• Julia Barth
  • Julia Barth

Tierisches Tansania

Ein 15-Tage Abenteuer von Julia Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    7. März 2026

    Fliegen und Ankommen

    7. März in Deutschland ⋅ 🌙 5 °C

    Willkommen in Tansania

    Ausnahmsweise muss ich heute mal mit dem Flug anfangen, denn der war ein Erlebnis. Dank eines mega Angebotes bei Swiss flogen wir a)in schweizerischer Pünktlichkeit und b)auf den Plätzen 1a und 1c höchst komfortabel nach Aruscha. Inclusive einiger spektakulärer Ausblicke auf die verschneiten Alpen. Ernsthaft! Sie sehen traumhaft aus von oben. (Vor allem, wenn man sie nicht erst hochlatschen muss)

    Dank der 2 Stunden Zeitverschiebung landeten wir um 19:30 am Kilimandscharo und wurden allerfreundlichst empfangen und in unser Auto zwecks Transfer zur ersten Lodge verfrachtet.

    Nach diversen Jahren der Flugangst muss ich sagen, sie 2stündige Fahrt zur Lodge war nur was für Liebhaber )Oder erprobte Paris-Dhakar Teilnehmer) und hat mich zwischendurch das Fürchten gelehrt. Denn…

    Man fährt generell links in Tansania (ratet… na klar, sie Engländer waren auch schon da.) Das bedeutet allerdings lediglich, dass das Steuerrad links ist. Die Straße wird genutz, wie und wo grad Platz ist. Von allen. Und Licht am Fahrzeug… kann man machen, muss man aber nicht. Beleuchtung an der Straße gibt es auch nicht aber offensichtlich Fernlicht serienmäßig. Und in permanentem Gebrauch.

    Egal, wir sind angekommen. Halleluja!! Und sitzen jetzt bei afrikanischen Bier auf einem bequemen Sofa auf der Terrasse einer wunderschönen Oase mitten in einer chaotischen Stadt.

    Morgen um 8 geht es los, die Treckingausrüstung liegt bereit und wir sind gespannt.

    Das erste Tier habe ich schon fotografiert, es sieht aus wie eine Schnecke ist aber größer als ein Igel. 😳

    Also… ich freue mich auf die nächsten Tage und freue mich über jeden, der mitreist.

    Bis morgen!
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  • Erste Berührung und ein Roadtrip

    8. März in Tansania ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einer wundervollen Nacht zum Klang eines monsunartigen Unwetters wachten wir ungestochen aber im Regen auf.
    Nun, ein bisschen Regen hat noch keinen echten Abenteurer abgehalten, also auf in den Jeep und los ging’s mit unserem Guide Daniel in den ersten Park mitten im Gebiet der Masai.

    Einen Masai erkennt man an drei Dingen, die er immer dabei hat. Eine Ziege, eine Kuh und einen Stab. Optional noch einen Esel.
    Dazu ein Tuch über der Schulter, gerader Gang und stolzes Gesicht.
    Sie leben noch recht ursprünglich aber mittlerweile mit Schulpflicht und Kirche im Dorf. Je nachdem, ob sie christlich sind oder nicht variiert die Anzahl der Ehefrauen. Bei Christen ist es eine und bei Nichtchristen so viele wie sie sich leisten können. In anderen Worten, die Anzahl der Ehefrauen richtet sich nach der Größe der Herde. Die Frauen wie die Männer haben rasierte Köpfe und die Kinder lachen und winken.
    Fotografiert werden sie nicht so gerne, also haben wir es gelassen. Bis auf den einen am Straßenrand, aber der ist mehr zufällig aufs Bild geraten.

    In den letzten Monaten herrschte hier im Norden Tansanias extreme Dürre, die Menschen und Tieren sehr zu schaffen gemacht hat. Die Kühe sind klapperdürr und viele fanden kein Gras mehr.

    Umso glücklicher sind alle (ebenfalls Menschen und Tiere), dass es in der vergangenen Woche wie verrückt geregnet hat. So ist also im Moment alles, was 4 Beine hat auf eben diesen und grast vergnügt vor sich hin.

    Wir grasen zwar nicht, aber machen uns auf auf eine abenteuerlichen Roadtrip durch den Tarangire Nationalpark (nächster Print) zu unsere Lodge des Abends.

