• Pazifik - Tag 1

    23. marts, Panama ⋅ ⛅ 26 °C

    69,4 sm, sonnig, zwischen 0-23 kn Wind

    Heute geht es nun los, die große Fahrt zu den Gambier Inseln. Ungefähr 4000 sm müssen wir zurücklegen, um wieder einen Fuß aufs Land setzen zu können. Bis dahin sind uns wieder Seglerbeine gewachsen.
    Bevor es jedoch losgeht, gibt es noch Einiges zu erledigen. Den Motor vom Dinghi muss ich an der Reling verstauen und das Dingi fest verzurren. Die Filter vom Wassermacher will ich noch tauschen, diese sind durch das trübe Wasser total verschmutzt. Zwischendurch kommen Resi und Werner noch einmal kurz zu Besuch. Gemeinsam stimmen wir uns auf die Überfahrt ein und spendieren den Göttern der Meere einen ordentlichen Schluck Rum.
    Pünktlich um 12:00 Uhr starten wir unsere Reise. Was aber fehlt ist der Wind. Drei Stunden müssen wir motoren, bevor eine leichte Brise einsetzt. Der Wind kommt aus 90°, beste Voraussetzung für unser neues Leichtwindsegel. Also schnell alles klar gemacht und das Segel hochgezogen. Schön wie es so im Wind steht und unsere Vitila vorantreibt.
    Nun sind noch einige Dinge zu erledigen. Bald werden wir unser Starlink auf den Ozeanmodus umstellen müssen. Bevor dies geschieht, lade ich noch einige Karten für unseren Plotter und die Handys herunter. Zum Glück bleibt die unbegrenzte Internetverbindung lange genug für diese Downloads erhalten.
    Zum Abend hin wird der Wind immer stärker und ich setze die Genua. Dabei beobachte ich, wie neben mir Delphine im Wasser mit unserer Bugwelle spielen. In einiger Entfernung sehe ich einen Wal an die Oberfläche kommen. Viel zu weit weg, um ihn zu fotografieren.
    Was aber sehr unangenahm ist, eine seitliche Dünung wird immer höher und setzt Doris ganz schön zu. Sie nimmt eine Tablette, wird müde und legt sich etwas hin. Ich mache es mir derweil auf der Brücke bequem. Es ist schon dunkel, als etwas gegen unser Boot rumst. Mehrmals höre ich das Poltern. Böse Erinnerungen werden wach. Ein Bekannter von uns musste nach einer Kollision mit einem Baumstamm kurz hinter Panama sein Fahrt unterbrechen und seinen Katamaran reparieren lassen, was zu einer reinen Odyssee wurde. Ich schnappe mir also gleich eine Taschenlampe und leuchte ins Heckwasser, aber es ist nichts zu sehen. Die Bilgenkontrolle ergibt kein Wasser, also nochmal Glück gehabt. Die weitere Nacht verläuft dann ohne nennenswerte Ereignisse. Außer ein paar Frachtschiffen, die in einer Seemeile Entfernung an uns vorbeifahren. Wir achten darauf, dem Verkehrstrennungsgebiet, das von Panama City nach Westen führt, nicht zu nahe zu kommen.
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