• Calgary

    August 24 in Canada ☀️ 22 °C

    Dienstag, 25.08.2026 bis Samstag, 29.08.2026

    Wir hatten herrlich ruhig geschlafen, nicht ein einziges Auto ist an uns vorbeigefahren. Gegen 5h früh begann unsere Tagwache, es war noch dunkel, als wir unseren Stellplatz verließen und zum Planet Fitness fuhren. Training, Duschen und dann am Parkplatz unser Frühstück zubereiten und genießen.
    Leider hatte ich mit meinem Darm heute wieder mal einen Rückfall. Ziemlich dünn, die ganze Sache.
    Aber wir hatten heute viel vor. Bei Walmart hatte Alex einen Konverter gefunden, um die in Kanada gekaufte Rotlichtlampe endlich in Betrieb nehmen zu können. Er recherchiert dann immer wo der Konverter lagernd ist und ich kaufe dann persönlich im Walmart ein.
    Danach wurde gleich umgebaut und der neue Inverter funktionierte perfekt. Er war nur sehr laut.
    Auch dem DHL-Center am Flughafen statteten wir einen Besuch ab, den Alex`s Visakarte der DKB hatte ihren Geist aufgegeben und die liebe Waltraud hatte die ihr zugeschickte neue Visakarte uns vor ca. 1 Woche von Linz nach Calgary auf die Reise geschickt.

    Auch unserer Gesundheit widmeten wir wieder hier mehr Aufmerksamkeit. Da Alex`s Gerstenkorn noch immer nicht im Ansatz auf die Augencreme ansprach, googelten wir mit KI eine entsprechende Augensalbe, die andere Antibiotika enthielt. Vielleicht war er ja gegen die erste Salbe resistent. Auch für die rote Zehe, die schon etwas besser aussah kauften wir noch eine Antibiotika Salbe, denn unsere war inzwischen aufgebraucht.
    Somit war der Tag auch schon wieder vorbei und wir kehrten zu unserem Schlafplatz an der Schule zurück.

    Der Mittwochmorgen war noch jung, als wir wieder zum auserkorenen Planet Fitness aufbrachen.
    Training, Crossfit-Trainer und Duschen war angesagt. Danach verbrachten wir den halben Vormittag gleich dort am Parkplatz. Nach dem Frühstück recherchierte ich im Internet meinen in Wien noch gemachten Blutbefund und fand heraus, das leider einige Untersuchungen nicht gemacht wurden, die vielleicht einen Hinweis auf die Ursache meiner Durchfälle schließen konnten. So suchte ich mir heraus, was noch festgestellt werden könnte, und nach dem Mittagessen, das wir auch noch am Parkplatz kochten und verspeisten, fuhren wir zu einer Walk-In Clinic.
    Natürlich war der Doktor nicht sehr erfreut, das seine Patienten recherchieren und mehr wissen als er, er auch über RDS und Low - FODMAP noch nie etwas gehört hat. Aber er war kooperativ, vielleicht ein wenig eingeschnappt, aber doch dann so nett, das er noch meinen Bauch abtastete und mir dann eine Überweisung ausstellte mit den gewünschten Erhebungen und nochmals einer Stuhlprobe.
    Ich zahlte also meinen Obulus und danach gingen wir um die nächste Ecke zum Blutlabor. Nach 15 Minuten Wartezeit, hatte mir eine nette Dame Blut abgezapft und ich hatte ein Gefäß für meine Stuhlprobe bekommen. Auch hier zahlte ich ca.Can $190,— für meine Untersuchungen.
    Das war ja mal gut gelaufen. Am Nachmittag hatte ich noch Büroarbeit und Überweisungen zu tätigen und natürlich noch einen ausführlichen Bericht an meine Weltversicherung für USA,Kanada und Mexiko, mit allen angehängten Dokumenten zu schicken. Alex hatte noch einen weiteren Inverter über Amazon nach Calgary bestellt, der in 1-2 Tagen im Locker angelieferte werden würde. Damit war auch unser zweiter Tag in Calgary voll ausgefüllt.