    Also. Erst Wetter, dann Lodge😉

    Nach dem morgendlichen Regen brach der Himmel auf und wir hatten herrlichste Sonne. KeineKlagen an dieser Stelle. Aber…

    Alles ist grün! Grün!!! Nix Savanne und die Wüste lebt! Grün!!! Das Gras ist so hoch, dass man keine Löwen sieht, der Boden matschig, dass die Zebras sich verstecken und die Giraffen erst nach dem Mittagsschläfchen kommen, weil sie sonst einsinken. Keiner ist auf den Fluss angewiesen und das finden der Tiere ist echt nicht leicht. Und ja, auch ein Elefant kann sich verstecken.

    Aber dann kamen sie raus. Nicht die Löwen, aber manch anderes wundervolles Geschöpf. (Nächster Print)

    Die Straßen allerdings werden zu einem Erlebnis. Ich oben Erlebnis aus rotem Schlamm. Dich auch das hat etwas Gutes, von Station zu Station sahen wir weniger aus wie zwei blöde Touris mit einer goldenen Globetrotter Kundenkarte.

    Und so geht jetzt an unserem Pool mit Aussicht ein wundervoller erster Tag zu Ende. Eingemummelt in ein Moskitonetz und dem zarten Hauch von NoBite.
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  • Und wir haben sie doch gesehen!

    8. März ⋅ ☁️ 21 °C

    Ich glaube, zu den kommenden Bildern muss ich nicht viel sagen.

    Nach einem Morgen, an dem wir etwa so viele Elefanten gesehen haben wie im Garten, sich grad mal ein Erdhörnchen zeigte und ein Warzenschwein beseelt im Schlamm lag, kamen sie raus. Unzählige Elefanten, tiefenentspannte Impalas und spielende Affenbabys.
    Und ein Gepard während der Mittagspause. Also seiner, nicht unserer, denn er lag im Schatten eines Baumes im tiefen Gras, tauchte kurz auf und verschwand wieder.

    Es ist unfassbar berührend, diese wundervollen Geschöpfe zu sehen. Ohne Zaun sondern da, wo sie hingehören.

    Und schon hat es sich gelohnt, dass wir die beginnende Regenzeit hinnehmen, um dafür Jungtiere zu sehen.

    P. S. Sorry, dass ich ins Video schwätze
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  • Frühstück mit Aussicht

    9. März in Tansania ⋅ ☁️ 19 °C

    Kurz ein kleiner Bericht zwischendurch, einfach weil es so schön ist.

    Wenn man mit dieser Aussicht aufwacht, langsam die Sonne aufgeht und der megafreumdliche Tansanike namens Adrian einem ein perfektes Omlett und heißen Kaffee bringt, dann weiß man ein paar Dinge:

    Es wird ein phantastischer Tag
    Der Regen der Nacht ist vorbei
    Was haben wir für ein Glück, hier sein zu dürfen.
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  • Safari perfekt

    9. März in Tansania ⋅ ☁️ 23 °C

    Es gibt einfach Tage, die sind zu viel, um sie einfach nur zu erzählen. Schon das Begreifen fällt schwer, wenn man wie wir heute, etwas so unfassbar wundervolles erlebt. Ja, ich weiß, wir sind nicht die einzigen, die jemals auf Safari waren, aber es ist zumindest mein erstes Mal und ich entschuldige mich, falls ich ein wenig übers Ziel hinaus schieße vor lauter Begeisterung.

    Nach einem perfekten Frühstück ging es los in Richtung Ndoto Gegend. Vorbei am Ngorongoro Krater bis zur Grenze zur Serengeti und dann scharf nach links. Die Ndoto Gegend ist da, wo im Moment alle Weidetiere während ihrer Rundreise durch Afrika sind.

    In anderen Worten, Zebras, Gnus, Opalas und Antilopen wohin das Auge blickt. Und alle haben ihre Jungtiere dabei. Das ist ein Anblick, so unfassbar friedlich, dass ich unweigerlich an den Garten Eden denken musste. Und tatsächlich, das ist im Grunde der Garten Eden, denn da in dieser Gegend liegt die sgn. Wiege der Menschheit in der Olduvai Schlucht. (das war der klugscheißer des Tages. Sorry dafür)

    Auf dem weg dahin Kamen wir im Ngorongoro Nationalpark am Grab von Prof. Grzimek vorbei. Also beiden Gräbern, seines und seines Sohnes. Und so soll dieser footprint all den vielen possierlichen Tierchen gewidmet sein, die Dank seiner Initiative in diesem Paradies hier Leben dürfen.
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  • Der Leopard

    9. März in Tansania ⋅ ☁️ 22 °C

    Wenn es ein Tier gibt, dass ich noch wundervoller finde als Katzen, Esel, Hasen oder ne die meisten anderen, dann ist es der Leopard. Und so war es das Ziel überhaupt, in diesem Urlaub einen Leoparden zu sehen. Möglichst tiefenentspannt auf einem Ast hängend. Also…

