• Ähijärv

    Jun 9–10 in Estonia ⋅ 🌧 14 °C

    Nach einer verregneten Nacht und Frühstück sowie Ver- und Entsorgung im Trockenen ging es bei leichtem Nieselregen weiter in den Süden. Ziel ist der Karula Nationalpark. Unterwegs immer wieder Regen, aber auch mal Sonne, und es ist deutlich kühler geworden. Während der Fahrt haben wir unzählige Störche und einen Fuchs in Lauerstellung gesehen.
    Im Karula Nationalpark stehen wir am Ähijärv. An diesem See befindet sich das RMK-Infozentrum des Nationalparks. Es gibt die Möglichkeit zu zelten, aber wir können hier auch mit dem WoMo stehen.
    Die freundliche Angestellte hat uns gleich eine Infobroschüre mit Karte gegeben und die kleine Ausstellung über das frühere Leben der Landbevölkerung im 20. Jahrhundert gezeigt.
    Der Karula Nationalpark ist der kleinste der estnischen Nationalparks mit 123 Quadratkilometern und gleichzeitig der hügeligste. Er wurde 1993 gegründet. Hier findet man unter anderem die größte Schwarzstorchpopulation Estlands. Es gibt 40 Seen im Naturschutzpark, der größte ist mit 176 ha der Ähijärv. Barsche, Plötze und Rotaugen, Hechte, Karpfen und Schleie kommen in den Seen vor. Auch europäische Schaufelkröten und Kammmolche, Biber und Otter sowie verschiedene Ochideenarten gibt es hier.
    Wir sind vom Platz aus losgewandert. Eigentlich sollte es zu einem Aussichtsturm gehen. Den haben wir aber nicht gefunden. Unterwegs begann es wieder zu regnen, wir hätten also wahrscheinlich nicht viel gesehen. Herbert glaubt, einen Schwarzstorch entdeckt zu haben. Triefend nass kamen wir nach 7 km zurück und jetzt chillen wir einfach mal.
    Und dann: Nach Regen folgt Sonne. So haben wir noch einen versöhnlichen Abendspaziergang am See gemacht man. Dabei gab es einiges zu beobachten, vom Haubentaucherpärchen mit Nachwuchs bis zum Libellenmassaker durch eine Bachstelze. Am späten Abend kroch dann der Nebel aus den Wiesen.
    Read more