Der Start war schwer...
July 29 in Switzerland ⋅ ☀️ 35 °C
Ich hab die Hitze echt unterschätzt. Ich bin halt auch zur grössten Hitze um 12.30 Uhr losgefahren. Und ich merkte schnell, dass ich mein optimistisches Ziel: Basel heute nicht erreichen werde. Der erste Punkt: ich habe ca, 20 Km nach Kreuzlingen in einem der Dörfer am Rhein angehalten und im Coop was zum Trinken geholt. Und, da ich nur ein Sandwich gegessen hatte und am Morgen nix. noch zwei Stücke Cheesecake, die ich auch gleich verschlungen habe. Dann kam der Dämpfer! Die Gasdruckdämpfer an der Deichsel haben sich gelöst, weil eine Schraube gebrochen war. Das heiss dann, alles Werkzeug auspacken und direkt vor dem Coop eine Werkstatt aufbauen; ich habe sogar gleich meine Bohrmaschine eingesetzt, weil ich für eine dickere Schraube ein Loch vergrössern musste. Interessant war, dass die Leute im Dorf recht distanziert waren. Ganz anders als letztes Jahr in Rumänien, wo mir ständig Hilfe angeboten wurde, wenn ich irgendwas am Schrauben war. Heute war es aber sogar so, dass eine Famllie die ansich interessierten Kinder an mir vorbeigeschoben haben, nach dem Motto, nicht zu dem Fremden hingehen, der macht irgendwelche unanständigen Sachen...; Naja, Land halt, ähnlich ging es mir im Januar auf meiner Wintertur im Hegau. Da hat man sich mit Hilfsbereitschaft auch nicht überansprucht. 10km später der nächste Dämpfer. Die Akkus haben nicht geladen, vermutlich ist es ihnen zu heiss gewesen. Also: alle Akkus aus der Alubox auf dem Gepäckträger in den Wohnwagen verlagert und Ladegeräte in den Kühlschrank gelegt, Eines hat danach wieder geladen, das andere ist wohl futsch..., obwohl ganz neu. In Schaffhausen habe ich versucht, am Rhein einen steilen Veloweg auf Rollsplitt hochzufahren. Das scheiterte und ich kam mitten am Hang zum Stehen. Weiter konnte ich nicht und zurück auch nicht, weil dann der Hänger mich unkontrolliert in den Abgrund gerissen hätte. Also: Warten, bis jemand kommt und mir helfen kann. Nach fünf Min - mir sind schon die Finger an der Bremse halb abgestorben - kam ein junger Mann, der mich dann hochgeschoben hat. Da der Weg noch weitere viel krassere Steigungen im Programm hatte, musste ich umdrehen, 5km zurückfahren und dann einen riesigen Umweg einschlagen. Deshalb kam ich nicht in Basel an. Wobei die Gesamtstrecke von 180km für einen halben Tag auch ein bisserl ambitioniert gewesen wäre. Vermutlich schaffe ich pro Tag nur ca. 60-80 km. So wird das dann auch nix mit den 4000 km insgesamt.Read more


TravelerWünsche dir eine gute Reise und hoffe, dass es von nun an etwas weniger technische Troubles gibt 🙂
Björn Maurerdanke dir. Technische Troubles sind super nervig, manchmal sind sie auch «dornige Chancen».
TravelerTja, die Deichsel… Viel Freude und weniger Reparaturerfahrungen wünsche ich dir auf deiner Reise!