• Strandvergleich

    September 27 in Spain ☀️ 31 °C

    Ich gestehe, so viele europäische Strände kenne ich nicht. Und wenn wir jetzt mal die norddeutschen oder holländischen (und erst recht die englischen, die ein eigenes Kapitel wert sind) außer Acht lassen, bleiben in meinem Repertoire die italienischen, griechischen und spanischen Strände. (Also zumindest die, die ich persönlich schon probegelegen habe)
    Reduzieren wir das noch einmal auf die, die ich wirklich gerne bereise, bleiben die griechischen und -aus aktuellem Anlass- die spanischen. Präziser gesagt, die mallorcinischen.

    Auf der wundervollen Mani in Griechenland liegt es sich bequem auf Liegen unterm Schirm, die für ein paar Euro gemietet werden und bestenfalls verrechnet werden mit dem Verzehr in der nahegelegenen Strandbar. (Die in der Regel ebendiese Liegen betreibt). Man kommt also an, belegt die Liege, wartet auf den freundlichen Kellner und bestellt den ersten Kaffee des Tages und fühlt sich rundum glücklich.
    Um einen herum füllen sich die Liegen, Deutsche, Engländer und ja, auch Griechen ziehen ein, alle bleiben rudimentär bekleidet und es herrscht eine ruhige, heitere Stimmung. Meistens ohne Musik und nur unterbrochen, wenn einer in sein Handy schreit. Gerne auf griechisch. So erlebt man alles in allem einen gepflegten Strandtag mit Verpflegung.

    Hier auf Mallorca ist das völlig anders. Auf manchen Stränden gibt es zwar Liegen und Schirme, aber…
    Die meisten nutzen sie nicht. Das mag bei schlappen 30€ pro Set bei dem einen oder anderen ökonomische Gründe haben, ich vermute allerdings, es ist eher eine Frage der Prinzipien.
    Man kommt zum Strand, schwer bepackt mit Schirmen (ja, die Profis haben sie gleich dabei), Stühlen, Decken, diversen Geräten, um auf dem Wasser zu dümpeln, Kühltaschen und natürlich Handtüchern. Dann wird ein Spieß mit Gewinde in den Sand gebohrt, in den der Sonnenschirm kommt, die Decken ausgebreitet, die Accessoires verteilt und sich neben den Schirm in die Sonne geknallt. Für Verpflegung sorgt die Kühlbox oder eine kleine Strandbude mit Kaffee, Eis und Bier.
    Dabei liegen die Fraktionen Handtuch und Liege vormittags noch räumlich getrennt. Nachmittags aber umzingeln die Handtücher den Liegenblock und es ergeben sich herrliche Wimmelbilder, schaut man vom Meer aus auf den Strand. Dazu umweht den Liegenden ab ca 11h eine Kakophonie ähnlich der eines deutschen Freibades am Sonntag in den Ferien.

    Andre Länder, andre Sitten. Es wird viel leichter, wenn man sie kennt. Und schätzt und den Leitspruch bewahrt, if in Rome, do it like the Romans.

    P. S. Falls es zu negativ klingt, das soll es nicht. Wir genießen es trotzdem. Aber ganz spießig auf der Liege😉
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