    1. Versuch: Bild Nr.1 - die Reste einer genussvoll verspeisten Antilope im Baum. Super. Hier war er also gestern.

    2. Versuch: ein Leopardwnhäufchen - kein Bild. Hier war er auch.

    3. Versuch: Bild Nr.2 - der Baum, auf dem bis eben noch ein Leopard lag.

    Arrrggghhhhh!!! 🤬🤬🤬

    4. Versuch dank unseres Weltbesten Guides Daniel - alle weiteren Bilder plus Video (am besten ohne Ton)
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  • Paviane

    9. März in Tansania ⋅ ☁️ 19 °C

    Unser Start mit den Pavianen war kein guter. Als erstes brüllt uns ein Alters Affenmännchen an (unser Guide Daniel hieß uns umgehend, die Fenster zu schließen), dann sehen wir eine Mutter mit ihrem Baby unterm Bauch. Noch während ich sie fotografierte, legte sie das Baby ab, es war tot. Und trotzdem lauste sie es liebevoll, nehm es wieder auf und zog weiter.

    Die Mütter brauchen ihre Zeit des Abschieds. Und wenn sie bereit sind, loszulassen, dann legen sie die Babies unter einen Busch.

    Was für ein herzzerreißender und trauriger Moment. (Die Bilder habe ich gelöscht)

    Aber dann lief es besser und 2 Tage später sahen wir eine Großfamilie mit 3 Generationen aus dem Busch kommen und in einen Baum klettern.

    Und heute gleich die nächste. Manchmal ist die Natur schwer zu ertragen, aber meistens ist sie einfach nur wunderbar!
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  • Ndutu Lodge

    10. März in Tansania ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute ist unsere erste Nacht in einer Lodge mitten in der Wildnis.

    Mega! Wir schlafen in einem riesigen Zelt nebst Himmelbett und separatem Badezimmer. Nach Einbruch der Nacht dürfen wir unser Zelt bzw. Das Dinnerzelt nur mit Guide verlassen, den wir mittels Walky Talky rufen.

    Während des Gin Tonics vor dem Loungezelt nach der Sagari standen Opalas, Elefanten und ein Zebra sozusagen im Vorgarten. Ab und an hört man einen Löwen brüllen… unglaublich!

    Ja, beide Lodges bisher waren toll, keine Frage. Aber mit Pool und gemauert und eben nicht IM sondern AM Park. Jetzt ist es wirklich Safari.

    Ein bisschen nervös allerdings machen mich die Karibus im Baum vor unserem Dinnerzelt….
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  • Eine Nacht im Busch

    10. März in Tansania ⋅ ☁️ 17 °C

    Unsere erste Nacht verlief ein wenig ruppig. Die gute Nachricht zu erst, wir haben sie überlebt. Aber es war schon spannend. Gegen 19h geriet das Camp in leichte Aufregung, 3 große Elefantenbullen standen hinter dem Loungezelt. Dagegen regte sich niemand auf über einen Schwung Impallas, die vor den Zelten standen.
    Nun, die Elefanten gingen ihrer Wege (ohne eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen und das Abendessen konnte beginnen.

    Später begleitete uns ein übellauniger Massai zum Zelt (aufgedecktes Bett, Moskitonetz eingesprüht und unten), und wir krabbelten in die Laken.

    Pünktlich mit unserem Löschen des Lichtes ging es los. Es zwitscherte und zirpte, grummelte und tröstete und zur Krönung brüllte ein Löwe. Nah. Zu nah für meinen Geschmack. Aber die Müdigkeit siegte und wir schliefen letztendlich ein.

    Bis der Honigdachs kam. Der ist ein graues kleines Vieh mit hohem Aggressionspotential und im Moment auf Brautschau. Und ganz offensichtlich wollte er sich gerne mit mir paaren, denn er schubbelte grunzend und zu allem bereit an meiner Zeltseite rum.
    Mega!

    Um es kurz zu machen, es war eine aufregende Nacht bis endlich um 06:30 der nette Kerl vom Housekeeping durchs Fenster rief: shower Is ready. Und die Nacht war vorbei

    Müde, aber glücklich, dass wir noch leben begann ein toller Tag!
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  • Ein Tag im Busch

    10. März in Tansania ⋅ ☁️ 26 °C

    Gegen 8h ging es los. Wir befinden uns immer noch in der Ndutu Gegend, also irgendwo zwischen der Serengeti und dem Ngorongoro Krater. Genau da, wo im Moment die große Tierwanderung durchzieht.

