Pazifik am Ostermontag - Tag 15
April 6, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C
144 sm, sonnig, 4-5 Bft
Die Nacht war etwas durchwachsen. Die erste Schicht übernahm ich diesmal, da ich das Leichtwindsegel noch etwas stehen lassen wollte, die Bedingungen aber grenzwertig waren. Squalls in der Nähe hatten das Wasser wieder sehr unruhig werden lassen, und der Wind wehte auch nicht konstant. Nach zwei Stunden nahm ich dann das gute Stück doch runter, bei 16 Ktn Wind. Als ich wieder zum Steuerstand kam waren es gerade noch 12. Wie war das mit dem ersten April? Weiter ging es dann mit dem Groß, platt vor dem Wind, so konnte ich wieder meinen Kurs halten. So ging es durch die Nacht, sehr bequem, wenig Geräusche, Welle von hinten, aber eben auch nicht besonders schnell.
Deshalb war meine erste Aktion nach dem Aufstehen die Genua rauszulassen. Was dann folgte war viel Frust. Wir hatten zwischen 16 und 18 Ktn Wind, und ich bekam unser Boot einfach nicht zum Laufen. Im Schnitt 5 Ktn, ich konnte machen was ich wollte. Und dann stand mir vor Augen, dass dies der Kurs der nächsten Tage sein würde. Unser Freund Werner von der „ Bring me the Horizon“ war glatt 1,5 Ktn schneller unterwegs, und das mit einem kleineren Boot, hallo gehts noch? Alles Fummeln und Zuppeln an den Segeln brachte nichts. Ja, die See war sehr unruhig, und wir sind total überladen, aber das will man ja nicht wahrhaben…
Nach dem Mittag ließ der Wind etwas nach. Damit war die Zeit gekommen, den Trumpf zu ziehen, und der stach wieder: Unser Blauweißes ließ wieder die Lachfalten in meinem Gesicht erscheinen. Mit bis zu sieben Knoten im 10 min. Durchschnitt glitten wir jetzt wieder dahin. Da macht das Segeln doch gleich wieder viel mehr Freude. Wenn es hinten am Achterdeck so richtig rauscht und nicht nur plätschert, dann sind wir richtig unterwegs. Bis kurz vor Mitternacht zog es uns über den Ozean. Kurz vor meinem Schichtende um Mitternacht zog plötzlich der Wind an. Zum Glück hatte ich einen Alarm eingestellt, denn so bekam ich es direkt mit. Ein kleiner Squall, auf dem Radar schwer zu erkennen, zog direkt an unserer Seite vorbei. Schnell holte ich das Segel ein, ist ja mit unserem neuen Endlosfurler kein Problem und schnell gemacht. Weiter ging es mit Genua und Groß. Der Wind sollte ja eh auffrischen und der Segelwechsel hätte ohnehin angestanden.
Heute gab es zur Feier des Tages Mahi Mahi mit Ingwer-Sahnesauce und Spinattortellini, begleitet von gemischtem Salat, und danach ein Creme Dessert mit Früchten. So lässt es sich leben auf einer Ozeanpassage.Read more












Traveler
Uwe, aber bis jetzt warst du doch sehr brav mit dem Tragen der Rettungsweste😀😉
Doris Jägerja, zugegeben….😌