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Yesterday in Vietnam ⋅ 🌙 19 °C
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Wir befinden uns an der Grenze zwischen dem absoluten Norden Vietnams und Zentralvietnam. Die Fahrt von der Unterkunft gestaltete sich problematisch, weil jetzt der geflickte Reifen von Volker einen Platten hatte. Also Schlauch Wechsel, bei Nieselregen. Dieser Nieselregen begleitete uns den ganzen Vormittag. Wir fahren wunderschöne Straßen und werden von den schwer beladenen trägen LKW mit Zuckerrohr so manches Mal in unserem Vorwärtsdrang begrenzt. An einer Tankstelle rauchen die jungen Männer eine Opiumpfeife. Das ist hier bei vielen Personen jung und alt üblich. Besonders im Laotischen Hochland wird diese Praxis von älteren Leuten gerne geübt und trägt zur Erleichterung der Atmung bei. Bei der Kaffeepause versuche ich gegen meine Magenkrämpfe anzugehen. Wasser hilft nicht wirklich, Kekse oder Schokolade wären besser, sind aber nicht verfügbar. Das landestypische Essen ist zwar exotisch und reizvoll, aber das traditionelle asiatische Essen bereits zum Frühstück ist nicht für jedermann geeignet. Heute gab es beispielsweise keine Marmelade, kein Kaffe, keine Butter oder Milch, das ist schon ungewöhnlich. Wenigstens Eier und Weißbrot gab es.
Im Dorf Xuan Gia(?) besuchen wir eine Zitadelle, von der eigentlich nur noch die Tore erhalten sind. Verlassen stehen zwei Wangen einer Treppe die mit Drachen ohne Köpfe verziert sind. ansonsten nur Reisfelder auf diesem Areal von 900 x900 m. Wir befinden uns in der ehemaligen Hauptstadt Vietnams, mitten im Palastgelände. Um 1000 haben die Chinesen in der Ming-Dynstie dieses Gelände erobert. Als Zeichen der Unterwerfung wurden den Drachen(Machtsymbol) die Köpfe abgeschlagen und das Palastgelände dem Erdboden gleich gemacht.
Wir fahren durch wundervolle Landschaften. Zuckerrohr weicht dem Reisanbau und auf den Hängen wächst Ananas. Die Menschen sind hier größer, ausgeglichener und scheinen zufriedener. Es werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt und wir sehen Maschinen zur Feldbearbeitung. Trotzdem ist der Reisanbau reine Handarbeit, auch wenn daneben Obst und Gemüse angebaut wird.
Wir kommen in einem Ort, ca. 100 km südlich von Hanoi, der als trockene Ha Long Bucht beschrieben wird. Es scheint, als wenn wir in einer anderen Welt sind. So viele (junge) Touristen aus aller Welt haben wir noch nirgendwo in dieser Konzentration gesehen und der Verkehr ist entsprechend. Es soll hier sehr schön sein. Wir haben Steinbrüche und Werkstätten gesehen, die wundervolle Skulpturen in Handarbeit fertigen. Die Berge sind bizarr, es soll Höhlen und Flussläufe geben. Unser Hotel ist der Situation angemessen und sehr gut. Sogar das (asiatische) Essen schmeckt nicht schlecht. Die Guides haben heute offensichtlich Mitleid mit uns gehabt und die Strecke um 50 km gekürzt. Es war der dritte Regentag in Folge.Read more










