Häufig sind Hektik und Chaos ein Zeichen von Unsicherheit. Nachdem wir mit 1,5 Stunden Verspätung endlich auf den Motorrädern saßen, lief alles wunderbar. Die 125iger Crossmaschine (warum eigentlich Crossmotorräder?) schnurrte und zog gut. Auch die Sitzbank war nicht allzusehr unbequem. Leider musste ich mich zu sehr auf das Fahren konzentrieren, so dass es keine Gelegenheit gab die wunderbare Landschaft zu fotografieren. Man musste die vielen Eindrücke im Vorbeifahren mitnehmen. Reisfelder, die in Kambodscha abgeerntet waren, stehen hier im satten Grün. Zwischendurch kleine Gruppen zu zweit oder viert Touristen auf Fahrrädern. Wolkenverhangene Bergzüge im Hintergrund. Reich geschmückte Dörfer weil ja bald Wahlen sind. Buddhistische Feste mit Musik. Schulen mit hunderten Kindern an einem normalen Sonnabend. Ja, das Leben ist vielfältig. Der Verkehr erfordert Aufmerksamkeit und konsequentes fahren. Manchmal sind es nicht nur Touristen, die sich nicht vorausschauend verhalten.
Wir halten an einer Ruinenstätte (Weltkulturerbe), ein ehemaliger hinduistischer Tempel aus der Cham-Zeit. In dieser Gegend entlang des 17. Breitengrades lebten die Cham zwischen den Chinesen im Norden und den Khmer im Süden. Ihr Königreich bestand fast 2000 Jahre bis ca. 1831. Zwar haben die Kommunisten mit Religion nicht viel Berührung, deshalb hilft der indische Staat und Mercedes und die Firma Würth bei der Restaurierung.
Es ist der letzte Tag des 3 wöchigen Neujahrsfestes. Im Stadtzentrum ist sehr viel Betrieb. Endlich ein Restaurant , in dem es nicht nur Nudeln gibt. Ich verzichte auf das tiramisu und jeder der mich kennt weiß was das heißt! Eine versöhnliche Mondscheinfahrt mit dem Boot rundet den Tag ab.Read more