    Ich bin sicher, fast jeder hat das schon mal im Fernsehen gesehen (Mara Fluss? Gnus und Krokodile? Genau das)

    Jetzt sind sie eben hier und so ziehen Tausende Gnus, Zebras und Gazellen durch die Ebene. Und wir mittendrin. Mega!

    Und mit System, denn die Zebras fressen das lange Gras, die Gnus hinterher das kurze. (Oder andersrum 😵‍💫) Begleitet werden sie von Vögeln, die quasi huckepack mitreisen und sich unterwegs um die Parasiten kümmern. Win/Win für alle. Und für die Thompson Gazelle, die dann den Rest erledigt.

    Leider können die Bilder nicht wiedergeben, wie friedlich und beeindruckend das ganze ist. Aber es ist einfach wundervoll.

    Mittendrin in diesem Frieden natürlich die, die in den Herden ein kaltes Buffet sehen. In unserem Fall ein bildschöner und offensichtlich satter Gepard.

    Der sich zudem durch absolut nichts aus der Ruhe bringen lies, auch nicht durch einen Jeep direkt neben ihm aus dem zwei Menschen wie die Irren Fotos machten.

    Ansonsten begegneten uns Löwen auf und unter Bäumen, Giraffen stehend und liegend, Elefanten in allen Größen, Impallas und Antilopen und was sonst noch so vorbei kam, flog und krabbelte.

    Und da es so viele schöne Bilder gibt, widme ich jedem Tier einen eigenen Footprint.

    Jetzt liegen wir friedlich im Bett, es droht nämlich ein Gewitter. Und da die Straßen eh schon eine Herausforderung sind, wollen wir es nicht auf eine Sintflut mit anschließendem Feststecken im Schlamm ankommen lassen.
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  • Löwen

    10. März in Tansania ⋅ ☁️ 25 °C

    Löwen, wie alle Katzen, klettern gerne auf Bäume. Und Löwen, wie alle Katzen außer Guatav, glauben, sie wären die allercoolsten. Besonders, wenn es ums „auf Bäume klettern geht“. Das Problem dabei ist nur, sie kommen super raus und schlecht wieder runter. Außer Leoparden, die können es wirklich.

    Also gammeln die intelligenteren unter ihnen (sorry Jungs, aber das sind meistens die Weibchen) unter den Bäumen rum, während die Jungen Wilden (noch keine Mähne aber schon auf cool machen) auf den Ästen abhängen.

    Leider waren auch „unsere“ Löwen sehr satt und machten keine Anstalten, ihren Baum zu verlassen, ansonsten hätte es ein prima Video gegeben.

    So nur Fotos. Königliche Fotos sozusagen😉
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  • Ort, Zeit und Wetter (und Outfit)

    10. März in Tansania ⋅ ☁️ 25 °C

    Als wir unsere Reise planten, hatten wir keine Ahnung. Weder wohin wir wollten, noch wann und geschweige denn, was wir sehen wollten.
    Wir wussten nur 2 Dinge: Afrika und Tiere (und was hübsches für danach)

    Unsere Wahl fiel auf Tansania, weil wir das Gefühl hatten, es wäre nicht ganz so überlaufen wie Namibia und Botswana und trotzdem noch was für Afrika-Einsteiger.

    Dann kam der Zeitpunkt. Ja, wir sind auf der Grenze zur Regenzeit. Und da diese in diesem Jahr schon latent begonnen hat, ist das Wetter nicht 100%ig sonnig. Aber es ist eben auch die Zeit der Jungtiere. Und die, in der die Weidetiere hier durchziehen, bevor sie im April in Kenia sind.

    Also war Abwegen angesagt. Und ich kann nur sagen, es ist perfekt.

    Ja, es regnet ab und an. (Wie jetzt jeden Augenblick, es donnert schon kräftig) und Regen ist hier alles andere als unser bergischer Nieselregen. Aber dafür ist alles grün. Und alle Tiere sind satt und glücklich.

    Bis vor 2 Wochen waren die Herden der Massai klapperdürr, viele Tiere sind verhungert. In den Parks waren die Tiere am Rande ihrer Kräfte und der Staub lag schwer auf allem.

    Jetzt gibt es keinen Staub, keine Tsetse Fliegen (sind nur bei Hitze aktiv ) und alle sind entspannt.

    Und für mich das Beste, wir müssen Nacht ans Wasserloch, wo die Tiere wie aufgereiht stehen sondern sie suchen. Im dichten Buschland. Und auch wenn wir vielleicht weniger sehen, das ist doch Safari, oder?

