• Lahemaa Nationalpark

    June 6 in Estonia ⋅ 🌧 18 °C

    Für heute war eigentlich den ganzen Tag über Regen angesagt, zum Teil auch kräftig. In der Nacht hatte es auch immer wieder mal geregnet. Heute Morgen kam aber zwischen vereinzelten Regentropfen auch immer wieder die Sonne durch. Deshalb haben wir uns doch entschlossen, mit dem Fahrrad auf die Spitze der Käsmu Halbinsel zu fahren. Dort soll es einen Aussichtsrurm geben.
    Auf dem Radweg kommt man schnell und bequem nach Käsmu, das als eines der schönsten Dörfer Estlands gilt. Hier gibt es viele schöne Holzhäuschen und eine ehemalige Seemannsschule, in der sich ein kleines Meeresmuseum befindet. Weil in Käsmu ab Ende des 19. Jahrhunderts über 50 Segelschiffe gebaut wurden und wegen der Seemannsschule wird es seither auch Kapitänsdorf genannt.
    Wir sind dann in den Wald gefahren. Die Eiszeit hat dort jede Menge Steine und Felsen hinterlassen, wie den Metsamuk (Foto) und den Meremuk direkt an der Küste. Lichte Kiefernwälder wechseln sich mit dichtem Laubwald ab, der Boden bedeckt mit tausenden von Blaubeerpflanzen. Die Luft ist voll von Insekten wie Schmetterlingen oder Libellen, auch andere kleinere Insekten sind zuhauf unterwegs.
    Oben an der Spitze der Halbinsel, Palganeem, dann die Enttäuschung: Der Turm aus Sowjetzeiten ist verschwunden. Ist dann aber auch kein Verlust…
    Auf dem Rückweg haben wir noch ein paar schöne Buchten mit herrlichen Sandstränden gefunden. Der einsetzende Nieselregen hat uns schließlich wieder zurückgetrieben.
    Nun ist es wieder so, dass sich Sonne und Niesel abwechseln.
    Der Lahemaa Nationalpark wurde 1971 schon zu Sowjetzeiten als erster Nationalpark in der UDSSR gegründet. Da hier niemand her durfte, konnte sich die Natur prächtig entwickeln Auch heute noch sind einige Bereiche des Nationalparks komplett vor menschlichen Einflüssen geschützt.
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