    Donnerstag morgen erwachte für uns in Calgary mit einer Ankündigung der Sonne am noch dunklen Nachthimmel. Pinkfarben beleuchtete Wolken zogen draußen vor unserem Schlafzimmerfenster vorbei. Zeit für uns aufzustehen und beim Planet Fitness unser Training zu absolvieren.
    Nach einer heißen Dusche kochten wir unser Frühstück wieder am Parkplatz und fuhren danach zum Amazon Locker, denn der Inverter war schon geliefert worden. Nun konnten wir den lauten momentan eingebauten Inverter austauschen gegen den neuen.
    Wir fuhren also zum Walmart zurück, wo wir ihn gekauft hatten und ich konnte das Teil in der Originalverpackung anstandslos zurückgeben. Währenddessen hatte Alex den neuen Inverter eingebaut, und dieser lieferte seine Leistung nun unhörbar für unsere Ohren ab. Alex bestrahlte nun seine Gerstenkörner mit Rotlicht mehrmals am Tag. Ja, er ist da immer sehr konsequent.
    Auch unser Mittagessen hielten wir am Walmart Parkplatz ab, und da sich eine Bezirksbibliothek direkt daneben befand, statten wir dieser am Nachmittag noch einen fast 4-stündigen Besuch ab, bis sie zusperrte. Man kann hier einfach reinmarschieren, sich gemütlich zurückziehen und dort alle nur erdenklichen Bücher begutachten. Eines unserer liebsten Hobbies. Auch Einrichtungszeitschriften, Gartenbücher, Architekturbildbände usw. kann man sich in einer gemütlichen Ecke reinziehen.
    So fuhren wir dann gegen 20 h zurück zu unserer „Corpus Christi Schule“, und konnten beim Heimfahren noch einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Calgary bei Sonnenuntergang erhaschen.
    Wiederholt verbrachten wir eine ruhige und erholsame Nacht vor der Schule. Da ja Ferien waren, war die ganze Gegend um die Schule richtig verwaist.

    Der Freitag brach an und nachdem wir wieder um 5h früh aufgestanden waren, ging es wieder zum Fitness Studio. Nach Dusche und Frühstück verbrachten wir noch Zeit im Van mit Büroarbeit.
    Danach fuhren wir in die Stadt zur Hauptbibliothek. Es ist ein interessantes Gebäude und hat sich zum architektonischen Wahrzeichen der Stadt Calgary gemausert.
    Gleich neben der Bibliothek war noch ein Supermarkt, bei dem ich noch unsere gesamten Vorräte aufstockte.
    Die Gegend um die Bibliothek ist leider der Aufenthaltsort sehr vieler „Homeless People“,die meist unter berauschtem Zustand diverser Drogen stehen. Und es waren dort viele. Auf einem gerade erst gebautem Parkplatz neben der Bibliothek, der noch keine Parkometer hatte, stellten wir unseren Van ab und kochten dort unserere Mittagsmahlzeit. Zwei Polizisten, die über den leeren Parkplatz marschierten, fragte ich ob wir hier ohne Probleme parken könnten. Sie sagten, hier sind keine Schilder, dass ihr das nicht dürft, so sei es OK.
    Super, einen ganzen Parkplatz, auf den sich keiner reinfahren traut, für uns alleine.
    So gingen wir beruhigt in die Bibliothek, die mich architektonisch auch von innen begeisterte,mit viel Holz, Glas und Stahl,jedoch bei Alex aber ausgesprochene Gedanken zur Geldverschwendung im krassen Gegensatz zu den Obdachlosen draußen, herausstieß.
    Unsere bevorzugten Bücher fanden wir im 4. Stock, von dort aus hatten wir einen tollen Blick auf ein leeren Parkplatz mit Kohbi.
    Wir verbrachten den ganzen Nachmittag in der Bibliothek, kehrten dann zurück zu unserem Van. Bei der Heimfahrt poppte dann die Warnung „Motorölstand kontrollieren lassen“ auf, und wir googelten fieberhaft, um hier in Calgary noch das richtige Motoröl für unseren Fiat ausfindig zu machen und auch noch heute kaufen zu können. KI machte es schnell möglich, fand ein Autoteilegeschäft „Canada tire“ heraus, wir machten uns dorthin auf den Weg und konnten tatsächlich das richtige Motoröl kaufen. In der hintersten Ecke des Parkplatzes hat Alex dann vorsichtig mal einen ½ Liter Öl nachgefüllt. Die Sensoren zeigten dann erst nach einigen Minuten Fahrzeit an, dass wieder ausreichend Öl da war. Beruhigt, nun das richtige Motoröl mit zu haben, fuhren wir zum Stellplatz neben der Schule.
    Unsere Köpfe voll gefüllt mit den Dingen, die wir in der Bibliothek gesehen hatten, aber ebenfalls mit den Bildern der Obdachlosen und drogensüchtigen Menschen, die sich um dieses Gebäude aufhielten. Gegensätze können nicht krasser sein.
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