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    March 1 in Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

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    Es geht los. Bereits um 8 Uhr sind wir unterwegs.Es sollen heute nur 34 Grad werden.
    DerSüden von Da Nang besucht durch seine vielen mondänen Ressorts. Angeblich besteht der Strand hier aus weißem Sand. Kein Wunder dass sich Hochhaus an Hochhaus und Club an Club entlang der Küstenstraße reiht. Erst weit im Zentrum können wir halten und erahnen, wie man es sich hier als Tourist gut gehen lassen kann. Auffallend ist die Sauberkeit, die einen Vergleich mit anderen Urlaubsregionen in Nordafrika, in der Türkei oder Europa schwer macht. Wir halten an einem Marmorladen und bestaunen die mannshohen Figuren. Hier in den Bergen soll es sehr reinen und festen Marmor geben. So richtig hat das keiner der Teilnehmer wahr genommen.
    Weiter geht es den „Wolkenbergen“ entgegen. Die Wolken hängen so tief, dass die ca 800 m hohen Berge ihre Spitzen aus den Wolken stecken. Doch zuvor fahren wir an hunderten Fischerbooten im Hafen vorbei. Heute ist kein gutes Wetter zum Fischen. Weil China weite Teile des Meeres beansprucht bleibt für Vietnam nur ein kleiner Küstenstreifen zur Bewirtschaftung. Und in diesem Teil ist der Fischfang sehr vom Wetter abhängig.
    Der „wolkenpass“ ist nur 400 m hoch und schlängelt sich in Serpentinen hinauf. Weil man es hier gewohnt ist Scooter zu fahren kommen wir mit unseren 150 bzw. 250igern gut voran. Wenn nicht die Pkw wären, die uns in jeder Kurve ausbremsen und permanent die Mittellinie unter ihr Fahrzeug nehmen. Wir genießen den Ausblick um bei der Abfahrt festzustellen, dass es noch schlimmer gehen kann. Ein Schwerlasttransporter hat in einer Kurve Reifenpanne. Der Fahrer schläft, bis der Schaden behoben werden kann. Solange warten unterwegs die anderen LKW und ganz unten stauen sich mehrere Schwerlasttransporte, die über den Pass wollen.
    Wir besuchen ein Restaurant und essen eine Kleinigkeit. Auffallend, dass dieser Teil überwiegend Touristen aus dem asiatischen Teil besucht wird, während in Da Nang sich durchaus Europäer wohl fühlen. Um 12 Prozent ist der Tourismus in diesem Jahr in Vietnam gestiegen und einige Sehenswürdigkeiten mussten wegen Überfüllung schließen.
    Das Gebirge reicht bis an das Ufer der „Ostsee“, wie die Einheimischen das ostchinesische Meer nennen. Manchmal trifft man auch auf die Gleise der Eisenbahn, welche die Franzosen um 1880 gebaut haben. Dann kreuzen sich der Asiatische Highway 1 (Istanbul - Tokio) mit diesen ehrwürdigen Gleisen. Wir benutzen aber überwiegend Nebenstraßen. Das ermöglicht es uns Einblicke in das ländliche Leben zu nehmen. Die Menschen sind für unsere Verhältnisse unglaublich arm. Auch wenn eine gute Reisernte den 10 fachen Ertrag von einer schlechten Weizenernte bringt, reicht es bei den vielen Menschen nicht aus. Die Felder sind zu klein, Mechanisierung ist gering, Wasserbüffel dominieren, Gemüsebau ist im kommen. Dabei ist das Durchschnittseinkommen doppelt so hoch wie in Kambodscha und das Bildungswesen ist gut entwickelt. Neben den universitären Studiengängen gibt es auch berufsorientierte Colleges. Trotzdem sind viele junge Leute in der „Warteschleife“, weil es an echten Perspektiven fehlt.
    Hue, die alte Kaiserstadt, empfängt uns unerwartet. Zunächst meinen wir an einer Pagode zu halten. Die chinesischen Schriftzeichen signalisieren eine Pagode der 3 Chinesischen Hauptrichtungen des Buddhismus: Zen, Konfuzius und Dao. Die Altgläubigen finden wir überwiegend in Kambodscha. Leider reicht weder die Zeit noch ist es das Ziel uns die Besonderheiten und Unterschiede zu erklären. Fakt ist nur, dass bei den 3-6 % Kommunisten, die das Land beherrschen es 60 % Buddhisten der verschiedenen Richtungen in Vietnam gibt. Daneben gibt es noch 10 % Katholiken, deren kirchgebäude unübersehbar sind. Muslime sind nicht zu erkennen.
    Wir passieren die City of Ghost (An Bang Cemetery). Danach muss ich die königsgräber nicht mehr sehen. https://unseenvietnamtours.com/city-of-ghosts-d…
    Einfach imposant dieser gigantische Friedhof der sich über mehrere Kilometer hinzieht, und den unterschiedlichen (überwiegend buddhisitischer) Religionen als monumentale bestattungsfläche diente.
    In Hue werden wir im Stadtzentrum untergebracht. Kulturbanausen oder nicht, völlig durchgeschwitzt nach 170 km bei 36-38 grad im Schatten ist der swimming Pool wichtiger als die Kultur dieser Kaiserstadt. Umso interessanter ist der Abend. Über die Hälfte der Besucher der Vergnügungsmeile, die 10 mal größer ist als in Saigon, sind Europäer oder Amerikaner oder Australier/Neuseeländer. Es ist laut, aber nicht grell und man weiß was die Touristen mögen. Erstaunt und mit gemischten Gefühlen geht der Tag zu Ende.
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