Das Hotel
16. marts, Tanzania ⋅ ⛅ 28 °C
Im wunderbaren Zwischenstadium, also zwischen Erholung und Verblödung dank des Nixtuns, kommen heute mal ein paar Worte zu unserem Hotel.
Ich muss gestehen, es brauchte ein wenig, bis wir zwei, also das Hotel und ich, Freunde wurden.
Ausgesucht habe ich es unter den Aspekten Lage (also am Strand), Größe (möglichst klein), Pool (möglichst privat) und dann noch irgendwie wenigstens ein bisschen landestypisch. All diese Kriterien erfüllt es.
8 Bungalows -alle mit eigenem Pool und direktem Strandzugang- und ein „Haupthaus“ in der Mitte. Besser gesagt eine überdachte Hauptterrasse in der Mitte mit Mini-Rezeption, offener Küche, Klo und kleinen Tischen, an denen gegessen wird.
Nennen wir es landestypisch rudimentär aber immerhin fertig, was man von den allerwenigsten Gebäuden sagen kann, die wir bislang auf Sansibar gesehen haben.
Der Bungalow ist riesig, mit kleiner offener Küche, 2 Schlafzimmern, 2 Bädern und einem Wohnzimmer.
Und wenn man geschmeidig über wackelige Klodeckel, Blutflecken von längst verstorbene Moskitos an der Wand und nicht immer vorhandene Kacheln im Bad hinwegsehen kann, sind die Zimmer schön. Leider fällt das Drüberwegsehen nicht ganz leicht dank des FBI artigen Lichtes, bei dem man zwar prima eine Herz-OP durchführen könnte, aber doch jegliche Romantik sich selbst im Keim erstickt
So hat alles seine Vor- und Nachteile…
Mein Favorit aber sind die technischen Raffinessen des Zimmers. So hat z.Bsp. der Sanitärfachmann kunstgerecht den Abfluss der bodentiefen Dusche mit sicherem Blick an deren höchster Stelle angebracht. (Was im übrigen gar nicht so unpraktisch ist, denn so kann man sich noch Stunden nach dem letzten Duschen beim Klogang die Füße im knöcheltiefen Wasser waschen. Ein Fuchs, der Kerl!!)
Die Haustür kann nur abgeschlossen werden, solange sie einen Finger breit offen steht. Geschlossen passt der Riegel nicht ins Schloss. Praktisch, so müssen die Moskitos auf ihrem Weg zum gleißenden Licht nicht erst anklopfen sondern können ungebremst ins Zimmer fliegen.
Die bodentiefen Fenster bestehen aus drei Schichten: Schlachläden (wie der Solinger sagt), Fliegengitter und Scheibe. Nichts davon schließt, was für einen herrlichen Luftzug sorgt, wenn die fönartig heiße Luft durchs Zimmer strömt.
In beiden Schlafzimmern sind Klimaanlagen. Eingestellt auf gemütliche 16 Grad, was zwar den anwesenden Damen in den Wechseljahren sehr zupass kommt, aber dank eines Lakens, das als Decke dient zu recht frostigen Nächten führt. Seit wir allerdings die wunderbar flauschigen Bademäntel entdeckt haben, genießen wir deren nächtliche Wärme plus den Hauch der Arktis an der Nase sehr.
Hinter unserem Bungalow befindet sich eine große Terrasse mit dem wundervollsten Daybed, das nicht nur mega bequem ist sondern auch den ganzen Tag im Schatten steht. Zumindest fast, aber sobald da die Sonne ist, brauchen wir nur auf die Liegen umzuziehen und Zack, wieder Schatten.
Zwischen den diversen Schlafmöglichkeiten- der Pool. Mega!!!
Das alles lässt uns vergessen, dass der Strand unbrauchbar ist, weil a) bis 16h Ebbe ist und b) alles voller toter Algen ist. Denn selbst wenn man es durch die Algen ins Wasser schafft, kommt man raus wie Neptun persönlich. Grünbraun.
Das Personal ist rührig, vielzählig und freundlich und alles ist tipptopp sauber.
Also alles in allem eine durchaus komfortable Situation.
Vor allem während der Mahlzeiten. Denn das Essen ist einfach großartig! Eine Mischung aus Afrika, Indien und irgendwas arabischem. Megalecker und immer begleitet von den wunderbarsten Mangos!
Serviert wird in alfrikanischem Tempo (porli porli - was so viel heißt wie im Schneckentempo) und die Gäste (16 an der Zahl) zu angeregten Gesprächen mit den Nachbartischen ermuntert, um die Wartezeit zu überbrücken.
Dieses in unserem Fall mit einem südafrikanischen Pärchen (Farmer) auf Hochzeitsreise zur rechten und einem Vater-Tochter Gespann (Radiologe und Studentin) aus Berlin zur linken. Beide Paare sehr nett.
Kurzum, wenn wir nicht zwecks Schildkrötenstreichelns oder (morgen) einer Bootstour das Hotel verlassen, ist es ein perfekter Ort für…. Yes!!!
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