nicht stattgefunden.
    Am Mittwoch, den 02. Mai streifte ich also wieder durch die Stadt, zum Museeum, bei dem gerade eine Aufführung von Aborigines stattfand. So kam ich noch in den Genuß, typische Tänze und Klängen der Ureinwohner Australiens lauschen zu können.
    Dann machte ich mich auf den Weg zur Bibliothek. Dort telefonierte ich mit Alex, und da man dies in den Räumen der Bibliothek wegen der Ruhestörung nicht machen durfte, ging ich ins Stiegenhaus.
    Leider habe ich mein Tablett am Platz stehen lassen, und als ich wieder kam war der Platz leer! „Gestohlen!“ Am helllichten Tag.
    Ich brach in Tränen aus. Ich hätte es mitnehmen sollen. Ich war zu gutgläubig gewesen, zu unvorsichtig.
    Nicht das ich nun doch nicht nach Hause fliegen konnte und noch 3 Tage länger in dem verd……ten Perth in dem häßlichen Zimmer bleiben musste, nein, nun war auch noch mein Tablett gestohlen worden.
    Auch mein Heimweh war schon ziemlich groß und ich wollte einfach nur mehr nach Hause, nach Wien, zu meinen Kindern, meinem Mann und meiner Mama. Fast 1 Jahr lang hab ich sie nicht gesehen und nicht drücken können.
    Total niedergeschlagen ging ich ins Hotel, denn auch die Polizei hätte mir hier nicht helfen können.
    Die Tage bis zum tatsächlichen Abflug, habe ich mit viel Marschieren irgendwie rumgebracht.
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