• Palmse - Rakvere - Valaste

    June 7 in Estonia ⋅ ⛅ 20 °C

    Gestern Nachmittag hat es viel geregnet, am späten Nachmittag kam dann tatsächlich wieder die Sonne heraus und abends waberte dann der Nebel über der Campingwiese. Heute Morgen scheint wieder die Sonne, nun geht es nach Rakvere.
    Auf dem Weg dorthin sind wir durch Palmse gekommen, kurzer Fotostopp am Herrenhaus eingelegt. Es soll eines der bekanntesten und besterhaltenen Gutshöfe des Landes sein. Dazu gehören auch eine Orangerie, Schnapsbrennerei, Stallungen und Scheunen, Badehaus, Pavillons und Waschhaus sowie eine große Parklandschaft.
    Weiter ging es nach Rakvere, wo wir rund um die alte Ordensburg auf einem Wallberg marschiert sind. Da es Sonntag und Ort sehr voll ist, haben wir auf den Besuch verzichtet . Auf dem Weg dorthin haben wir die Dreifaltigkeitskirche gesehen und eine Skulptur der 8-jährigen Edith. Sie zeigt Edith Kotka-Nyman, estnische Kulturbotschafterin. Edith verbrachte ihre Kindheit in Rakvere, bis ihre Familie nach Schweden flüchten musste.
    Nächster Stopp ist am Wasserfall Valaste. Auf dem Weg dorthin haben wir zwei Kraniche und einen Storch im Sturzflug gesehen. Zum Leidwesen von Herbert zeigen sich keine Elche, obwohl immer wieder auf Elchwechsel hingewiesen wird. Und dann: der erste Windpark, den wir im Baltikum gesehen haben. Solaranlagen, auch große Flächen, findet man dagegen überall.
    Weil wir auf der Hauptstraße Richtung Narva bleiben, erhalten wir auch einen Einblick in die Ölschieferindustrie mit riesigen Abraumhalden und Industrieanlagen. Hier gibt es auch ein Bergbaumuseum, das schenken wir uns aber.
    Der Wasserfall ist eine große Touristenattraktion. Dementsprechend war der Ort gut besucht. Es war jedoch enttäuschend, da nur ein schmales Rinnsal über die 30 m in die Tiefe fiel, man kann nicht mal von Stürzen sprechen. Einzig die verschiedenen Gesteinssichten und verschiedenen Farben sind interessant, aber viel sehen kann man durch den starken Bewuchs leider auch nicht. Wir sind trotzdem die vielen Stufen hinunter- und auch wieder hochgestiegen. Am Strand unten angekommen konnte man einen guten Blick auf die stark bewachsene Steilküste werfen. Weil der Strand sehr steinig ist, gibt es auch viele Steinmännchen zu bewundern.
    Nun heißt es Abschied nehmen von der Ostsee. Es geht für uns in den Süden ins Landesinnere zum Peipus See. Auf der Strecke sind wir dann noch in eine Polizeikontrolle geraten und Herbert durfte einmal pusten. In Estland besteht 0,00-Grenze.
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