Wind und Platten
July 30 in Switzerland ⋅ 🌙 24 °C
Der Tag begann wunderbar mit einer Talfahrt ohne Treten und ohne Mühe. Danach dann ein wunderbares Frühstück auf dem Normaparkplatz bei der angesagten Backstube im Ort. Es war der erste deutsche Ort nach der Grenze. Erzingen, glaube ich. Eine Kaffeelänge später habe ich dann die Parkplatzromantik erfolgreich abgeschlossen und bin weiter. Es ging dann, weil ich im Tal war, wieder den Berg hoch. Dabei habe ich eine neue Slalomtechnik entwickelt, die macht es nicht einfacher aber die Kraft verteilt sich dann auf Treten und Lenken...; zumindest fühlt es sich gut an. Dann Quer durch den gefühlten ganzen Südschwarzwald. Wutöschingen und andere Dörfer reihten sich aneinander. Recht schnell dann ein Bruch an der Deichsel. Ich musste die Halterung für die Dämpfer austauschen. Sowas braucht halt immer viel Zeit. Am Nachmittag war dann die 37° Marke geknackt und ein Unwetter war im Anmarsch, spürbar am starken böigen Wind, der mir entgegenwehte. Später dann von der Seite als ich an der Bundesstrasse langfahren musste. Da hat es mich mal locker auf die Fahrbahnmitte gedrückt und das Auto hinter mir konnte zum Glück spontan ein Ausweichmanöver einleiten. Aber ich konnte dann auf keinen Fall weiterfahren und bin rechts ran. Ich war froh, dass mich der Wind nicht umgeblasen hat. 2 Stunden später konnte ich es dann wagen. Dann aber hatte ich den ersten Verlust zu beklagen: Meine OSMO DJI Cam am Stab hinten, ist mit einem Baum kollidiert. Der Carbonstab ist abgebrochen und die Kamera mit dem einen Objektiv voll auf den Asphalt. Ärgerlich. Als nächstes ist mein Ecoflow so heiss geworden, dass er keine Energie mehr aufgenommen und abgegeben hat, Deswegen bin ich zum Obi, weil es dort kostenlos Strom hatte. Dann die Akkus einzeln aufgeladen. 2h später wollte ich los. Dann ziemlich unerfreulich. Ein Platten. Schaubenschlüssel und Imbusschlüssel konnte ich zum Glück beim Obi kriegen. Und mein Kühlschrank eignete sich super als Aufbock-Vorrichtung. Dann das zweite Highlight nach dem Frühstück. Zwei Männer kamen her und fragten, ob ich Hilfe brauche. Es hat sich rausgestellt, dass es Rumänen waren. Wie letztes Jahr. Einer davon wollte mir dann unbedingt 10 Euro schenken und war nicht davon abzuhalten. Voll nett. Davon hab ich mir den Schraubenschlüssel und ein Eis gekauft. Das Flicken ging schnell, aber den Obi Leuten nicht schnell genug. Die wollten die Schranke schliessen und ich wäre nicht mehr vom Parkplatz runtergekommen. Zum Glück konnte ich den netten Obi-Mitarbeiter dazu bringen, dass er mir gestattet, die Schranke selbst zuzumachen. Inzwischen war es nach 20 Uhr. Jetzt richtig gute Fahrbedingungen, nicht mehr so heiss, leichter Wind von hinten, Dann habe ich es noch bis zum Rhein an eine Badestelle geschafft :-). Von den Leuten bin ich heute mehrmals mit Meester (war nen Berlina) und Chef angesprochen worden. Ich schneine also irgendwie Kompetenz auszustrahlen mit meinem Fahrzeug. Mal sehen wie das weitergeht.Read more







TravelerEin beeindruckender Tag, voller Abenteuer, Herausforderungen und interessanter Begegnungen. Das höht sich alles sehr spannend an Trotz Hitze, Wind, Reparaturen und dem Verlust deiner Kamera lässt du dich ja noch lange nicht aus der Ruhe bringen. Du bist mit Geschick, Humor und einer Portion Glück schon mal bis zum Rhein gekommen. Die freundlichen Menschen unterwegs und dein souveränes Auftreten runden das Ganze ab. Es war ein ereignisreicher, aber gute Tag. Wir wünschen dir fürs Weitere eine spannende und gute Fahrt,