Projekt Kühlschrank
Apr 21–May 6 in Finland ⋅ ☀️ 14 °C
Im letzten Jahr hat uns Mika das Kühlgas wieder aufgefüllt. Wir hatten Glück und er konnte uns auf seiner Fahrt nach Helsinki noch einschieben. Da das so gut geklappt hat, haben wir wegen unserem wieder nicht kühlenden Kühlschrank natürlich zuerst ihn kontaktiert. Die ersten beiden eMails sind bis heute noch nicht beantwortet worden und am Telefon hat man lediglich eine sympatische finnische Stimme vom Band erreicht.
Erst nach einer Woche bin ich auf die Idee gekommen, Mikas zweite eMail-Adresse zu verwenden, um prompt wieder eine automatische Antwort zu erhalten. Darin stand, dass er bis Ende Mai an einem Projekt arbeitet. Ausschließlich daran.
Dr. Google musste also weiter helfen. Von den beiden erstbesten vorgeschlagenen Telefonnummern versprach man uns am anderen Ende der Leitung zu helfen. Nach kurzem hin und her erhielten wir eine weitere Telefonnummer, über die wir Hilfe für unser Kühlschrankproblem finden würden.
Letzten Endes aber hat uns dann auch dieser Kontakt wieder jemanden anderes vermittelt. Aber tatsächlich kam am folgenden Tag Aleks, der uns von einem Marko empfohlen wurde. An dieser Aktion waren also insgesamt 4 Finnen und sicherlich 10 Anrufe involviert und der vierte Mann war dann endlich auch der Mann der Tat. Aleks spricht finnisch oder ukrainisch, aber kein englisch oder deutsch. Dennoch über den mobilen Übersetzer konnten wir uns bestens verständigen. Dabei haben wir neben dem Umgang mit dem Google-Übersetzer auch einiges über die Funktion unsres Kühlschranks gelernt. Nachdem die Leitungen überprüft, das alte Gas komplett aus dem Kühlsystem entnommen und wieder frisch aufgefüllt wurde, hat nach läppischen 4,5 Stunden der Kühlschrank wieder gekühlt.
Wir hatten eine lustige Zeit zusammen und waren sehr dankbar für diese Begegnung, weil Aleks ein sehr angenehmer, lustiger und lebensfroher Typ ist.
Besonders beeindruckt hat uns seine wiederholte Aussage, dass er uns helfen möchte und er den Kühlschrank “reparieren” kann. Er hat keine Mühe gescheut, der Sache auf den Grund zu gehen und sich die Zeit zu nehmen, die es eben braucht. Gründliche Arbeit führt immer zum Erfolg.
Mittlerweile sind wir schon seit 15 Tagen in Helsinki, haben eine Menge erlebt und sind nun bereit. Sogar in Tallinn, die estnische Hauptstadt, waren wir für einen schnellen Tagesausflug, aber das ist eine andere Geschichte.
Wir sind bereit.
Bereit zum Ablegen.
Bereit für die Saison.
Der Kühlschrank kühlt, die Kaffeemaschine ist wieder an Bord, der Windgeber empfängt wieder Daten, unser Lazybag hat einen neuen Klettverschluss bekommen, alle 5 bestellten Pakete sind da, die Bodenfächer sind voll mit Lebensmitteln, die man unterwegs schwer bekommt, der Wassertank ist auf 100%, das Boot geputzt und morgen sagen wir: Tschau Helsinki, oder kiitos moi moi.
Wir nehmen Abschied von Helsinki und segeln mit unserem Zuhause in die neue Saison. Das Boot ist unsere Oase und unterwegs zu fremden Orten der sicherste Platz. Danke, danke, danke.Read more
















Traveler⛵️🙌