    Gleichzeitig sind nur 1/4 der üblichen Touristen da, also reihen sich nicht Jeep an Jeep wenn einer eine Leoparden sieht. Meistens stehen wir ganz alleine in der Gegend rum und haben alle Zeit der Welt. Nicht nur für ein Foto sondern zum Staunen und Genießen.

    Und heiß genug ist es mir persönlich auch. Wenn auch nur mittags. Abends ist dann fleecejacke angesagt.

    Außerdem läster ich nie wieder über unsere frisch erworbenen Klamotten. (50 shades of beige). Die anderen, die, die in Jeansshorts, blümchenkleidern oder noch schlimmerem unterwegs sind, die sehen beknackt aus. (Meine Favoritin ist eine Asiatin im weißen Spitzenkleid, Handschuhen bis zum Ellenbogen und schnürsandalen, als käme sie von den Dreharbeiten zu Gladiator 2)

    Was in Solingen noch bescheuert aussah, passt hier einfach ins Bild. Und macht Sinn, denn bisher sind wir stichfrei.

    Also… alles bestens. Und Ken Geläster mehr über Funktionskleidung in Rentnerbeige und Schlammgrün.

    In andere Worten, Tansania im März ist großartig.

    Und versprochen, Fotos folgen…
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  • Geparde

    10. März in Tansania ⋅ 🌧 19 °C

    Geparde zu finden ist wohl die Königsdisziplin unter den Fährtenlesern. (Und Leoparden, aber den hatten wir schon)

    Also fuhren wir heute ca 1 Stunde über eine Grasebene mit unzähligen Gnus und Zebras, aber sehr wenigen Geparden. Und tief in mir drin hab ich immer gehofft, dass plötzlich einer durchstartet. So nach dem Motto, das Buffet ist eröffnet. War es auch, denn bei so vielen Jungtieren war bestimmt was leckeres dabei.

    Das Problem war nur, das hatte der ortsansässige Gepard bereits erledigt, wie auf dem letzten Foto zu sehen ist.

    Also kein Durchstarten sondern das sorgfältige Absuchen der dortigen Schattenplätze. (Von denen es so arg viele nicht gab)

    Und da war er. Schön und satt. Von seinem Ruf als schnellstes Landtier keine Spur aber trotzdem schön.

    Und der Grund für einen doppelten Klugscheisser des Tages:
    1. er ist die einzige Katze, die ihre Krallen nicht einziehen kann
    2. der schwarze Strich unterm Auge hilft ihm, bei hellem Sonnenschein besser zu sehen. Er jagt nämlich tagsüber.

    Und damit… Gute Nacht Freunde! Vielleicht zum letzen mal, denn hinter unserem Zelt brüllt ein Löwe. Und unsere Massai Security (die schlecht gelaunte) ist zum wiederholten Male unterwegs, ihn zu vertreiben.

    Blöderweise stehen vor dem Zelt ein paar Zebras, die offensichtlich auch auf die Security bauen. 🥶🥶

    Nachtrag…. Wir haben überlebt und heute einen Geparden bei der Jagd gesehen. Sorry, aber bei 120km/h konnten wir nicht filmen. War aber mega. Allerdings erfolglos.
    1:0 für die Impallas - Gepard hungrig im Gebüsch verschwunden
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  • Serengeti darf nicht sterben

    11. März in Tansania ⋅ ☁️ 22 °C

    Das ist der Satz, den jeder im Norden Tansanias auf deutsch sagen kann. Wirklich, sie verehren unseren Grzimek. Der liegt zwar nicht in der Serengeti begraben sondern am Ngorongoro Krater, wo sein Sohn abgestürzt ist, aber er wird verehrt.

    Und das zu Recht! Wer jemals hier war wird in seinem Leben keine Zoo mehr besuchen. Es ist umwerfend, phantastisch und unbeschreiblich schön.

    In den Ebene grasen 2,8 Millionen Gnus und Zebras. Sie stehen soweit das Auge reicht in riesigen Herden beieinander. Das allerdings nur noch 2 Wochen, dann überqueren sie die Grenze nach Kenia und weiden in Massai Mara weiter.

    Gleichzeitig verlassen die Störche die Ebenen und kommen nach Europa. (Unser Guide wollte nicht glauben, dass sie auf Schornsteinen und Telefonmasten Nester bauen😉

    Es bleiben Giraffen, Elefanten, Antilopen und Gazellen, Paviane, unzählige schillernde Vögel, Flusspferde und natürlich die Katzen.

    Sie sind so schön, die Tiere, dass jedes einen eigenen footprint bekommt. Dafür heute ein Querschnitt aus allem, was wir gesehen haben. Incl der parkeigenen Tankstelle.

