• Rothko und die Renaissance

    April 27 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Der letzte Tag in Florenz bricht an. Heute steht die Ausstellung von Mark Rothko im Mittelpunkt. In einer Zeitschrift in dem Lesecafé war ein Artikel zur Ausstellung und der Hinweis auf die Biblioteca Medicea Laurenziana. Das Vestibül der Bibliothek hat Michelangelo gestaltet und Rothko hat bei einem Besuch dort die Gestaltung des Raumes bewundert. Entsprechend hängen dort schon zwei Bilder.
    Als kurzen Zwischengang gehen wir danach noch in Santa Maria Novella, die am ersten Tag nicht zugänglich war. Auch hier ein riesiger Raum in Harmonie und mit viel Renaissance-Malerei an den Wänden.
    Nun geht es zum Palazzo Strozzi. Ich bin gespannt und wenig vorbereitet. Rothko kenne ich nicht wirklich. Die Ausstellung geht chronologisch vor und stellt immer den Bezug Rothkos zur Renaissance und zu Italien her. Ich habe mir in allen Räumen mit allen Bildern viel Zeit gelassen. Die Bilder haben etwas mit mir gemacht, das ich nie erwartet hatte. Diese reduzierten Farbwelten haben mir tatsächlich ganz unterschiedliche Räume eröffnet und mich tief berührt. Ich bin sehr glücklich, dass ich das erleben durfte.
    Nach Rothko bummeln wir zu Santa Croce mit ihren vielen Grabmale. Dante steht davor und innen ist sein leeres Grab, weil er im Exil in Ravenna gestorben ist.
    Den Tag beenden wir mit einem Streifzug durch die Innenstadt, einer Pause im ehemaligen Stadtgefängnis und einem letzten Spritz mit Blick auf den David.
    Florenz war auf jeden Fall die Reise wert. Und die Rückfahrt mit dem Nachtzug klappt auch.
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