• Pazifik - Tag 30, Ankunft im Paradies

    April 21, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich hatte mir heute Morgen meinen Wecker auf sieben Uhr gestellt, wollte ich doch den ersten Blick auf die Gambier Inseln in der Morgendämmerung nicht verpassen. Es war aber noch stockdunkel. Um kurz vor halb acht kam Doris dann runter und fragte, ob ich nicht um sieben hätte aufstehen wollen? Jetzt wurden tatsächlich draußen die ersten Umrisse sichtbar, und so leistete ich ihrer Aufforderung Folge 😉. Schnell war ich auf dem Weg nach oben. Zunächst Enttäuschung, denn da wo ich die Inseln vermutet hatte prangte eine dunkle Regenwolke. Wenig später, Doris hatte sich nochmals zum Schlafen hingelegt, erschienen dann aber doch die ersten Umrisse unseres Zieles am Horizont, die bergige Kontur einer Insel der Gambier Gruppe. Schnell holte ich Doris wieder aus dem Bett, bestimmt wollte sie auch Zeuge unseres ersten Blickkontaktes werden. So war es auch, die Müdigkeit war erstmal weggeblasen. Wir genossen nun beide den Anblick der größer werdenden Inseln, und freuten uns, die lange Reise so gut überstanden zu haben.

    Unsere Hoffnung, die letzten Meilen unter Segel fortsetzen zu können, erfüllte sich jedoch leider nicht… Die Anzeige unseres Dieselvorrates tendierte deswegen im weiteren Verlauf beängstigend gegen Null, so dass ich einen Reservekanister nachfüllte bevor der Motor Luft ziehen konnte. Gegen 14 Uhr bogen wir dann in den Pass nach Rikitea ein und schoben uns zwischen Korallenriffen langsam Richtung Ziel. Die Zufahrt ist gut betonnt, und so konnten wir während der Anfahrt entspannt die Aussicht auf uns wirken lassen. Wie konnten uns kaum an den majestätischen grün bewaldeten Bergen sattsehen, die vor der Ankerbucht in die Höhe ragten. Pünktlich kurz vor drei kamen wir in der Bucht vor Rikitea an und konnten den Anker fallen lassen. Von der Pier war laute Steeldrum Musik zu hören, schön dass man uns zur Begrüßung aufspielte! Aber es galt wohl eher dem dort anlegenden Fährboot 😉. Egal, schön war’s trotzdem. Auch unsere Freunde auf unserem Buddyboot „Bring me the horizon“ waren auf der Zielgeraden und würden bald neben uns ankommen. Ein netter Abend mit lebhaftem Austausch über unsere Abenteuer war vorprogrammiert. Die Emotionen, endlich am Ziel der Träume angelangt zu sein, sind schwer zu beschreiben. Am besten man erlebt es selbst.
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