Pazifik - Tag 13
5. april, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C
144 sm, wolkig, 28°C
Ein Tag über den es eigentlich nicht so viel zu berichten gäbe. Sehr schöne Segelbedingungen, ein schönes Etmal geschafft. Die Sonne hatte sich zwar etwas rar gemacht, aber das war kein Problem, wir haben ja einen Generator an Bord. Diesem hatte ich in Panamá City noch eine zusätzliche Dieselpumpe spendiert. Vorher mußte ich nämlich bei jedem Start vorne an der manuellen Vorpumpe Diesel ansaugen, da der Generator sonst beim Starten zu wenig Kraftstoff bekam und wieder abstarb.
Nun also der Test nach ungefähr zwei Wochen ohne Benutzung. Ich war ganz mutig, startete nicht direkt von der Luke neben dem Generator aus, sondern über die Fernbedienung. Und siehe da, es funktionierte auf Anhieb.
Der Tag stand aber trotzdem unter keinem guten Stern. Kurz vor dem ins Bett Gehen wollte ich noch einmal die Segel trimmen. Doch was war das? Die Großschot wollte gar nicht ausrauschen, und das bei Druck im Segel. Das war schon sehr komisch. Ich kletterte also flugs im Dunkeln auf das schwankende Oberdeck zum Baumende, um nachzuschauen. Es stellte sich heraus, dass sich der lange flatternde Reißverschluss des Lazybag im Block vom Baum verfangen hatte, er war ganz tief und fest reingezogen. Mist! Ziehen half leider nicht, was nun?
Doris wurde unten schon unruhig und fragte hoch, was ich so lange in der Nacht da oben rumturnte. Für solche Fälle hab ich eine Talje (Flaschenzug) parat. Über einen Stoppersteg an der Schot befestigt und die andere Seite am Travellerschlitten, so sollte es doch wohl funktionieren. Denkste, das erste Bändsel riss gleich mal Mitten entzwei. Alle weiteren Versuche scheiterten. Konsterniert saß ich da. Doris meinte, kannst Du das nicht morgen bei Tageslicht machen? Sicherlich gut gemeint, aber sollte ich in der Nacht das Segel bergen müssen, hätte ich verloren, es wäre ja nicht gut gegangen. Da war guter Rat teuer, ich überlegte hin und her. Die Anwendung von Gleitöl oder Seifenlauge, Doris’ Idee, nichts führte nur zur geringsten Bewegung des im Block festsitzenden Stoffteils.
Mit einer Grimpzange (Zange die sich arretiert) am Reißverschluss ansetzen und alles aus dem Block ziehen funktionierte auch nicht. Vielleicht würde ein anderer Zugwinkel, direkt am Baum, etwas bewirken? Nächster Versuch. Nichts. Keine Regung. Dann half der Baum selber mit: durch eine Welle ruckte er kräftig ein, ba-a-mmm, mit einem tüchtigen Knall löste sich der Reißverschluss aus seinem Gefängnis, und ein Seitenteil des Blockes verabschiedete sich gleich mit. Not-Reparatur also doch noch geglückt.
Inzwischen war es aber schon 22:00 Uhr geworden, da wollte ich eigentlich schon eineinhalb Stunden geschlafen haben…
Zum Abendessen hatte es Hühnchenschenkel mit Blumenkohl und Kartoffelbrei gegeben. Und weil Feiertag war hatte Doris als Nachtisch ein Sahne -Dessert mit beschwipsten Orangen und Ananas gezaubert. Hat wieder alles super geschmeckt.Læs mere








RejsendeMit Doris hast du ja in der Tat eine Haubenköchin an Board😀😀
Doris JägerDanke 😌 (Doris)