    Genau da, bei einem Kaffee unter freiem Himmel hat es für 20 Minuten geschüttet wie aus Eimern, was die ohnehin schon sehr sportlichen Straßenverhältnisse zu einem Abenteuer werden lies.

    Aber… es hat sich gelohnt.
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  • Zebras

    11. März in Tansania ⋅ ☁️ 22 °C

    Ehrlicherweise, bisher fand ich Zebras ja ganz hübsch anzusehen, aber eher unaufregend. Aber in den letzten Tagen haben sie sich doch in meine Top 10 hochgearbeitet und ich muss sagen, Zebras sind wundervoll!

    Klassischerweise stehen sie in Gruppen zusammen. Oder als Paar jeder in eine andere Richtung (also entgegengesetzt) schauend.
    Sie grasen friedlich vor sich hin und begrüßen sich kuschelnd. Sozusagen NaseNase.

    Wenn sie klein sind, sind sie braun/weiß, in der Pubertät werden sie dann schwarz/weiß. Und… Funfact des Tages… sie sind….. (Trommelwirbel)

    Schwarz mit weißen Streifen!!!

    Ist ja an sich auch logisch, wo schwarz hier die bevorzugte Hautfarbe ist.

    Wenn sie in der prallen Sonne stehen, flirten sie und werden dank des Musters quasi unsichtbar. Zumindest für Löwen, was ein enormer Vorteil ist. Also für das Zebra, nicht für den Löwen.

    Und weil sie so schöne sanfte Augen haben und entzückende Öhrchen, widme ich all den wunderschönen Zebras dieses Landes diesen footprint. Auf dass sie noch lange glücklich grasen.
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  • Kirichi Lodge nördl. Serengeti

    11. März in Tansania ⋅ ☁️ 21 °C

    Wenn man eine Zelt Lodge bucht, dann erwarte zumindest ich genau das. Ein Zelt. Hatten wir auch die letzten 2 Nächte. Ein großes Zelt mit Bad, aber ein Zelt.

    Heute sind wir für die nächsten 2 Nächte in eben jener Kirichi Lodge angekommen, ebenfalls eine Zeltlodge. Allerdings eine, die immer hier ist. Die letzte war eine sgn. Migrationlodge. Also eine, die der Great Migration, also der Tierwanderung folgt. Sie wird also alle paar Wochen abgebaut und am nächsten Ort wieder aufgebaut. (In 2 Wochen in Massai Mara für alle, die aufmerksam gelesen haben)

    Diese hier in der nördlichen Serengeti bleibt. Und ist alles andere, als ich erwartet habe.

    Wir liegen in einem riesigen Zelt von 30qm incl eines Bades, in dem die Dusche größer ist als zu Hause. Gerade aus schauen wir den Hügel runter auf eine Fluss, an dem in der Trockenheit abends die Tiere sich versammeln. Von unserer Terrasse aus wohl gemerkt!

    Es gibt ein Bar-Zelt mit tiefen Sessel und allem, was das Herz begehrt und ein Dinnerzelt. Und unfassbar bequeme Liegesessel, um entspannt auf den Sonnenuntergang zu schauen. Täten wir auch bei unserem abendlichen Gin Tonic (wegen der Viren natürlich) wenn der Himmel nicht völlig verhangen wäre.

    Trotzdem… Is mega!!

    Und wieder gilt, nach Einbruch der Dunkelheit keinen Schritt aus dem Zelt ohne Begleitung eines Massai. Wir haben also keine Wahl als vor dem Essen einen Gin Tonic zu trinken. Dann ist es nämlich noch hell und der arme Kerl muss uns nicht abholen😉

    Star, of you read this! It Is the perfekt Place to be! Thank you! Asantesana

    Und ganz zum Schluss noch an alle, die keine Tierbilder mehr sehen könne, sorry! Aber ich bin begeistert. (Und ihr müsst echt nur einen Bruchteil der Bilder ertragen)
    Humorige Posts über Land und Leute gibt es aus Sansibar, wenn ich wieder Gefahr laufe, mit der Liege am Strand zu verschmelzen und Zeit habe, mir Gedanken zu machen und nicht verzückt alles mit 4 Beinen fotografiere.
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  • Serengeti wird nicht sterben

    12. März ⋅ ☁️ 26 °C

    Es war der zweite Tag in der Serengeti und ich würde sagen, der Tag der Elefanten. Aber dazu später mehr.

