• Fazit Japan

    September 28, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 28 °C

    Was für ein völlig anderes Land. Japan hat so vieles, wovon sich Deutschland was anschauen könnte, die geilsten Toiletten, überall und sauber, Züge die pünktlich sind, es ist super sauber, es gibt überall Automaten für Getränke, Eis und sogar Essen, das Essen habe ich tatsächlich leider nicht probiert. War immer satt, wenn ich sie gesehen habe. 😂 Aber das Essen in den Convenient Stores, die es an jeder Ecke gibt, ist gut. Davon habe ich mich sehr viel ernährt, als der Rest der Truppe wieder Richtung Deutschland ist 😝

    Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich sehr hohe Erwartungen an Japan hatte oder daran, dass ich davor in Lateinamerika war, aber mich hat Japan nicht so überzeugt 😅

    Ja, die Menschen sind unglaublich freundlich und respektvoll, aber gleichzeitig auch sehr distanziert. Man darf in der Öffentlichkeit im Laufen nicht essen, man darf in der Metro nicht zu laut sein und definitiv nicht telefonieren. Was wiederum cool war, weniger für die Raucher unserer Gruppe, man hat spezielle Raucherbereiche, nur dort darf man rauchen und die meisten Japan tun das, mit dem Gesicht zur Wand (was ich wieder für etwas übertrieben finde 🙈). In der Kultur geht es sehr darum, auf andere Rücksicht zu nehmen (guter Grundgedanke) in der Metro wird dann aber so getan, als ob man den älteren Mann nicht gesehen hätte und deswegen nicht aufgestanden sei. Jeder war sehr für sich. Wir hatten schon Schwierigkeiten mit einer Gruppe von 5 Leuten einen Tisch im Restaurant zu bekommen, die meisten essen alleine, höchstens mal zu zweit. So wurden wir häufiger mal an verschiedene Tische aufteilt.

    Man kommt auch mit den Locals nicht so leicht ins Gespräch, jemand der dort wohnt, hat mal gesagt, dass sie einen nicht ansprechen, da man nicht stören möchte. Gleichzeitig bleibt man aber für immer ein „Gast“, auch wenn man in eine Familie einheiratet oder jahrelang in Japan wohnt, das stelle ich mir nicht so schön vor 😅

    Ich bin sehr froh darüber, Japan mit Ela, Nils, Timo und Becca gesehen zu haben, ganz alleine stelle ich mir ganze etwas schwieriger vor. Ich habe zwar ab und an mal Leute kennengelernt, aber nicht so wie in Lateinamerika, wo man eigentlich nie alleine war.

    Japan war auch das erste Land, wo es gut gewesen wäre, vorher einige Sachen zu buchen. Darüber habe ich mir um ehrlich zu sein überhaupt keine Gedanken gemacht, da ich in Lateinamerika da nie Probleme mit hatte. Und wir waren nicht mal in der Hochsaison dort, ich kann mir vorstellen, dass es da wirklich schwierig wird.

    Landschaftlich ist Japan schön, kann aber meiner Meinung nach nicht mit Südamerika mithalten (außer vllt. in der Kirschblüten- oder Herbstzeit, das kann ich nicht beurteilen). Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon so lange unterwegs war, aber mit der Zeit ist ein Wasserfall eben nur ein Wasserfall 😂 und nach dem x Tempel konnte und wollte ich auch keine Weiteren sehen, aber ich denke, dass ist mit allem so (nach Rom konnte ich auch keine Kirchen mehr sehen 🤣).

    Was Japan aber wirklich schafft ist Pünktlichkeit, nicht nur die Züge sind pünktlich, auch das Wetter ist zur angekündigten Zeit an Ort und Stelle 😂

    Und obwohl der Buddhismus und Shintoismus sehr naturverbunden ist, setzt sich Japan über das Walfang-Verbot hinweg und jagt die Tiere unter dem Deckmantel der Forschung sogar im Schutzgebiet Antarktis, auch kommerzielle Walfang ist erlaubt. 🥺 John (der Ami aus Himeji) hat erzählt, dass er auf einem Fischmarkt war und dort auch Delphine lagen.

    Alles in allem ist Japan schön und kulturell auch sehr interessant, aber es ist nicht sehr weit oben auf der Liste meiner Lieblingsländer und ich weiß auch nicht, ob ich nochmal hinfahren würde um ehrlich zu sein. Vielleicht mal zur Kirschblüte, wenn es sich ergibt.
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