• Volcán Acatenango

    Jul 11–12, 2024 in Guatemala ⋅ ☁️ 14 °C

    Der Aufstieg des Volcán Acatenango war einer der Aktivitäten auf die sich mich am meisten gefreut habe. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei Mittel bis schwer, wobei das anstrengendste vor allem die Höhe war. Das Basecamp befand sich auf einer Höhe von 3625 Metern (der Vulkan selbst liegt bei 3976 Metern), das merkt man schon beim hochkrachtseln 🙈😂

    Der Anfang war zum Kotzen, Ich hatte nach 5 Minuten keine Lust mehr und wollte am liebsten einfach wieder umdrehen 😅 aber nein, ich wollte unbedingt die Lava sehen, also habe ich mich Schritt für Schritt hochgequält. Die Gruppe hatte ne gute Größe von 11 Personen und der eine Guide ist schön langsam hinter mir her gelaufen 😂

    Irgendwann hat Lucas mir meinen wesentlich leichteren kleinen Rucksack abgenommen und mitgetragen und war trotzdem noch schneller als ich 😂🤷🏼‍♀️ was soll ich dazu noch sagen.

    Zwischendurch hat’s ein bisschen geregnet aber es war größtenteils trocken.

    Als wir 5 Minuten vorm Ziel waren, kam der lockere kieselige sandartiger Vulkansteinscheiß. Da dachte ich wirklich ich bleibe hier liegen. Ich schlafe hier, mir egal wie kalt und ungemütlich es ist. Meine Beine haben einfach nicht mehr mitgespielt. Immerhin habe ich mich von der letzte in der Gruppe zur ersten hochgearbeitet 😂 nicht, dass das einen großen Unterschied gemacht hätte, war trotzdem alles Scheiße 😂 Carmen ist hier bestimmt hochgerannt (sie ist ein paar Tage nach uns hochgewandert) 😜🤣

    Und es war kalt da oben. Und wir haben absolut gar nichts gesehen 🙈😂 es war alles eine weiße Decke. Immerhin ging es dann noch um die Verteilung der Unterkünfte. Für ein Privatzelt (oder was immer das war) musste man extra bezahlen, weil wir aber zu viele Leute waren und so ein Paar ein Privates gehabt hätte, ging es sehr lange darum, wer die zusätzlichen 200 Q bezahlen möchte. War schon bisschen frech von den Guides. Sie hätten es auch einfach machen und denen unten nichts davon erzählen können.

    In ein Zelt passen 4 Leute. Es ist eben sehr sehr eng und kuschelig 😅 was tatsächlich bei der Kälte nicht so schlimm war. Da waren nämlich überall riesengroße Ritze zwischen Tür und Wand, zwischen Dach und Wand. Zwischen allem. Es war nichts isoliert und das Esszimmer/Aufenthaltszimmer hatte nicht mal Wände 😂

    Aber es wurde alles noch schlimmer. Dazu mehr im nächsten Beitrag Volcán de Fuego.

    Am nächsten Morgen ist der Aufstieg zur Spitze ausgefallen. Das Wetter war so schlecht, dass die Guides meinten, es sei zu gefährlich da hoch zu wandern. Außerdem hätte man eh nichts gesehen.

    Der Weg nach unten ging zum Glück schneller, allerdings war er nicht weniger anstrengend. Meine Knie haben irgendwann übelst weh getan und ich wollte nur noch ankommen.

    Und dann haben wir es irgendwann geschafft. Wir haben so gut wie keine Pause gemacht, weil keiner mehr Lust hatte 😂🙈

    Abgesehen von all der Rumgemeckerei (typisch deutsch 🤪) war die Landschaft toll. Der Nebelwald hatte richtig Nebel, weiter unten war es dschungelig grün und ab und zu kamen ein paar Farbtupfer 🥰 es war schon eine tolle Erfahrung.
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