    Heute mal etwas Infos:

    Die Serengeti umfasst eine Fläche von knapp 15.000 qkm. Keine Ahnung, womit das zu vergleichen wäre, aber es ist riesig. Außer ein paar Forschern unfeiner Außenstelle der Frankfurter Zoologischen Abteilung wohnt kein Mensch hier, auch keine Massai. Das Grenze Gebiet gehört den Tieren.

    Manchen das ganze Jahr, anderen nur die Zeit wenn sie während der großen Wanderung hier grasen.

    Während wir gestern alle 4 Großkatzen gesehen haben (Löwe, Leopard, Gepard und Hyäne) waren sie heute alle verschwunden im hohen Gras.

    Für uns nicht weiter schlimm, das gehört nun mal zum Spiel.

    Die Landschaft ist unfassbar weit, ab und an gibt es ein paar Hügel, ansonsten Steppe und Akazienbäume. Und Leben, wohin mal schaut. Kleines Leben, wenn ein Mistkäfer mit all seiner Leidenschaft und Kraft eine Mistkugel rollt (darin hat er übrigens seine Eier, damit die frisch geschlüpften Larven gleich was zu Futtern haben, wenn sie rauskommen), ein kleines DigDig, so eine Art Miniminimini Antilope mit einem Gewicht von 1kg, Schmetterlinge ohne Ende unsinnige Vögel in den buntesten Farben. (Sogar die Weibchen!), und großes Leben bis hin zum Elefanten.

    Alles bewegt sich und alles passt zueinander. Und fügt sich in einen Kreislauf von dem unser Wald nur träumen kann.

    Durch dieses Paradies fahren unzählige Jeeps mit Touristen. Jetzt im Moment höchstens 1/3 von denen, die im Sommer unterwegs sind. Ab und an sieht man einen, aber nicht oft. (Im Moment nicht oft. Ich möchte nicht erleben, wie das zur Hauptsaison ist)

    Alle, wirklich alle, die wir gesehen haben, begegnen der Natur mit Respekt. Selbst auf dem Klo im Infocenter in der Mitte der Serengeti, wo viele sich zum Kaffee und zur Mittagspause treffen. (Zum einzigen Kaffee im Park)

    Aber… eigentlich sind die ja die langweiligen Touris. Und so war mein Favorit des Tages ein Jeep mit 6 Amerikanern, die wir am Hippo-Pool getroffen haben.

    6 dicke Menschen mit Pringels Rollen in der Hand und Badelatschen an den Füßen (2 hatten Sneeker an). An der Absperrung zu besagtem Wasserloch sagt im Angesicht einer Horde Nilpferde ein Amerikaner doch tatsächlich zu seinem Nachbarn: do you think they are real? Ne, die sind mechanisch und werden vom Fremdenverkehrsamt ferngesteuert!!! Ich denke, es waren Trumpwähler.

    Immer wieder sehen wir eine spanische Gruppe mit ihrem Guide, die leider nicht aussteigen wollen, weil sie Angst vor den Tsetsefliwgen haben. Zu Recht, ihre Kleidung ist all black. Blöd!!

    Und trotzdem… wer hier war, der schützt dieses Paradies, denn kalt lässt es keinen. Am Picknicktisch hinter uns erzählte heute Mittag eine Frau einer anderen mit Tränen in den Augen, sie hätte noch nie so etwas schönes gesehen wie die Elefantenherde heute Morgen. (Wir haben sie leider nicht gesehen, bzw. schon, aber wir waren zu weit weg)

    Es berührt wirklich. Nicht nur die Dame, auch uns. Und so haben all die Touris auch etwas Gutes. Sie werden garantiert anders auf die Natur schauen, wenn sie wo auch immer wieder sind. (Außer den dämlichen Amerikanern in den bunten T-Shirts vielleicht)
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  • Elefanten in der Serengeti

    12. März in Tansania ⋅ ☁️ 24 °C

    Jetzt sind sie wieder elefantenfarben. Also grau. Und immer noch wunderschön!

    Besonders wenn sie plötzlich neben dem Auto auftauchen oder in einem Busch neben einer Brücke stehen.

    Sieht man einen Elefanten alleine, ist es immer ein Bulle. Und da wir kurz vor der Paarungszeit sind, ist mit denen nicht gut Kirschen essen. Mit den Kühen übrigens auch nicht, die haben grad oftmals Jungtiere dabei.

    Man kann es sich nicht vorstellen, wenn sie wundervoll und majestätisch über die Wiesen schreiten. Oder sich liebevoll mit dem Rüssel umrüsseln.

