• Apennin auch Tag 5 - L‘ Aquila

    22. maj, Italien ⋅ 🌙 15 °C

    Die Hauptstadt von Abruzzen heißt L‘ Aquila. Weiß kaum einer, ist aber so.
    Eine bei uns touristisch vollkommen unbekannte Region mit einer ebenso unbekannten Hauptstadt. Unter anderem deshalb sind wir in dieser Region. „Das unbekannte Italien.“
    Wenn man L‘Aquila schon einmal gehört hat, dann wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 2009.
    Bis heute sind die Schäden in der ganzen Stadt sichtbar. Erst in den letzten Jahren wurde hier mit Druck an der Wiederherstellung einiger, wichtiger Bauten gearbeitet, denn L’Aquila ist italienische Kulturhauptstadt 2026. 17 Jahre nach dem Beben gilt 2026 als Aufbruch und Neuanfang. Ah ja. Bisschen spät, findet der Beobachter.
    Noch schlimmer ist der Verzug der Wiederherstellung in den umliegenden Dörfern. Man fährt bis heute durch nahezu ausgelöschte Ortschaften in denen sich Ruine an Ruine reiht. Gespenstisch.
    Dazwischen neue Häuser in maximaler Größe. Man kann nur erahnen wo da die Kohle verschwunden ist. Die normalen Leute wohnen noch immer in schnell aufgestellten Baracken. Ihr Zuhause gibt es nicht mehr.
    Das bekommt ja 30 km weiter niemand mehr mit. In Europa schon gar niemand.
    Seit 2009 hat es übrigens weitere drei Erdbeben gegeben, die die Situation nicht besser gemacht haben.
    Eine sehr schöne Region, die in Italien offenbar etwas unter dem Radar fliegt.
    Verkehr ist im Grunde nicht existent. Selten kommt uns ein Auto entgegen. Voll ist es nirgends.
    Angenehm aber ungewohnt. Man fragt sich, wie manch einer hier über die Runden kommt.
    Ü: Schönes B&B ohne Schnickschnack für 60 Euro. Tip top.
    Morgen wissen wir noch nicht genau was wir machen. Wandern oder nicht wandern. Kommt drauf an wie der Wind geht. Wir werden sehen.
    Kein Stress. 😎
    Læs mere