• Pazifik - Tag 8

    30. marts, Pazifischer Ozean ⋅ 🌙 27 °C

    115 sm (61 sm Segel, 54 sm Motor), wolkig, Regen, Wind 3 - 22 Ktn

    Wir motorten noch bis ca. morgens um eins, da nahm der Wind wieder auf 8 Ktn zu und ich konnte den Motor abstellen. Später um sechs kam dann wieder unser Leichtwindsegel zum Einsatz.
    In der Ferne waren schon die Wolken der innertropischen Konvergenzzone (ITCZ) zu sehen. Diese sorgt für Regen und kräftige Gewitter. Der Wind blies immer noch ausreichend, und wir kamen gut mit unserem Gennaker voran. Doris hatte gut geschlafen und kam etwas später aus dem Schlafgemach. Alles ging dann seinen gewohnten Gang, Frühstück machen, schön essen, bisschen ins Handy schauen. Da dachte ich mir : kuck doch mal nach oben, wo Werner so bleibt, und wie ich auf meinen Plotter schaue, sehe ich ein gewaltiges Regenechos im Radar. Uff, der ganz Himmel vor uns war auch schon schwarz. Jetzt schnell das Leichtwindsegel rein und das erste Reff ins Groß, man weiß ja nie was kommt. Keine fünf Minuten später kamen die ersten Böen angeflogen, und im Nu war der Wind auf 18 Ktn geklettert. Der Regen ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Also immer, Holzauge sei wachsam.
    Nach Wochen ohne Regen und mit schwachem Wind kann es eben auch mal wieder anders kommen. Eine ganze Weile fuhren wir dann mit Genua und erstem Reff bis in die nächste Flaute. Und wenn Wind kam, war’s von der falschen Seite. Was dann folgte wünscht man sich nicht: Segel hoch, Segel runter, Schlagen der Segel, Motor an, Motor aus …
    Der einzige Lichtblick war das gute Essen. Es gab Kaiserschmarrn mit Apfelmus, Puderzucker und frischem Obst, ein Gedicht. Gegen 21.00 Uhr konnten wir dann sogar wieder die Segel setzen und der Wind hielt bis Mitternacht. Doris genoß auf diese Weise eine entspannte erste Wache mit wenig Geschaukel und gutem Vortrieb, teilweise über 5 Knoten.
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