    Wir hatten heute das unfassbare Glück, gleich 2 mal auf Bullen zu stoßen, die unmittelbar neben unserem Jeep auftauchten, sich geduldig filmen und fotografieren ließen und dann ihrer Wege zogen.
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  • Giraffen

    12. März in Tansania ⋅ ☁️ 19 °C

    Giraffen sind wunderschöne, elegante und echt riesige Tiere. Sie schreiten mit wiegendem Gang, laufen ganz nett flott und strahlen eine unglaubliche Ruhe aus.

    Lustig ist, trotz der 3m können sie sich verstecken. Allerdings nur, wenn sie den Kopf einziehen, denn da sie ja oben die Bäume abgrasen, sind diese immer einen Kopf kleiner als die Tiere.

    Gazellen und Impallas halten sich sehr gerne in ihrer Nähe aus, sie benutzen sie quasi als Späher. Scheint zu funktionieren, Impallas sind einfach überall.
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  • Kwaheri Serengeti

    13. März in Tansania ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute verlassen wir bei Morgengrauen die Serengeti um 4 Stunden zu fahren bis zum Ngorongoro Krater.

    Es regnet in Strömen, es ist kalt, aber das Frühstück steht bereit. Und der Jeep auch.

    Als der Regen nachließ, zeigte sich diese wunderbare Welt noch einmal von ihrer schönsten Seite und verabschiedete uns kurz vor dem Südtor mit den goldigsten Löwenbabies, die man sich nur vorstellen kann.

    Kaum zurück in Ngorongoro schien wieder die Sonne und die Welt in und um den Jeep war wieder in Ordnung.

    Kwaheri Serengeti, es war wundervoll hier!
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  • Flusspferde

    13. März in Tansania ⋅ ⛅ 23 °C

    Mit Flusspferden ist nicht zu spaßen. Und ich finde, das sieht man ihnen an.

    Blöderweise sind sie echt flott unterwegs und können sogar klettern. Also einen Abhang rauf. Wir (im Gegensatz zu dem Krokodil, das bei ihnen lag) hielten also respektvoll Abstand.

    Und warteten eine halbe Ewigkeit bis endlich eines gähnte. Hat sich aber gelohnt, das Warten.
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  • Ngorongoro Krater

    13. März in Tansania ⋅ ☁️ 27 °C

    Und dann der Krater!! 300qkm groß ein einziges Paradies. Geparde und Leoparde gibt es keine (zu viele Büsche für den einen, zu wenig Bäume für den andern) aber ansonsten alles, was Rang und Namen hat inkl. der Nashörner, die uns ja noch fehlen.

    (Nashörner sind ausgesprochen Aggro, also ausnahmsweise mal ein Bild aus der Ferne. )

    Auf dem Weg in den Krater wurde die einspurige Straße von einem Elefanten blockiert. Es dauerte etwas, aber dann entschloss er sich, an uns vorbei seiner Wege zu ziehen. Direkt!!! An uns vorbei.
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  • Ein paar Fakten

    13. März in Tansania ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser Guide Daniel wurde nicht müde, und immer wieder auf ein paar lustige, traurige und skurrile Fakten aufmerksam zu machen. Alle konnte ich mir nicht merken, aber diese:

    Alle Elefanten im Park Sterben, Weil sie irgendwann verhungern. Das liegt daran, dass sie zwar Unmengen essen, aber nur 40% dessen, was sie essen, verwerten. Der Rest kommt ungebremst raus.
    Jetzt wechseln sie 6 mal in ihrem Leben (ca 80 Jahre) die kompletten Zähne. Sind die letzten also ausgefallen, können sie nur noch weiches, also feuchtes Grad fressen und irgendwann nicht mehr genug. Und sie verhungern.

    Geparde sind zwar schnelle Jäger, aber keine schnellen Esser. Deshalb verlieren sie einen großen Teil ihrer Beute an Hyäne, die die Geparde angreifen und ihnen das Fleisch wegnehmen. Sieht man also zwei lauernde Hyänen, ist es recht wahrscheinlich, dass in der Nähe ein Gepard ist.

    Zebras sind schwarz mit weißen Streifen. Ich umgekehrt. Und wenn sie geboren werden, sind sie braun mit weißen Streifen. Sie werden von vorne nach hinten schwarz. (Das hatte ich schon, oder?)

    Löwinnen sind die Topjäger der Steppe. Löwen die Topschläfer.

    Alle Elefanten im Ngorongoro Krater sind alt, da gibt es das weicheste Gras und ganzjährig Wasser.

    Tansania wir hier tatsächlich TansAAnia ausgesprochen. Es ist ein Land des Maisanbaus und so gibt es zu jedem Hin Tonic oder Bier… Popcorn. (Gesalzen für die, die es ganz genau wissen wollen)
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