• ein kleines Paradies !

    April 23 in French Polynesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Vorgestern sind wir auf den Gambier Inseln angekommen. Gegen 15.00 Uhr hatten wir die Engstelle des Aussenriffs sicher passiert und ließen glücklich unseren Anker ins 18 m tiefe klare blaue Wasser fallen. Welch eine idyllische Umgebung empfing uns! Der Ort auf der Hauptinsel Mangareva heißt Rikitea und beherbergt ungefähr 1000 Einwohner.
    Die anderen bewohnten Inseln heißen Taravai, Akamaru und Aukena. Außerdem gibt es viele kleinere Inselchen.
    Am Ankunftstag war nur Ausruhen angesagt und ein Abendbesuch bei Resi & Werner zum Sundowner und kleinen leckeren Imbiss. Da wurden sich nochmal lachend und erleichtert die Abenteuer mit den Squalls, durchgescheuerten Leinen oder ausgefallenen Autopiloten erzählt.
    Am nächsten Vormittag um halb 10 ging’s erstmals an Land in franz. Polynesien!
    Was uns am 1. Tag schon angenehm auffiel, war die herrliche Ruhe in der Ankerbucht. Es gibt keine Jetskifahrer und keine Partyboote. Auch vom Land dringen keine Motorgeräusche herüber. Nur gelegentlich fährt mal ein einheimisches Motorboot durch die Bucht. Die Zahl der vor Anker liegenden Segler ist überschaubar, fahren doch die meisten direkt Richtung Marquesas.
    Hier ist Herbstbeginn. Tagsüber noch angenehm warm, aber nicht feucht, und nachts benötigt man bei 25 Grad keine Klimaanlage. Die morgendlich Ruhe wird nur durch das vereinzelte Krähen von Hähnen unterbrochen.
    Am einfachen Dinghisteg angekommen holten wir am 2. Tag beim ATM der Post erstmal 40.000 CFP-Franc. Die Umrechnung ist etwa 1:100.
    Danach ging’s zum Einklarieren ins Customs Büro. Die Beamten waren nicht übermäßig flott aber sehr freundlich. Wir hatten schon das Online Formular ausgefüllt und eingereicht, mussten nur die Nummer rüberreichen, außerdem die Pässe und Bootspapiere. Auf die Frage, wie lange wir nun bleiben dürften, hieß es zuerst „90 Tage“. Das widersprach aber all unseren Recherchen. Der junge Beamte ging sich dann nochmal erkundigen: „das Boot 2 Jahre ohne Steuer, und Sie für immer…“ 🤣.
    Anschließend mussten wir uns grüne Rathaus zur Zahlstelle. Wir holten erstmal Coupons für 2x100 l Diesel (100 l pro Person und Tag erlaubt, ca. 1,30 Euro pro Liter), die Aufenthaltsbestätigung für 4 Wochen 2 Personen (2040 CFP) und die Abrechnung für das Abliefern von Müll. Das ist in der ersten Woche teuer mit 5000 CFP, ab der zweiten Woche 1500 CFP. Insgesamt wurden wir so gleich wieder 37.000 CFP los.
    Danach wanderten wir mit Resi & Werner die Hauptstraße des Dorfes entlang zu einem der Lebensmittelläden. Leider ist das große Versorgungsschiff aus Tahiti erst am 12.4. dagewesen, wird also etwa 3 Wochen auf sich warten lassen. Kartoffel und Zwiebeln sind vorhanden. Von einheimischen Anbauern kann man über Vermittler zur Zeit Avocados, Salat, Papaya, Süsskartoffeln und andere Wurzelgemüse kaufen. Tomaten und Karotten fand ich leider noch keine.
    Jetzt ist erstmal am Boot eine ordentlich Todo-Liste abzuarbeiten. Der Rumpf ist bis über die Wasserlinie gelb und verdreckt und mit Muscheln übersät. Das Dinghi, das beim Segeln immer wieder von Seewasser überspült wurde, hat Uwe heute schon gereinigt. Am Samstag gibt es ein Highlight: ein Event in einer der lokalen Kneipen mit DJ. Immer wieder werden auch Barbecues von Seglern am Strand wohl organisiert. Lassen wir alles in Ruhe auf uns zukommen.
    Wo man genau tauchen kann (es soll hier sehr unberührt sein), und wie und wo man eine Perlenfarm besuchen kann, werden wir noch herausfinden. Erstmal lassen wir es langsam angehen. Wir genießen in vollen Zügen die Stille und atemberaubend grüne Landschaft. Außerdem lädt das herrliche Wasser zum Baden ein. Eine kleine Wanderung in die Hügel durch den Urwald wird wohl bald verwirklicht werden.
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