• Björn Maurer
  • Björn Maurer

Mit Velocamper nach Rumänien

Die letzten Vorbereitungen laufen. Ich habe beschlossen, mir einen Fahrradwohnwagen zu bauen. Damit geht es nun nach Rumänien. Mal schauen, ob das funktioniert… Weiterlesen
  • Tag 22: Sibiu nach Bärcut

    31. Juli 2025 in Rumänien ⋅ ☁️ 21 °C

    Es muss eigentlich mit ä ohne Punkte geschrieben werden, aber das ä ohne Punkte ist auf der Tastatur kaputt. Es war eine 95 km Etappe durch wirklich sehr schöne hügelige Landschaften; ähnlich wie in der Toskana nur ohne Zypressen. Ich habe gelernt dass man Schafherden lieber weiträumig umfährt, bei den Herden sind krasse Hütehunde, sie mega aggressiv sind und einen sehr lange verfolgen. Ich habe mir am letzten Tag noch einen Sonnenbrand und einen Wasserschaden im Camper geholt 🙁. Dumm gelaufen. Am Vormittag hatte ich noch ein Fotoshooting mit Ruxändrä (wieder ohne Punkte), die gestern das Interview mit mir geführt hat. Danach waren wir noch Kaffee trinken in einem kleinen netten Café. Jetzt bin ich kurz hinter dem letzten Ort vor Seligstsdt und koche mir ein Abendessen. Ich hätte bis Selistät durchfahren können, aber ich will noch etwas die Wildnis genießen bevor das Camp startet.Weiterlesen

  • Tag 23: Ende der Reise

    1. August 2025 in Rumänien ⋅ ☀️ 24 °C

    Jetzt ist das Reise Projekt vorbei. Ich habe heute nur Sachen getrocknet und Kleinigkeiten repariert und Texte geschrieben…
    Es war mein Nachhaltigkeitsprojekt für dieses Jahr. Ich wollte den Flug nach Rumänien vermeiden und da der Nachtzug dieses Jahr nicht fährt, hab ich mich für das Fahrrad entschieden und für den Miniwohnwagen. Ich fand es grandios, die Mischung aus Naturerlebnis, Problemlösen, Leute kennenlernen, sportliche Betätigung, Höhen und Tiefen; Freiheits- und Unabhängigkeitsgefühl. Am Anfang hatte ich noch Zweifel, ob ich mit dem schweren Teil tatsächlich weit kommen werde, auch weil es viel Konzentration erfordert, damit zu fahren. Mit der Zeit habe ich dann immer mehr Sicherheit bekommen und jetzt habe ich Routine. Im Nachhinein war ich ganz froh, dass ich auf dem PH Campus eine gute Testumgebung hatte mit Schotter, Sand, Wiese in unterschiedlicher Höhe, Steigungen und Gefälle, Poller und vieles mehr, dadurch konnte ich die meisten Probleme vorab schon lösen und bin deswegen so gut durchgekommen.

    Was ich auch gelernt habe, ist: wenn es ganz schlecht läuft, passiert auch etwas schönes als Ausgleich; außerdem gibt es überall viele tolle Menschen, die gerne helfen. Ich habe unterschätzt, welche Aufmerksamkeit ein Fahrradwohnwagen erzeugt; offenbar ist es wirklich noch etwas Neues - außerhalb von der YouTube Bubble. Der Camper hat die Strapazen insgesamt ganz gut überstanden, an einigen Stellen geht er aus dem Leim, aber das kann ich reparieren. Vielleicht baue ich mir auch noch eine etwas leichtere Version, damit ich die Reichweite etwas steigern kann. Aber jetzt beginnt erstmal mein Filmprojekt und der Camper darf sich erholen. Vielen Dank an alle, die das Projekt unterstützt haben, insbesondere an Friso und Markus für die Möglichkeit , das Teil im PHTG MakerSpace zu bauen und an meine Eltern für den Materialtransport in die Schweiz. Danke auch an Claudia für die selbstgemachten Haferkekse. Vielen Dank an alle fürs Mitlesen, Liken, Kommentieren und Mut machen. ich hatte so das Gefühl, nicht alleine zu sein.
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  • Film fertig

    8. August 2025 in Rumänien ⋅ 🌙 19 °C

    Es ist immer wieder eine Challenge, innerhalb von 6 Tagen mit einem zusammengewürfelten Team einen Kurzfilm zu machen. Aber genau das macht auch den Reiz der Sache aus. Man kommt an einem abgeschiedenen Ort in Rumänien zusammen, hat 2 Tage Zeit, eine Story zu entwickeln und die Charaktere auszuarbeiten, dann einen Tag für Schauplatzwahl und Cinematographisches Konzept (visuelle Umsetzung), 2 Drehtage und einen Tag für Montage und Premiere am Abend. In unserem Fall haben wir nach einer Schauplatzbegehung zuerst einzeln Ideen für eine Story entwickelt und uns gegenseitig präsentiert; dann hatten wir zwei Ideen in der näheren Auswahl: eine KI Freundschafts Story und die Nixengeschichte. Nach einigen abwägenden Überlegungen machten wir eine geheime Abstimmung und die Nixenstory bekam den Zuschlag. Seit kurzem gibt es in Seligstadt einen Löschteich und der lud natürlich dazu ein, einen Film mit Wasser zu drehen; was zu Beginn nicht so bewusst war: Nixen sind nachtaktiv und das bedeutete für uns natürlich auch, dass wir uns die Nächte um die Ohren schlagen mussten; Equipment Aufbau um 21 Uhr, dann Proben und dann Dreh, einmal von 21 Uhr bis 3 Uhr und am nächsten Tag nochmal für die Kampfszene im Wasser. Ein Filmprozess ist auch ein Making Prozess, man muss alles selbst entwickeln und verschiedenste Probleme lösen, um das Ziel zu erreichen. Das macht richtig viel Spaß, ist aber auch sehr intensiv jedes Mal; nebenher noch andere Dinge zu machen, ist fast unmöglich; dafür schweißt der Prozess die Gruppe richtig zusammen und man kommt in einen Flow. Was wir dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiert haben, war eine KI beim Songwriting für das Hauptmotiv der Nixe einzusetzen, die Harmonien für den Nixensong hat die KI vorgeschlagen, wir haben ihn anschließend für Ukulele und Gesang weiterentwickelt. Ich persönlich fand ein Highlight, dass Mirona als Regie und als Theaterpädagogin viel Energie in die Rollen- und Charakterentwicklung gesteckt hat, jede Figur hatte eine Vorgeschichte, die im Kurzfilm aber nicht gezeigt wird, aber trotzdem subtil wirkt. Auch klassisch: die Montage ist ein Fass ohne Boden, während der Grobschnitt recht schnell steht, sind die Feinarbeiten auf der Tonebene und auch die visuellen Filter auf den Einstellungen sehr aufwendig. Nach einer Woche Volleinsatz bin ich schon wieder urlaubsreif. Wer sich den Film anschauen will, kann das hier über diesen Link tun: https://drive.google.com/file/d/176kNoZCAVEVjs9…Weiterlesen

    Ende der Reise
    1. August 2025