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    3 marzo, Vietnam ⋅ 🌧 25 °C

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    Eigentlich ist schönes Wetter angesagt, nur über Mittag ein Schauer. Stattdessen nieselt es bei der Abfahrt und bei der Ankunft. Zwischendurch klettert das Thermometer auf erträgliche 26 grad. Es sind heute nur ca. 50-60 km. Die abenteuerliche Route führt durch einen Teil des Ke-Bang-Nationalparks. Dieser Park besteht zu 90% aus primären Wald, der nicht von Menschen beeinflusst wurde. Dadurch gibt es ein hohes Maß an Biodiversität, wobei die wilden Bananen wie Unkraut wuchern. Hier befindet sich auch der meist geheime Teil des Ho-Chi-Minh-Pfades, der parallel zum Asian Highway verlief. Der Highway konnte aus der Luft gut beobachtet und bombardiert werden. Deshalb erfolgte der Zustrom von Kämpfern und Nachschub jeder Art aus dem Norden auf gebirgigen Pfaden und Pisten. Weil Vietnam an der schmalsten Stelle nur 40 km breit ist, nutzte man auch das Terretotium der Nachbarstaaten Laos und Kambodscha. Heute lassen sich die, zumeist Betonstraßen, gut mit dem Mottorrad fahren, zumal kaum Verkehr ist. Nur ein paar verrückte Jugendliche Radfahrer quälen sich bei den Temperaturen bis auf Wolkenhöhe und mehr.
    Die Karstformation des Nationalparks Phong Nha-Ke Bang hat sich seit dem Paläozoikum vor etwa 400 Millionen Jahren entwickelt und ist die älteste bedeutende Karstregion in Asien. Der Nationalpark wurde 2003 durch die UNESCO in die Liste der Weltnaturerbestätten Vietnams aufgenommen. Er liegt unmittelbar an der Grenze zu Laos und gehört zum Truong-Son-Gebirge, auch Annamitische Kordillere genannt, eine etwa 1100 Kilometer lange Gebirgskette, die für ihre bizarren Kalkfelsen und -höhlen sowie für seine große Artenvielfalt bekannt geworden ist. Der höchste Gipfel im vietnamesischen Teil ist mit 2711 Metern der Phu Xai Lai Leng. Den erreichen wir natürlich nicht, sondern kraxeln auf 400 bis 850 m Höhe.
    Am Nachmittag machen wir eine Bootsfahrt zu den Phong Nha Höhlen. Die Höhlen entwickelten sich vor ungefähr 250 Millionen Jahren, sind die größten der Welt und die schönsten Höhlen Vietnams. Die Höhlen sind mindestens 8 Km tief mit einem Netz von unterirdischen Flüssen, die über 65 Km lang sind. Im April 2009 entdeckten britische Forscher in diesem Nationalpark zwanzig neue Höhlen mit einer Gesamtlänge von 56 Kilometern, darunter die Sơn-Đoòng-Höhle, nach Angaben der Forscher die größte der Welt. Ist schon interessant. Wir fahren mit dem Boot, und in den Höhlen müssen die vietnamesischen Boots-führer/Innen paddeln.
    Wir übernachten in einem kleinen Dorf in der Nähe. Ein Belgier hat sich nicht nur in Vietnam verliebt und betreibt nach einer Odyssee durch das Land hier im Norden eine Logde.
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