Vientiane
May 26–Jun 2, 2025 in Laos ⋅ ☁️ 29 °C
26.5. In Vientiane angekommen. Wollte Fotos aus dem Flugzeug beim Anflug auf Vientiane machen. Fehlanzeige. Fast stockdunkel. Ein paar Hauptstraßen und nur wenige Gebäude sind beleuchtet. Ganze Stadteile sind im Dunkeln. War um 20.00 Uhr im Hotel. Im Vergleich zu Bangkok, Hanoi oder Phnom Penh ist hier tote Hose. Vergleichsweise wenige Autos und Mopeds. Keine Staus. Aber leider auch 38°. Die Menschen hier sind zum Knuddeln. So was von freundlich und hilfsbereit. Allerdings habe ich ich auch schon den real existierenden Sozialismus erlebt. Ich habe aus einem mir nicht mehr erklärbaren Grund Halbpension gebucht. Wollte um 20.40 Uhr ins Restaurant. Essen gibt's bis 21.00 Uhr. Niemand da, alles leer. Am Empfang ein Jüngling , der kein Englisch konnte und mir mit Google Übersetzer klar gemacht hat, dass es Essen nur auf dem Zimmer gibt. Also Menü ausgesucht und auf dem Zimmer gegessen.
27.5. Frühstück um 10.00 Uhr. Kritischer Blick auf die Uhr. Aber diesmal durfte ich im Restaurant bleiben.
Ich glaube es nicht. Das Hotel hat überwiegend Gäste, die Golf spielen. Und das bei dem Wetter. Hauptsächlich Koreaner.
Irgendwie ist das alles hier sehr seltsam.
28.05. 2,5 Stunden Rundfahrt gebucht. 70 Minuten Dauerregen. Mein Fahrer hat dann noch einen löchrigen Schirm organisiert. Danach ist das Thermometer auf 37° gestiegen. Wir haben das Nationalheiligtum Pha That Luang Stupa besucht, das von einer sehr großen Klosteranlage umgeben ist. Dauer 40 Minuten. Danach fix und foxy. Der Fahrer wollte mich dann noch zum Triumphbogen und in ein Museum schleppen. Mir hat dann die Außenansicht aus dem klimatisierten Auto gereicht.
Die Anlage geht auf das 3. Jhd. vor Christus zurück und wurde nach Zerstörungen etliche
Male wieder aufgebaut. Die Stupa (buddhistischer Reliquienschrein) war ursprünglich mit mehr als 500 kg Blattgold versehen. Nachdem Thailänder, Burmesen, Chinesen und Vietnamesen über die Jahrhunderte die Anlage immer wieder geplündert hatten, ist heute nur noch die Spitze vergoldet, anders als in Thailand, wo die wichtigen Buddhas und Stupas echt vergoldet sind. Die umliegenden Gebäude sind kunstvoll gestaltet und zeugen von der hervorragenden Handwerkskunst.
Zu dem Triumphbogen gibt es noch eine Story, die irgendwie passt. Der Bogen wurde in den 60iger als Denkmal für die Unabhängigkeit Laos' von Frankreich (1949) gebaut. Der Bau war aber bis 1975 zur Machtergreifung der Kommunisten noch nicht fertig. Der Bogen sollte dann mit Beton und Stahl, den die Amerikaner für einen Flughafen vorgesehen und zurückgelassen hatten, zu Ende gebaut werden. Das Baumaterial wurde allerdings für den Bau von Villen und Häusern abgezweigt, so daß der Bogen bis heute unvollendet ist.
In dem Klotz sind sind über mehrere Etagen Geschäfte und eine Aussichtsplattform untergebracht. Muss man alles zu Fuß erkunden. Allerdings bei den klimatischen Bedingungen ohne mich.Read more


















