• Friedhof, Plantage und Motel

    3 november 2024, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 25 °C

    Da wir ja leider auf der Anreise die Plantage im Westen New Orleans aufgrund der Öffnungszeiten nicht besichtigen konnten ging es erstmal 45 Minuten in die falsche Richtung. Auf dem Weg besuchten wir auf anraten der lieben Berit hin einen Friedhof im Norden der Stadt. Man durfte mit dem Auto drauf fahren😅.

    Die Gräber von schwer durchmischt von 1700 ungerade bis heute, Deutsche, Franzosen, Engländer, alles dabei!

    Auch am Tag war es ein bißchen gruselig 😱.

    Danach ging es auf die Plantage. Die Führung fokussiert sich bewusst stark auf die Schicksale der versklavten Menschen, und nur wenig auf die deutschstämmige Besitzerfamilie.

    Die Arbeit auf einer Zuckerrohrplantage war so hart, dass die meisten Sklaven nur ca 7 Jahre überlebten. Auch die meisten Kinder verstarben unter den Lebensbedingungen und weil die Mütter so hart arbeiten mussten, sodass "Ersatz" nicht durch Geburten nachkommen konnte sondern in Gewaltmärschen aus Carolina an die German Coast am Mississippi kam. Furchtbar! Den versklavten Bewohnern der Plantage und den Kindern sind mehrere Denkmäler gesetzt worden.

    Danach ging es mit einem kleinen Stop in einer authentischen Arbeiterkneipe im Industriegebiet Richtung Osten. Wir durften Truthahnhals probieren, entschieden uns dann aber doch für überbackene Austern, Burger und Steaksandwich😅.

    Am Strand von Mobile sahen wir eine Hochzeit am Strand, wurden aber nicht eingeladen😅.

    Wir nahmen uns Nachts ein authentisches Motel im riesigen Industriegebiet nördlich von Pensecola.

    Das Überangebot an Raum in diesem Land sorgt für riesige Parkplätze voller Neuwägen hier im Industriegebiet. Alle Marken vertreten, dazwischen riesige Brachflächen und hunderte Restaurants der immer gleichen Fastfoodketten. Tankstellen mit 40 Zapfsäulen ..... und nichts kann zu Fuß gemacht werden, man braucht das Auto. Das ist für mich immer wieder verstörend und überwältigend.

    Ich merke auch, dass mir das ansprechende Schreiben hier schwerer fällt, als auf den Radreisen, wahrscheinlich weil man mehr sieht, es aber weniger erlebt?
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