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  • Day12

    Hammerweg Esporles - Deià

    September 22, 2016 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Nacht war laut. Weil das Backpackers direkt an der Straße gelegen ist. Aber die Erfindung "Ohrstöpsel" ist auch meiner Sicht die Beste des 20. Jahrhunderts. Wir standen kurz nach 07:00 Uhr auf. Wir wollten zu einem Supermarkt und uns etwas für das Frühstück kaufen. Gesagt getan. Das Frühstück nahmen wir im Garten von Backpackers ein. Sehr idyllisch und völlig ausreichend. Den Kaffee kochten wir uns dort und genossen diesen mit Käse und frischem Baguette. Dann gingen wir los. Durch Esporles ging es schnell und kamen so auch recht zügig auf einen Waldweg, welcher stetig anstieg. Leider verliefen wir uns, weil worden so im Gespräch vertieft waren. Davon kann ich nur dringend auf einer Reise abraten, wenn man auf den Weg achten muss. So verloren wir mindestens 45 Minuten und dann ging es los. Fortan scheinbar nur bergauf. Ich schwitze ohne Ende. Was sollst, das muss ich durch. Den Berg erklommen beschwerlich wieder runter und was soll ich sagen, den nächsten Berg hoch. Dann auch wieder kurz verlaufen und diesmal rechtzeitig erkannt und so mussten wir nur ein kleines Stück zurück gehen. Aber dafür weiter bergauf. Irgendwann durch den Wald und bergab. Eine super überklettert, 2-3 Tore auf und zu gemacht. Gekrönt durch einen herrlichen Blick auf Valldemossa. Dort machten wir auch ein längere Pause. Abschreckend waren die vielen Menschen und die damit verbundene Hektik. Schnell wollten wir wieder los. Und so folgten wir dem GPS-Track und kamen an ein kleines Wärterhäuschen. Der "Ranger" erklärte uns, das der GR221 schon seit 2 Jahren woanders langführt und wir zur Durchquerung des Gebietes uns hätten vorher anmelden müssen. So konnten wir nur den Weg außerhalb des Reservation nehmen. Wieder bergauf, bergauf und bergauf. Langsam ließen unsere Kräfte nach und wir mussten mehrere kleine Pausen einlegen. Oben auf dem Kamm, dem ehemaligen Reiterweg vom Erzherzog Salvador angekommen, gab es bei herrlichen Sonnenschein einen atemberaubenden Ausblick. Wir folgten dem Weg auf dem Kamm und leider durch meine Höhenangst, konnte ich die vielen Ausblicke nicht genießen. An einem Scheitelpunkt verließen wir diesen Kammweg und gingen in Serpentinen in Richtung Tal. Auch hier hatte ich wegen meiner Höhenangst Probleme. Nach ca. 90 Minuten (!) Abstieg, erreichten wir irgendwie erschöpft Deià und das Refugi "Can Boi". Mit nettem fragen konnten wir ein 4 Bett Zimmer erhaschen. Schnell geduscht und noch einmal kurz durch Deià gelaufen. Der heutige Tag war durch insgesamt 9 Stunden Gehzeit geprägt.Read more