• Pazifik - Tag 7

    29. marts, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C

    108 sm (50 Segel, 58 Motor) , Wind 2 - 3 Bft, sonnig, 30°

    Heute ist es nun soweit, wir werden den Äquator überqueren. Doch zunächst motoren wir durch die ganze Nacht, mit Segelunterstützung. Dadurch kommen wir auch mit geringer Drehzahl gut voran. Das hilft Diesel sparen, man weiß ja nicht was noch kommt, und der Ozean ist weit.
    Wir timen die Überfahrt so, dass wir noch in Ruhe frühstücken können, und gegen 9:00 Uhr Panamesischer Zeit die Null-Linie überqueren. Galapagos hat nämlich schon wieder eine neue Zeitzone, und wir müssen erneut die Uhren umstellen. Also, wenn es in Deutschland um 12:00 Uhr mittags ist, liegen wir noch im Bett, weil es bei uns dann erst 5:00 Uhr anzeigt.
    Wie gesagt, um kurz vor neun überqueren wir den Äquator und stoßen mit einem Glas Sekt an. Kurze Zeit später treffen wir uns mit Werner und Resi, machen unsere Boote aneinander fest, und gratulieren uns zur geschafften Äquatorüberquerung. Aus dem geplanten gemeinsamen Neptunfest wird aber leider nichts, da die Festmacherleinen unserer Boote zu sehr an den Klampen reissen, so daß wir Angst um deren Stabilität haben. Also machen wir kurz danach die Leinen wieder los und segeln weiter Richtung Gambier. Die Taufe wird bald nachgeholt.
    Aber erst einmal müssen wir vorbei an den Galapagos-Inseln, die sich uns weiterhin in den Weg stellen. Beachten muss man hier, daß ein Mindestabstand von 40 sm eingehalten werden muss. Das wird akribisch überwacht. Dazu soll es eine AIS-Verstärkung auf den Inseln geben. Wir werden genug Abstand einhalten, um die armen Ordnungshüter nicht am Sonntag auf den Plan zu rufen.
    Die Weiterfahrt gestaltet sich aber dann doch etwas schwierig. Da Wind und Strömung uns eh schon Richtung Galapagos schieben, habe ich gleich am Autopilot die Windsteuerung mit dem höchsten Windwinkel von 70° für unser Leichtwindsegel eingestellt. Hier fährt man eben keinen eingestellten Kurs, sondern nimmt alle Winddreher mit und kann so auch günstigeren Wind nutzen. Das funktioniert anfangs auch prima, und ich kann den Kurs auch ganz gut halten. Dann kommt aber auf einmal eine derart heftige Strömung von links, die uns mit 1,5 Ktn zur Inselgruppe schiebt. Kurz vor 19 Uhr wechsle ich deswegen auf die Genua. Mit ihr kann ich 25° höher am Wind segeln. Leider sind wir aber damit auch gleich 1,5 Ktn langsamer unterwegs. Um kurz vor 20 Uhr muss ich dann doch noch einen Motor dazunehmen, da der Wind schon zeitig beschlossen hat, zu Bett zu gehen, und wir wieder drohen ins Naturschutzgebiet einzulaufen.
    Doris hat uns derweil zum Abendbrot mit karamelisierten und gebackenen Kochbananen (Plantains) verwöhnt. Außerdem ist nochmal aufgewärmtes Curry mit Reis aufgetischt worden, welches auch wieder sehr lecker schmeckt.
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